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Windenergie – wichtiger Beitrag zum Klimaschutz!

Der vom Menschen gemachte Klimawandel ist bereits spürbar, z. B. in Honduras, wo die Verschiebung der Jahreszeiten die landwirtschaftlichen Abläufe durcheinander bringt, oder in der Arktis, wo seit den 1970er Jahren bereits Dreiviertel des Eises verschwunden sind. Und auch bei uns sind Auswirkungen spürbar. Die Obstblüte beginnt bis zu zwei Wochen früher, extreme Wetterereignisse häufen sich.

Die globale Durchschnittstemperatur an der Erdoberfläche ist bereits um 0,74 Grad Celsius gestiegen. Je wärmer es wird, desto höher ist das Risiko unumkehrbarer Folgen.  Deshalb ist für den BUND die Verhinderung des menschengemachten Ausstoßes von Klimagasen (u. a. CO2) ein zentrales Anliegen – zum Schutz von Mensch und Natur. Da 41 Prozent der CO2-Emmissionen auf den Energiesektor zurückzuführen sind, steht die Energiewende für den BUND an zentraler Stelle.

Die drei „E“ der Energiewende

Energie einsparen, Energie effektiv nutzen und auf Erneuerbare Energien umstellen, sind die zentralen Bausteine der Energiewende. Der BUND Rheinland-Pfalz hat bereits 2010 einen Fahrplan Energiewende   vorgelegt, in dem er einen Weg für die Energiewende in Rheinland-Pfalz skizziert. Hierbei hat er ehrgeizige aber machbare Einsparziele formuliert (50 Prozent Einsparung insgesamt, im Strombereich 30 Prozent).

Der Ausbau der Windenergie ist für die Energiewende unumgänglich

Im Bereich der Erneuerbaren Energien spielt die Windenergie eine wichtige Rolle, da sie in Bezug auf den Flächenverbrauch die effizienteste regenerative Energiequelle ist. Beim Betrieb von Windkraftanlagen fallen zudem praktisch keine Rest- und Abfallstoffe an. Deutschlandweit stammten 2014 gut 9 Prozent des erzeugten Stroms aus Windkraft[1],  in Rheinland-Pfalz waren es 2013 bereits gut 20 Prozent[2]. Allerdings importiert Rheinland-Pfalz immer noch knapp die Hälfte des hier verbrauchten Stroms.

Jede eingesparte Kilowattstunde schützt Natur und Klima

Der BUND setzt sich dafür ein, dass der Windkraftausbau so naturverträglich wie möglich erfolgt. Energieerzeugung ist aber nie zum ökologischen Nulltarif zu haben. Deshalb spielt das Einsparen eine so bedeutende Rolle. In seinem Fahrplan Energiewende hat der BUND eine Stromeinsparung von 30 Prozent eingeplant. Selbst dann ist aber noch ein deutlicher Ausbau der Windenergie in RLP erforderlich, wobei auch kleinere Anlagen durch größere ersetzt werden können, die dann deutlich mehr Strom erzeugen (Repowering).

So naturverträglich wie möglich

Vor allem die Steuerung des Windenergieausbaus ist wichtig, um natursensible Bereiche von Windenergie freizuhalten und Konflikte in der Bevölkerung zu verringern. Hier sieht der BUND eine wichtige Aufgabe für die  Regionalen Planungsgemeinschaften. Das Land hat mit der Änderung des Landesentwicklungsprogramms (LEP) IV im Jahr 2013 den Planungsgemeinschaften allerdings die Möglichkeit genommen, durch die Ausweisung von genügend Vorranggebieten auch Ausschlussgebiete festzulegen. Damit wurde eine wichtige Steuerungsfunktion abgeschafft. Dies hat der BUND gemeinsam mit den anderen Naturschutzverbänden bereits im Vorfeld der Entscheidungstark kritisiert (siehe PM vom 1.6.2012, 27.7.2012, 17.9.2012, 24.09.2012 und 9.10.2012) und bemängelt es auch weiterhin. Da auf der übergeordneten Ebene der Regionalplanung nicht mehr gesteuert werden kann, haben die Kommunen bei der Flächennutzungsplanung eine besondere Verantwortung für den naturverträglichen Ausbau der Windenergie. Einige Kommunen leisten hier vorbildliche Arbeit, andere geben dem Naturschutz nicht den entsprechenden Stellenwert oder sind überfordert.

Positionspapiere des BUND

Der BUND Rheinland-Pfalz hat ein differenziertes Positionspapier zum Thema Windenergie, das auf der Landesdelegiertenversammlung im April 2012 beschlossen und in den darauf folgenden Jahren nachjustiert wurde. Das Papier nennt Kriterien für geeignete Flächen, für erforderliche Ausschlussgebiete und für Kriterien der Standortbeurteilung und -auswahl. Es orientiert sich am Positionspapier des Bundesverbands. Mit diesen Positionspapieren hat der BUND einen guten Kompromiss zwischen Windenergieausbau und Naturschutz gefunden und stellt damit eine Richtschnur für die Beurteilung von in Planung befindlichen Windkraftanlagen.

Energiewende retten! - BUND stellt Möglichkeiten für naturverträglichen Ausbau der Windenergie sowie Anforderungen an die EEG-Reform vor

Pressemitteilung vom 17. März 2014

„Nur wenige Dinge im Leben sind alternativlos. Die Energiewende gehört dazu“, ist sich Harry Neumann, Vorsitzender BUND Rheinland-Pfalz sicher. „Die Nutzung von Kohle, Öl und Erdgas führt zu unberechenbaren Schäden durch den Klimawandel. Außerdem handelt es sich um endliche Ressourcen, die in absehbarer Zeit unbezahlbar werden. Die nicht kalkulierbaren Risiken der Atomkraft führt uns der Jahrestag von Fukushima unmissverständlich vor Augen“, ergänzt er. Deshalb müsse am Ausbau der Erneuerbaren Energien festgehalten werden. „Unsere Experten gehen davon aus, dass wir bei der derzeitigen Technik etwa 2.300 Anlagen im zukunftsfähigen Strommix in Rheinland-Pfalz brauchen. Da bereits um die 1.300 Anlagen am Netz sind, fehlen demnach noch etwa 1.000 Anlagen. Mehr...

 




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