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Einzigartigen Buchenwald vor Basaltabbau retten


Foto: T. Brötz

Alte Bäume – kostbare Schätze

Der Nauberg im Westerwald bietet durch seinen Strukturreichtum zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Mit seinen uralten Bäumen verschiedener Altersklassen sowie wichtigen Totholzbeständen zählt dieser einzigartige Buchenwald zu einem der wertvollsten Gebiete unserer Region. Landesweit betrachtet ist es der einzige alte Buchenwald auf Basalt-Blockschutt. Entsprechend ist ein Teil auch als Naturwaldreservat ausgewiesen.
Nun droht dem Nauberg eine großflächige Zerstörung durch Gesteinabbau. Die Basalt-AG Bergisch-Westerwälder Hartsteinwerke haben die Zulassung für den Basaltabbau im Nauberg beantragt. Es ist vorgesehen die nächsten 20 Jahre auf rund 23 Hektar 20 Millionen Tonnen Basalt zu gewinnen.


Foto: T. Brötz; Großformatiges Totholz mit Fraßspuren von Totholzkäfern und Baumschwamm

Doch das geplante Abbaugebiet ist nicht nur durch den alten Buchenwald naturschutzfachlich wertvoll. Auch die Basaltgesteine sind besonders für den Landschaftswasserhaushalt und somit für die Vegetationsentwicklung von großer Bedeutung. Der Abbau wäre mit einer Absenkung des Grundwasserstandes von rund 45 Metern verbunden, was zu starker Trockenheit und somit zu schwierigen bis unmöglichen Lebensbedingungen für die dort angesiedelte Vegetation (z.B. Milzkraut) führt.
Ein weiteres großes Problem für Mensch und Tier stellt die zu erwartende Lärmbelästigung dar. Gesteinssprengungen sowie ein sehr hohes Verkehrsaufkommen sind zu erwarten. Und dies hat ebenfalls einen negativen Einfluss auf die Lebensraumnutzung der oft lärm- und störungsempfindlichen Tiere. Nistplätze und Nahrungshabitate werden aufgegeben. Zudem wird befürchtet, dass der Lärm auch Auswirkungen auf die nahe liegenden FFH-Gebiete (z.B. „Nistertal und Kroppacher Schweiz“) haben wird.


Foto: T. Brötz; Ringelnatter im Naturwaldreservat des Abbaugebiets

Durch die starken Einschnitte in das Waldgebiet werden zu schützende Tierarten wie Wildkatze, Schwarzstorch, Haselmaus oder verschiedene Fledermausarten (z.B. Bechsteinfledermaus) verdrängt und die Anfälligkeit des Waldes für Folgeschäden wie Windbruch und Schädlingsbefall steigen.

Der BUND setzt sich auch hier für den Erhalt dieses einzigartigen Lebensraums ein und fordert die Prüfung von Alternativen zum Basaltabbau an der „Welschen Hütte“. Er hat in einer Stellungnahme zum Rahmenbetriebsplan dargelegt, dass ein Abbau von Basalt am Nauberg nicht vertretbar ist, und ist auch weiterhin aktiv, um die Zerstörung dieser bedeutenden Landschaft tatsächlich zu verhindern.



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