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Globale Auswirkung von Ernährung auf Umwelt und Klima

Viele Menschen behaupten, dass Ernährung Privatsache sei und sie sich von niemanden vorschreiben lassen wollen, dass sie z.B. weniger Fleisch essen sollten. Die stark emotional geführte Debatte um einen "Veggieday" in Kantinen hat dies nur zu deutlich gezeigt. Doch das stimmt nur zum Teil.

Unser Konsum hat immer konkrete Folgen, in anderen Ländern der Welt und auch bei uns vor der Haustür. Das betrifft auch die Ernährung und vor allem ein übermäßiger Fleischkonsum. Wenn beispielsweise für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch 15.000 Liter Wasser verbraucht und 30 Kilogramm Kohlendioxid ausgestoßen wird, hat das Folgen für Gewässer und das Klima.

Außerdem werden viele unserer Lebensmittel direkt oder indirekt über Futtermittel importiert, was beispielsweise zu der absurden Situation führt, dass Soja aus Ländern in denen Mangelernährung herrscht nach Deutschland exportiert wird, um an unsere Tiere verfüttert zu werden.

Viele weitere Informationen zur globalen Fleischindustrie und Fleischkonsum finden sie im Fleischatlas, den der BUND mit herausgegeben hat.
Die Regionalausgabe des Fleischatlas für Rheinland-Pfalz können sie hier herunterladen.

Auch unsere BUNDjugend beschäftigt sich mit den Theman Ernährung und Konsum und hat schon mehrere Veranstaltungen zu diesem Thema organisiert.



Fleischatlas 2014

Massentierhaltung gefährdet menschliche Gesundheit

Putenfleisch aus Discountern mit Krankheitskeimen belastet. Risiken und Nebenwirkungen der industriellen Tierhaltung weiter inakzeptabel.


Berlin: Auf 88 Prozent der bei Discountern gekauften Putenfleisch-Proben hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) antibiotikaresistente Keime gefunden. Laboruntersuchungen der Fleisch-Stichproben von Aldi, Lidl, Netto, Penny und Real, eingekauft in bzw. um Berlin, Hamburg, Dresden, Leipzig, Hannover, Göttingen, München, Nürnberg, Frankfurt, Mannheim, Köln und Stuttgart, wiesen sowohl MRSA-Keime als auch ESBL-bildende Keime nach. Insgesamt wurden bundesweit knapp 60 Proben auf antibiotikaresistente Keime getestet. Mehr...

Intensive Landwirtschaft contra Artenvielfalt

Die intensive Landwirtschaft trägt maßgeblich zum Verlust der Artenvielfalt bei. Nicht nur die hohen Stickstoffeinträge durch Mineraldünger und Gülle, Monokulturen und Pestizide setzen der Artenvielfalt zu, auch zum Teil alte Kulturrassen und Pflanzensorten verschwinden durch die weltweite Intensivierung.

Massentierhaltung abschaffen!

Die industrielle Massentierhaltung trägt stark zur Nitratbelastung unsere Gewässer bei, da dort auf engstem Raum eine große Menge Gülle produziert wird. Außerdem sorgt sie für eine "Vermaisung" der Landschaft und ist auf Eiweißimporte, z.B. in Form von Soja angewiesen. Für den Sojaanbau werden in Südamerika artenreiche Regenwälder gerodet, um dort unter hohem Pestizideinsatz Gensoja anzubauen. 

 

Folgen des Artensterbens 

Wenn alte, an die örtlichen Begebenheiten angepassten Kulturrassen zugunsten weniger "Industrierassen" verschwinden, wenn aufgrund von Bienensterben weniger Obstbäume bestäubt werden und wenn es im Supermarkt immer nur die gleichen Gemüsesorten zu kaufen gibt, hat das konkrete Folgen für uns Alle. Deshalb muss es das Interesse aller sein, die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten, weniger tierische Produkte zu essen und die regionale, ökologische Landwirtschaft zu stärken. 

Der BUND setzt sich aktiv für eine ökologischere und sozialere Landwirtschaft, unter anderem bei den regelmäßigen "Wir haben es satt" Demonstrationen


Weiter Informationen zu Massentierhaltung und Agrarsubventionen finden sie in unserer Broschüre Agrarsubventionen umverteilen - Vielfalt fördern





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