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Dörrebachtal erforscht


„Auf den Spuren des Stromberger Kalks“ lautet der Titel einer Diplomarbeit, die von Silvia Rehm in enger Zusammenarbeit mit der BUND-Ortsgruppe Stromberg an der Universität Trier erstellt wurde.

Die junge Diplom-Umweltwissenschaftlerin hat darin eine Konzeption von Naturerlebnisangeboten in Wäldern des Dörrebachtals und seiner Umgebung erstellt. Silvia Rehm hat den Verlauf und die Beschilderung eines Naturerlebnispfades durch das Dörrebachtal entworfen.

Die Ergebnisse sollen im Januar 2009 öffentlich vorgestellt werden. Anschließend möchte der BUND gemeinsam mit der Stadt Stromberg und Landesforsten einen Weg für die gemeinsame Umsetzung der Vorschläge suchen.

Rettet das Dörrebachtal

Stadtrat lehnt Verkauf an BUND ab

7. Februar 2007

Am Abend des 6.2.2007 hat der Stadtrat von Stromberg entschieden, dass der Wald nicht an den BUND verkauft wird.

Der BUND bedauert dies sehr, da er sehr gerne zusammen mit der Stadt Naturschutz- und Naturerlebnisprojekte im idyllischen Dörrebachtal betrieben hätte.

Da es im Stadtrat eine Mehrheit gegen die Erweiterung des Kalkwerks gibt, hatte der BUND gehofft, dass sich im Rat eine Mehrheit für eine gemeinsam von Stadt und BUND betriebene Unterschutzstellung findet.

Nach der Abstimmungsniederlage befürchtet der BUND nun, dass es zu gegebener Zeit erneut Versuche geben wird, den Abbau im Stadtrat zu beschließen. Gegen solche Absichtigen kündigt der Naturschutzverband schon jetzt entschiedenen Widerstand an.

Für den Fall, dass die Stadt im Dörrebachtal wirkungsvollen Naturschutz betreiben will, ist der BUND auch ohne Eigentümer zu sein gerne zu einer Kooperation bereit.

BUND will gemeinsam mit Naturefund einzigartiges Tal kaufen und sichern

9. Januar 2007

Der BUND Rheinland-Pfalz und Naturefund haben sich entschlossen, das Dörrebachtal zu kaufen und damit langfristig für die Natur zu sichern! Mit seinen Riffsteinkalken ist das Dörrebachtal eine Besonderheit im gesamten Hunsrück. Doch das Dörrebachtal ist bedroht, insbesondere durch das nahe gelegene Kalkwerk, das immer wieder versucht, hier Kalk abzubauen. Jetzt könnte die dauerhafte Rettung des Tales erfolgen mit den Kauf durch die Naturschützer.

Wer den Hang hinunter ins Tal wandert kommt sich vor, wie bei Ronja Räubertochter: Zerklüftete Felsen, dunkle Karsthöhlen, wilder Wald und ein unwegsames Flussbett, das im Winter zu einem reißendem Strom anschwellen kann. Fast erwartet man um die nächste Ecke zu biegen und dem Räuber Mattis zu begegnen oder vielleicht sogar seiner Tochter Ronja. Wir befinden uns im malerischen Dörrebachtal bei Stromberg.

Mit seinen Riffsteinkalken ist das Dörrebachtal eine Besonderheit im gesamten Hunsrück. Fast 120 Meter hat sich der Dörrebach in den Felsen eingeschnitten. Nur im Winter und Frühjahr führt er Wasser und ist damit ein Trockental. Mit einer Länge von 1,5 Kilometern ist es zudem das längste Trockental des Nahe-Hunsrück-Gebiets.

Viele seltene Pflanzen und Tiere haben hier eine Rückzugs- und Lebensraum gefunden. So kann man im Dörrebachtal das Weiße Waldvögelein entdecken, die Frühlingsplatterbse oder das Wunder-Veilchen. In den Kalkhöhlen im Dörrebachtal leben seltene Fledermäuse, wie zum Beispiel die vom Aussterben bedrohte Bechsteinfledermaus oder die ebenfalls sehr seltene Fransenfledermaus. Am bedeutendsten ist jedoch die Wildkatzenpopulation in dieser Gegend.


Rheinland-Pfalz beherbergt die größte Wildkatzenpopulation in Deutschland. Hier leben mehr als die Hälfte des deutschen Bestandes, der auf etwa 1.400 bis 1.700 Tiere geschätzt wird.
Hauptverbreitungsgebiete der Wildkatze in Rheinland-Pfalz sind die Eifel, der Pfälzerwald sowie der Hunsrück – insbesondere um Stromberg! Das Dörrebachtal liegt zudem in einem der wichtigsten europäischen Wildtierkorridore, denn nur hier besteht die einzigartige Möglichkeit für Wildtiere, den Rhein zu überqueren.

Doch das Dörrebachtal war immer wieder bedroht. Insbesondere das nahe gelegene Kalkwerk versuchte bereits seit 50 Jahren die Stadt Stromberg dazu zu überreden, einem Kalkabbau in diesem einzigartigen Tal zu zustimmen. Doch die Stadtväter und Stadtmütter blieben standhaft. So auch jetzt, als die Firma Schäferkalk im April 2006 erneut den Antrag stellte, das Dörrebachtal für den Kalkabbau zu nutzen. Der Antrag wurde wieder abgelehnt.

Und vielleicht naht jetzt endlich die dauerhafte Rettung für das Dörrebachtal: Die Naturschutzorganisationen BUND Rheinland-Pfalz und Naturefund haben sich entschlossen, das Dörrebachtal zu kaufen und damit langfristig für die Natur zu sichern! Eine entsprechende Anfrage ist an den Bürgermeister der Stadt Stromberg verschickt und auch alle Fraktionen haben diese Anfrage erhalten, mit der Bitte, die Naturschützer in Ihrem Anliegen zu unterstützen.

Insgesamt handelt es sich um den Kauf von 110.000 Quadratmetern. Für den Kauf, die Pflege sowie für das Marketing, um viele Menschen für den Schutz des Tals zu gewinnen, brauchen die Naturschützer etwa 80.000 EUR. Jeder und jede kann dabei mit einer Spende mithelfen, das einzigartige Dörrebachtal zu sichern. Bereits mit 30 EUR kann man volle 30 Quadratmeter dauerhaft für die Natur sichern! Selbstverständlich kann man diesen Beitrag steuerlich absetzen.

Mehr Informationen und Fotomaterial erhalten Sie unter:

Naturefund e.V.,
Katja Wiese, Tel.: 0611 – 44 500 25
Nerostraße 27, 65183 Wiesbaden, katja.wiese@naturefund.de

Bürgerinitiative "Rettet das Dörrebachtal"

BUND Rheinland-Pfalz, Dr. Erwin Manz, Tel. 06131 – 62 70 6 - 0
Hindenburgplatz 3, 55118 Mainz, info@bund-rlp.de



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