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Bürgersolardach Koblenz


Stromerzeugung auf der „Rappelkiste“

 

Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kindertagesstätte „Rappelkiste“ wird in Betrieb genommen – Pachtzins wird dem Förderverein der Kita gespendet

Am 17. Dezember 2005 ist in der Gulisastr. 55 in Koblenz-Güls auf dem Dach der Kindertagesstätte „Rappelkiste“ die größte Photovoltaikanlage in der Stadt Koblenz offiziell eingeweiht worden. Mit einer Leistung von 24,84 Kilowatt peak (kWp) erwirtschaftet die privat finanzierte Stromerzeugungsanlage mit ca.23000 Kilowattstunden (kWh) immerhin den jährlichen Verbrauch von fünf Einfamilienhäusern. Der Bau der Stromerzeugungsanlage wurde vom Landesverband Rheinland-Pfalz des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) initiiert und von dem Projektbüro energie & finanzen aus Katzenelnbogen realisiert. Das Investitionsvolumen liegt bei 156.600 Euro.

Die Stadt Koblenz hat als Eigentümerin der Kita das Dach an die zukünftigen Betreibervermietet und die notwendigen Entscheidungsprozesse in Richtung Realisierung gelenkt. Beteiligt daran waren Jugend-, Hochbau- und Umweltamt. Den Auftrag hierfür hat ihnen der Stadtrat mit dem Beschluss gegeben, eine Solardachbörse einzurichten und Flächen für solche Anlagen zur Verfügung zu stellen. Die Organisation und die zukünftige Verwaltungstätigkeit hat energie & finanzen übernommen. Bis es soweit war, musste allerdings ein weiter Weg gegangen werden. „Viele Schuldächer, die grundsätzlich in Frage kamen, mussten bei der Prüfung der Statik passen. Sie können keine zusätzlichen Lasten mehr aufnehmen.“ berichtet Dieter Schulz vom Umweltamt. Nachdem aber endlich das passende Objekt gefunden wurde, sind nach nur sechs Wochen die Planungs- und Installationsarbeiten abgeschlossen und die Stromproduktion kann beginnen. Das Dach der Kita ist durch seine Konstruktion und die südliche Ausrichtung ein idealer Standort für eine PV-Anlage in dieser Größenordnung. Äußerlich bilden die Module auf dem Dach eine Einheit. Abrechnungstechnisch sind es jedoch zwei getrennte Anlagen, von denen jede eigene Wechselrichter und einen eigenen Stromzähler hat.

Holger Gretzschel vom Projektbüro erläuterte bei der Einweihung die Funktionsweise der Anlage. Auf einer Informationstafel mit einem „Live-Display“ können Besucher zukünftig sehen, wie hoch die aktuelle, von der Strahlungsintensität der Sonne abhängige Leistung (kW) der Anlage ist. Auch der kumulierte Gesamtertrag an Solarstrom in kWh und die CO2-Einsparungen sind auf der Tafel jederzeit ablesbar.

„Wir als BUND freuen uns, dass sich so viele unserer Mitglieder an dieser zukunftsorientierten Investition beteiligt haben und so dieses Projekt realisiert werden konnte“ so Michael Carl, Sprecher des Arbeitskreises Energie des BUND-Landesverbandes. Auch Bürgermeister und Dezernent für Jugendangelegenheiten Dieter Muscheid befürwortet das Engagement für die umweltschonende Energieproduktion: „Als Kommune müssen wir zugunsten des Allgemeinwohls wirtschaften. Die Vermietung des Daches bietet uns hierfür in mehrfacher Hinsicht optimale Möglichkeiten. Den Pachtzins, den wir einnehmen, geben wir komplett an den Förderverein des Kindergartens weiter. Außerdem tragen wir zum Schutz unserer Ressourcen bei und unterstützen das Prinzip der regionalen Nachhaltigkeit.“

Für die Zukunft hofft Muscheid, dass noch weitere Flächen auf kommunalen Dächern in seiner Stadt für die Erzeugung von Strom mittels Solarzellen zur Verfügung gestellt werden können.

 

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