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Fachtagung "Naturschutz und Forstwirtschaft im Wandel"


Hier finden Sie die Beiträge der BUND-Fachtagung mit Exkursion "Naturschutz und Forstwirtschaft im Wandel" vom 27.-28.9.2016 in Klingenmünster.

Anlass war das 30-jährige Jubiläum der Veröffentlichung des BUND-Waldprogramm von 1986 sowie 25 Jahre naturnahe Forstwirtschaft in Rheinland-Pfalz. Viele der damaligen BUND-Forderungen wurden vom Land Rheinland-Pfalz aufgenommen. Die Forstwirtschaft in Rheinland-Pfalz kann Beispiel für andere Bundesländer sein. Mit der Tagung möchte der BUND die Zusammenarbeit zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz weiter stärken. Die Vorträge und Diskussionen warfen einerseits einen Blick auf das Geleistete, wie den Kahlschlagsverzicht. Andererseits wurden die Aufgaben der Zukunft, wie die Baumartenwahl in Zeiten des Klimawandels oder die Notwendigkeit der Reduktion des Holzverbrauchs, aufgezeigt.

Die einzelnen Vorträge stellen wir hier zum Download bereit.

„Waldreport 2016“: Licht und Schatten auch in rheinland-pfälzischen Wäldern

Im Waldreport 2016 zeigt der BUND in Fallstudien aus elf Bundesländern, dass in der Forstwirtschaft nach wie vor erhebliche Defizite von Seiten des Naturschutzes bestehen. 

Das Positivbeispiel für Rheinland-Pfalz ist keine Bewirtschaftung sondern eine Nutzungsaufgabe: In den nächsten Jahren werden fast 1000 ha Staatwald in der rezenten Rheinaue ihrer natürlichen Entwicklung überlassen. Auwälder gehören zu den meist gefährdeten Lebensräumen Europas. Hier wird Landesforsten seiner Verantwortung für die Biologische Vielfalt gerecht. In den dynamischen und sensiblen Überschwemmungsbereichen wird der Nutzungsverzicht die Artenvielfalt fördern und eine neue Wildnis am Rhein darf entstehen. 

Das Negativbeispiel ist erschreckend: Wer derzeit den Idarwald im Hunsrück bei Schauren quert, fühlt sich in längst vergangen geglaubte Zeiten der Forstwirtschaft zurückversetzt – soweit das Auge reicht kahle Flächen und Hänge. Im sogenannten Vierherrenwald wurde eine Kahlschlagsfläche von unfassbaren Ausmaßen provoziert. Im Laufe der letzten zehn Jahre entstanden dort Kahlflächen in einer Größenordnung von mindestens 250 ha. Zuletzt provozierte der Eigentümer, die Fruytier Group, durch zu starke Auflichtungen eine Destabilisierung der  Bestände, so dass diese im Sturm 2011 zusammenbrachen. Die stehen gebliebenen Teile wurden großzügig entfernt.


Waldreport 2016 Rheinland-Pfalz: Positivbeispiel Auwald und Negativbeispiel Vierherrenwald.

Den gesamten BUND-Waldreport 2016 finden Sie hier

Auwald

Auwälder sind durch die Verbindung von Wasser und Wald besonders wertvoll. Sie gehören zu den artenreichsten, aber auch gefährdetsten Lebensräumen Mitteleuropas und haben eine wichtige nationale und internationale Bedeutung für eine Vielzahl von Arten.

Der BUND setzt sich dafür ein Auen wiederherzustellen und die letzten Reste des Auwaldes in Deutschland zu schützen. mehr ...

Nationalpark in Rheinland Pfalz

Rheinland-Pfalz ist gemessen an der Landesfläche mit 42 % das waldreichste Bundesland. Mit 20,9 % ist auch der Buchenwald-Anteil recht hoch. Der BUND Rheinland-Pfalz forderte schon seit langem einen rheinland-pfälzischen Nationalpark. An Pfingsten 2015 war es endlich soweit und der Nationalpark Hunsrück-Hochwald wurde eröffnet. Mehr

Biodiversität und Forstwirtschaft

Vortrag zum Thema „Biodiversität und Forstwirtschaft – ein Widerspruch?“

Positionspapier des Arbeitskreises Naturwald Kaiserslautern zu Wildschutzgebieten

Die total geschützten Waldflächen in Deutschland machen nicht einmal 1 % der 10 Millionen Hektar deutscher Wälder aus. 11 % der gesamten Landfläche sind bereits überbaut und Jahr für Jahr kommen fast 50 000 Hektar hinzu!
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Stirbt der Wald?

Waldsterben - auch im Soonwald? Mit "Jein" blieb diese bange Frage bei der Podiumsdiskussion der Initiative Soonwald unbeantwortet. Wetterkapriolen und Wasserentnahme setzen auch dem Soonwald zu.
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Jagd und Naturschutz

Die Jagd wird heute vom Naturschutz, vom Tierschutz und großen Teilen der Öffentlichkeit zuneh­mend kritisch gesehen. Sowohl bestimmte Formen der Jagdpraxis als auch derzeit gültige jagdrecht­liche Bestimmungen sind nicht mehr zeitgemäß, weil sie ökologische und ethische Gesichtspunkte nur ungenügend berücksichtigen. Daher fordert der BUND eine Neuorientierung der Jagd, insbe­sondere hinsichtlich der Erhaltung der biologischen Vielfalt, der Einhaltung ethischer Normen und der Berücksichtigung des Tierschutzes. Mehr...




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