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BASF- Altdeponien in Bad Dürkheim

Katastrophale Situation schreit nach Sanierung

Der BUND begleitet seit über 25 Jahren die Bemühungen um die Chemieabfalldeponien der BASF am Bad Dürkheimer Feuerberg (alias Bruchhübel). Die teilweise hilflos erscheinenden Bemühungen der Behörden führten zu einem schier endlos erscheinenden Sanierungsverfahren, das maßgeblich durch Partikularinteressen der BASF geprägt ist.

Inzwischen haben die Verantwortlichen der BASF längst (inoffiziell) zugegeben, dass von ihren Altlasten eine kilometerweite Verschmutzung der unterliegenden Grundwässer und Böden im Landschaftsschutzgebiet „Bad Dürkheimer und Erpolzheimer Bruch“ ausgeht. Allerdings wird der Kontamination mit Abfallpestiziden und vielen anderen giftigen Chemikalien völlig unzureichend und außerordentlich schleppend begegnet.

Der BUND fordert eine Einkapselung der wesentlichen Kontaminierungsquellen. Die Altlasten müssen mit einer dichten Schlitzwand eingeschlossen werden. Innerhalb derselben muss eine Grundwasserabsenkung erfolgen, damit keine belasteten Sickerwässer in das umgebende Gelände abfließen können. Außerdem fordert der BUND, dass die gesamte, bereits kontaminierte Fläche als Bodenbelastungsgebiet ausgewiesen wird. Hier dürfte keinerlei landwirtschaftliche Nutzung, z.B. Weinbau oder Beweidung, mehr stattfinden.

Der BUND hat allerdings den Eindruck, dass seitens der BASF für das Feld 3 eine einfache, unzureichende „Schnelllösung“ auf Kosten der Natur und der Menschen vorbereitet wird. Der „Sanierungsplan“ könnte darin bestehen, dass die „Abwehrbrunnen“ längs des Grabens E 35 verstärkt und erweitert werden, um dort mehr Grund- und Schichtenwasser, das mit Deponiesickerwasser verunreinigt ist, abzufangen. Dies wäre jedoch keine Lösung an der Quelle der Verunreinigungen, sondern die „Entsorgung“ würde etwa 800 m unterhalb der Quelle erfolgen. Die BASF würde eine „Opferstrecke“ von 800 m und eine dauerhaft kontaminierte „Opferfläche“ von über 100 ha in Kauf nehmen.



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