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Buch: Gemeinschaftsprojekt Energiewende


Die Energiewende ist ein Generationenvertrag, der seinen Namen verdient. Die heutige Generation gestaltet und finanziert einen ökologischen Umbau des gesamten Energiesystems, um unsere Kinder und Enkel vor fundamentalen Risiken zu schützen. Das Buch "Gemeinschaftsprojekt Energiewende", das der BUND gemeinsam mit der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) herausgibt, erklärt, was jetzt getan werden muss, damit die Energiewende ein Erfolg wird. Denn aktuell droht die Energiewende von der Politik ausgebremst und von Interessenvertretern aus der Industrie zerredet zu werden.
Wir bieten Ihnen auf bund.net die Möglichkeit das gesamte Buch online einzusehen.

112 Seiten, oekom verlag München, 2014
ISBN-13: 978-3-86581-668-9

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Die Energiewende darf nicht ausgebremst werden!

Der BUND fordert ernsthafte Maßnahmen für den Klimaschutz, einen schnellen und naturverträglichen Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Stopp der Panikmache um die Ökostromumlage.

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Film „Leben mit der Energiewende“ am 11.3.2013 in Mainz und Koblenz


Der BUND zeigte am 2. Jahrestag von Fukushima den Film "Leben mit der Energiewende in vollen Kinos. Mehr zu den Aktionen in Mainz und Koblenz.

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Strompreisbremse wird zur "Energiewende-Bremse"

15.02.2013

Der BUND kritisiert die Vorstellungen von Bundesumweltminister Peter Altmaier und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler zur Begrenzung der Strompreise als "Werkzeugkasten zur Beschneidung der erneuerbaren Energien".

Zur Pressemitteilung vom 15.02.2013

Kosten der Energiewende - Gerecht verteilen

Der Strompreis für die Haushalte steigt. Und angeblich ist die Energiewende schuld daran. Ein Blick auf die Preisentwicklung der letzten Jahre zeigt: Dem ist nicht so. Seit 2002 sind die Strompreise um 10 Cent/kWh angestiegen, die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien aber nur um 3 Cent. Mehr als zwei Drittel der Preiserhöhung haben also andere Ursachen. Das wäre auch in Zukunft so, hätte die Bundesregierung nicht weite Teile der Industrie von der Umlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ausgenommen. Einige wenige Hundert Firmen verbrauchen rund 18 Prozent des deutschen Stroms, zahlen aber nur 0,3 Prozent der Umlage für erneuerbare Energien. Dadurch steigt die Umlage vor allem für die Privatverbraucher.

Neben den Schlupflöchern im EEG gibt es eine entsprechende Ausnahmeregelung für die Industrie auch bei den Netzentgelten. Gleichzeitig senken die erneuerbaren Energien den Preis an der Strombörse in Leipzig. Dadurch müssten die Strompreise eigentlich für alle sinken. Der positive Effekt wird aber nicht an die Verbraucher weitergegeben, es profitieren Stromanbieter und Industriebetriebe, die ihren Strom teilweise direkt an der Börse einkaufen. Die Energiewende gelingt nur, wenn sich alle beteiligen – und nicht die einen für die anderen mitbezahlen. Deshalb fordert der BUND alle Befreiungen und Sonderregelungen für die Industrie bei Zahlung der EEG-Umlage zu überprüfen und auf wenige Ausnahmen zu beschränken.

Mehr Informationen erhalten Sie im BUND-Hintergrundpapier:

BUND-Hintergrundpapier zu Strompreisen und Energiewendekosten

Energiewende – aber richtig!

Resolution der BUND-Landesdelegiertenversammlung am 21.04.2012

Atomkraft ist und bleibt gefährlich für hunderte von Generationen. Die Klimaerwärmung schreitet ungebremst voran – wir brauchen darum eine wirksame Energiewende. Das heißt insbesondere: Der Energieverbrauch muss dringend zurückgefahren und fossile und atomare Kraftwerke müssen schnellstens durch einen Mix umweltfreundlicher Energien ersetzt werden, wenn wir den ganzen Atomausstieg und die Klimaziele erreichen wollen.

Nur 1 Jahr nach Fukushima ist die Politik aber dabei, diese Energiewende abzuwürgen, aufs Abstellgleis zu schieben, durch fehlendes oder schlechtes Management an die Wand zu fahren und den Interessen der Energiekonzerne zu opfern. Wieder einmal – wie schon bei der dann später zurückgenommenen Atom-Laufzeitverlängerung – sollen Profite über das Gemeinwohl gestellt werden, über unser Recht auf Gesundheit, über die wehrlose Natur und über die Erfordernisse des Klimaschutzes. Nicht mit uns!

Wir fordern darum:

1.       Erhalt der Solarbranche – darum Hände weg von dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz!

Dezentralität, Vorrang bei der Einspeisung und eine verlässliche, kostendeckende Vergütung gehören zu den Grundpfeilern einer erfolgreichen Energiewende. Dieses EEG wird von der Bevölkerung gewollt und getragen: Hunderttausende von Energieanlagen in Bürger/innen-Hand sind entstanden und  Arbeitsplätze und regionale Wirtschaftskraft in erheblichem Umfang. Wer aber die Axt, wie gerade die CDU-FDP-Bundesregierung, im Hauruckverfahren an die Solarförderung legt, will diesen Erfolg blockieren und die Weichen wieder auf teure Großanlagen stellen. Wir fordern Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat zur Korrektur der beabsichtigten massiven Kürzungen auf, sowohl bei der Vergütungskürzung als auch bei der künftigen Beschränkung des Zubaus von neuen Anlagen! Änderungen müssen behutsam  erfolgen. Planungssicherheit ist ebenso wichtig wie eine gerechte Verteilung der Kosten. Allein die Rücknahme von Ausnahmen für energieintensive Betriebe bei der EEG-Umlage würde den Strompreis sofort um 1 Cent senken.

2.       Deutliche Anstrengungen für Energiesparen und Energieeffizienz!

Wenn wir unseren Energiehunger weiter so ungehemmt stillen wollen, werden auch die umwelt­freund­lich­sten Energiesysteme nicht reichen. Wasser-, Wind- und Sonnenkraft nur für immer mehr Konsum? „Nein Danke“. Japan macht es vor: 30 % des Stroms kamen dort vor Fukushima aus 54 Atomkraftwerken. Jetzt sind fast alle Atomkraftwerke vom Netz, und die Versorgung bricht nicht zusammen – weil man dort überall Energie spart. Die Bundesregierung versucht stattdessen gerade ambitionierte Effizienz-Konzepte der EU aufzuweichen - also auch hier eine „energiepolitische Geisterfahrt“ anstatt ein wirksames Programm zur Einsparung der knappen Ressourcen aufzulegen. Ebenso fehlen wirksame Konzepte für umweltschonendere Mobilität und Verkehrsvermeidung sowie eine Abkehr von der klimaschäd­lichen industrialisierten Landwirtschaft und Massentierhaltung. Für die Bereiche Wärme, Bauen und Wohnen fordern wir ein wirksames Förder- und Sanierungskonzept (z.B. BUND-Stufenmodell „Energetische Gebäudesanierung“), denn noch nicht einmal 1 % der Altbauten wird derzeit jährlich energetisch saniert. Notwendig wären 3% pro Jahr, um die Klimaziele zu erreichen. Die Klimaerwärmung wartet keine 100 Jahre, sondern sie hat längst begonnen!

3.       Markteinführung von dezentralen Speichern!

Mit den Erneuerbaren Energien müssen gleichzeitig auch die Energiespeicher ausgebaut werden. Den Ferntransport überschüssiger Strommengen ins Ausland, z.B. nach Norwegen, lehnen wir ab, da er mit einem enormen Trassenneubau verbunden wäre. Dieser würde v.a. dem zentralistischen System und den Interessen der Energiekonzerne dienen. Wir fordern die Weiterentwicklung und Markteinfüh­rungsförderung von vielen dezentralen Speichern nahe beim Erzeuger und Verbraucher (wie z.B. auch vom Solarenergieförderverein Aachen konzipiert). Solarstrom in der Mittagsspitze könnte abgeregelt und über kühlschrankgroße Batterieschränke für die Nachtstunden direkt im Haus der PV-Anlage gespeichert werden. Technisch ist das schon heute kein Problem, aber dieser Verzicht auf Netzeinspeisung muss besonders vergütet werden. Dazu fordern wir ein kostendeckendes Vergütungsprogramm ähnlich dem EEG. Über die dann zu erwartende Massenproduktion ist eine Preisreduzierung zu erzielen. Für Wohnquartiere müssen schnellstens größere Batterien in neuen Techniken (z.B. Lithium-Ionen-Batterien) erprobt und gefördert werden. Netze würden so gleichmäßiger belastet, deren Ausbau begrenzt. Auch die Erzeugung von „Windgas“ (Wasserstoff/Methan) mit Gasnetzen als Speicher muss an vielen Orten im Land voran­getrieben werden. Dass Windkraftanlagen bei hohem Windangebot vom Netz genommen werden, damit fossile und atomare Kraftwerke weiterlaufen, muss ein Ende haben!

4.       „Smart grid“ und „Negawatt“ statt unflexibler Großsysteme und Fernleitungen!

Wir fordern einen raschen verbindlichen flächendeckenden Einbau von „intelligenten“ Zählern und die feine Steuerung vieler Kleinanlangen – „smart grid“ – statt herkömmlicher unflexibler Energiegroß­produktion an  wenigen Standorten und Ferntransport. Mit diesem Systemwechsel und mit begrenzten Optimierungen, Erdverkabelung und neuen Hochleistungsseilen kann auf neue Stromtrassen weitgehend verzichtet werden. Wir fordern darüber hinaus ein neues Tarifsystem nach dem „Negawatt“-Prinzip. Es sollte zuerst bei den energieintensiven Betrieben ansetzen, die dann für eine angepasste Produktionsplanung belohnt werden. Wenn sie bei Spitzenlast und hohen Preisen auf Strombezug verzichten, können sie zu einem späteren Zeitpunkt billiger produzieren. Kraftwerks- und Netzkapazitäten blieben kleiner. Die Stadtwerke müssen für die Vorhaltung flexiblerer (Gas-)Kraftwerke entlohnt werden, alte Kohlekraftwerksreserven können dann entfallen.

5.       Energie-Masterplan statt Wildwuchs bei der Windkraft - denn Artenschutz  ist nicht verhandelbar!

Der deutliche Ausbau der Windenergie an Land ist unverzichtbar. Windkraft ist effektiv und wirtschaftlich und an vielen Standorten sinnvoll – wenn das planvoll koordiniert und naturverträglich geschieht.  Der derzeitige oft planlose Wildwuchs hingegen bringt die Windkraft insgesamt in Misskredit und ist eine ernsthafte Bedrohung für die Akzeptanz der Energiewende durch die Bürger/innen. Weder die aktuellen Raumordnungspläne noch der Entwurf des Landesentwicklungsplanes LEP IV beinhalten ausreichende ökologische Vorgaben und raumplanerische Steuerungselemente. Um ihre Windkraftziele durchzusetzen, verbündet sich die Landes­regierung allzu schnell mit Investoren und Kommunen und fördert eine unverantwortliche „Goldgräberstimmung“. Geld- und Profitinteressen, auch bei der Verpachtung von Staatswald, stehen oft über dem Schutz der Natur. Der BUND kämpft – wie in dem aktuellen Windpositionspapier näher ausgeführt – dort, wo sie für die Natur und die Artenvielfalt schädlich ist (Natura 2000-Gebiete), auch entschieden gegen Windkraft. Denn der Schutz wertvoller Naturräume und bedrohter Arten ist für uns nicht verhandelbar. Sowohl von der Landesregierung als auch von der Bundesregierung fordern wir einen „Energie-Masterplan“ mit Vorranggebieten bei windhöffigen und  unschädlichen Standorten.  Erst danach sollten weitere Gebiete nach jeweiliger intensiver naturschutzfachlicher Prüfung zur Energienutzung in Betracht kommen.

6.       Die Energiewende demokratisieren!

Die Bevölkerung will mit großer Mehrheit die Energiewende, die Abschaltung aller Atomkraftwerke, auch jenseits unserer Grenzen, und keine neuen Kohlekraftwerke. Sie will auch keine Wende, bei der die Großkon­zerne weiter das Sagen haben und versuchen, ihre Ziele über die Regierung interessengerechte Gesetze durchzusetzen. Es ist beschämend, wie damals bei der Laufzeitverlängerung nun auch bei der Solarförder­kürzung der Volkswille missachtet und versucht wird das Parlament zu umgehen. Der BUND und die gesamte Bewegung werden dies nicht hinnehmen und sich politisch und bei Wahlen weiterhin kraftvoll einmischen. Wir alle wollen die Energieversorgung noch stärker demokratisieren: Wir bestimmen selbst, wer uns den Strom liefert und rufen zum massenhaften Wechsel zu echtem Ökostrom auf. Wir reduzieren unseren persönlichen Energieverbrauch und werden selbst zu vielen kleinen Energieversorgern durch unsere eigenen Anlagen oder Beteiligungen an Energiegenossenschaften. Wir unterstützen die Rekommu­nalisierung von Netzen und wollen viele unabhängige Stadtwerke. Wir bekämpfen die undemokratische Marktübermacht der vier großen Energiekonzerne samt ihrer Unterstützer in Finanzwelt und Politik.

Wir nehmen die Energiewende selbst in die Hand – aber richtig: umfassend, naturverträglich und dezentral!

Energiewende Tagung 2010


Rheinland-Pfalz 100 % regenerativ

Energiewende - jetzt!

Am Freitag, 01. Oktober 2010 ludt der BUND zur Energiewende Tagung in Mainz ein.

Der BUND hat ein Szenario entwickelt, nachdem Rheinland-Pfalz seinen Strom bis zum Jahr 2030 zu 100 % aus regenerativen Energiequellen gewinnen kann, denn Energieversorgung ohne Kohle- und Atomkraftwerke ist heutzutage möglich.

Die Studie "Fahrplan Energiewende Rheinland-Pfalz" finden Sie hier.

Informationen zu Energieeinsparungen, erneuerbaren Energien und zukünftigem Handeln für eine Energiewende in Rheinland-Pfalz erwarteten die Teilnehmer/innen in Form vieler interessanter Vorträge bei unserer Tagung in Mainz. Dabei wurden vor allem nötige Beiträge der Landes- und Kommunalpolitik sowie Maßnahmen zur Zielerreichung betrachtet.


Hier
finden Sie die Vorträge der Referenten zum Herunterladen




Mach mit!; Her mit den Mäusen

Weitere Tipps und Tricks zum effizienten Energiesparen finden Sie hier...

Woher kommt die Kohle, warum ist sie klimaschädlich, wo wird am meisten gefördert, was ist dran an der Rede von der "billigen Kohle" und wer profitiert am meisten von ihr?



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