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7. Dezember 2010

BASF- Altdeponien in Bad Dürkheim

Neues Gutachten bestätigt katastrophale Situation

Die großflächige Kontamination im Umfeld der ehemaligen BASF-Deponie am Feuerberg in Bad Dürkheim wird durch ein neues Gutachten bestätigt. Der BUND fordert die wirksame Unterbindung von Schadstoffausträge aus dem alten Deponiekörper. Auf den belasteten Böden im Umfeld muss die Nutzung eingeschränkt werden.

Der BUND Landesverband Rheinland-Pfalz e. V.  begleitet seit 25 Jahren die Bemühungen um die Chemieabfalldeponien der BASF am Bad Dürkheimer Feuerberg (alias Bruchhübel). Die teilweise hilflos erscheinenden Bemühungen der Behörden führten zu einem schier endlos erscheinenden Sanierungsverfahren, das maßgeblich durch Partikularinteressen der BASF geprägt ist.
Inzwischen haben die Verantwortlichen der BASF längst (inoffiziell) zugegeben, dass von ihren Altlasten eine kilometerweite Verschmutzung der unterliegenden Grundwässer und Böden im Landschaftsschutzgebiet „Bad Dürkheimer und Erpolzheimer Bruch“ ausgeht. Allerdings wird der Kontamination mit Abfallpestiziden und vielen anderen giftigen Chemikalien völlig unzureichend und außerordentlich schleppend begegnet. Bei den im Grundwasser gefundenen Stoffen handelt es sich u.a. um Herbizide wie Mecoprop und Chloridazon, zwei alte Produkte der BASF, sowie diverse andere Chemikalien wie z. B. Naphthalin, Anilin und chlorierte Aniline.
Nun ist von der SGD Süd mit Hilfe eines engagierten Erpolzheimer Bürgers ein neues Gutachten in Auftrag gegeben und dankenswerterweise auch veröffentlicht worden. Das Gutachten wurde vom Technologiezentrum Wasser der TU Karlsruhe erarbeitet. Dieses Gutachten hat vollständig die fortschreitende katastrophale Kontamination der oberflächennahen Grundwässer im Landschaftsschutzgebiet bestätigt.
Der BUND fordert eine Einkapselung der wesentlichen Kontaminierungsquellen. Dr. Heinz Schlapkohl (Stellvertretender BUND-Landesvorsitzender) erklärt: „Die Altlasten müssen mit einer dichten Schlitzwand eingeschlossen werden. Innerhalb derselben muss eine Grundwasserabsenkung erfolgen, damit keine belasteten Sickerwässer in das umgebende Gelände abfließen können.“
Außerdem fordert der BUND, dass die gesamte, bereits kontaminierte Fläche als Bodenbelastungsgebiet ausgewiesen wird. Hier dürfte keinerlei landwirtschaftliche Nutzung, z.B. Weinbau oder Beweidung, mehr stattfinden.
Die SGD Süd wird in einer öffentlichen Veranstaltung die neuen Untersuchungsergebnisse und hoffentlich auch neue Sicherungsstrategien vorstellen. Die Versammlung findet am 06.12.2010, um 17:00 Uhr in Bad Dürkheim, im „Dürkheimer Haus“, statt. Der BUND erwartet eine lebhafte Debatte.

Für Rückfragen:
Dr. Heinz Schlapkohl 06353 3318
Dr. E. Manz  06131 62706-0 bzw. 0151 12273866

 





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