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Bürgerinitiative gegen Glyphosat



Vor etwas mehr als einem halben Jahr haben wir Großes erreicht. Gemeinsam standen wir gegen Glyphosat. Gemeinsam haben wir die direkte Wiederzulassung dieses Pflanzengifts für weitere 15 Jahre verhindert. Am Ende wusste sich die EU-Kommission nicht anders zu helfen, als die Entscheidung um 18 Monate zu vertagen.

Aber 18 Monate werden schnell verstreichen. Dieses Jahr steht Glyphosat wieder auf der Tagesordnung. Wir haben uns mit mehr als 20 europäischen Umwelt-, Naturschutz- und Gesundheits-Organisationen zu einer Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat zusammengeschlossen, um uns gegen die Wiederzulassung zu stemmen. Wir wollen mindestens eine Million Unterschriften sammeln. Das wäre ein starkes Signal aus der ganzen EU dafür, dass die Zeit von Roundup und Co. sich dem Ende nähert.

Unterzeichnen sie die Petition hier und sagen sie es Freunden Bekannten und Familie.

Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat


Glyphosat ist der Wirkstoff eines Unkrautvernichtungsmittels. Zum Beispiel in "Roundup", dem europaweit am Meisten verkauften Pestizid, ist der Stoff enthalten. Flächendeckend und in großen Mengen wird Glyphosat in der Landwirtschaft eingesetzt.

Das Totalherbizid tötet alle Pflanzen auf den behandelten Flächen ab, sofern diese nicht durch einen gentechnischen Eingriff resistent gemacht wurden. Dadurch werden alle Ackerwildkräuter abgetötet, die jedoch wichtige Nahrungsgrundlagen und Lebensräume für Insekten und Vögel darstellen. Der Stoff wirkt systemisch - das bedeutet, dass die Pflanzen Glyphosat aufnehmen und der Stoff in dem Organismus bestehen bleibt. Weder durch Erhitzen, noch durch Einfrieren oder Abwaschen kann man den Stoff wieder loswerden. Die Rückstände bleiben etwa ein Jahr lang in Lebens- und Futtermitteln erhalten.

Glyphosat wird in der Landwirtschaft (Ackerbau, Wein- und Obstbau) eingesetzt. So werden 40 % der Deutschen Ackerfläche mindestens einmal im Jahr mit Glyphosat abgespitzt. Auch im privaten Bereich findet es als „Unkrautvernichter“ breite Anwendung.

Bei einer europaweiten Untersuchung des BUND zu Glyphosat-Rückständen im menschlichen Körper, konnten wir 2013 feststellen, dass 70 Prozent aller Urinproben aus Deutschland mit dem Stoff belastet waren. Darunter auch Proben von Großstädtern, die nach eigener Angabe nie selbst Glyphosat eingesetzt haben. Eine Untersuchung von Ökotest konnte nachweisen, dass Lebensmittel wie zum Beispiel Mehl oder Brötchen ebenfalls mit Glyphosat belastet sind.

Glyphosathaltige Herbizide können sich negativ auf die menschliche Gesundheit auswirken. Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation hat Glyphosat 2015 als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Auch das menschliche Hormonsystem wird durch den Stoff beeinflusst, wodurch auch schon geringe Dosen ein potentielles Gesundheitsrisiko darstellen. Dies kann irreversible Auswirkungen auf besondere Lebensabschnitte haben, etwa auf eine Schwangerschaft. Beschwichtigende Aussagen, dass geringe Mengen Glyphosat ja nicht gesundheitsschädlich wären, sind unseres Erachtens unzulässig. Welche Auswirkungen die ununterbrochene Aufnahme von Glyphosat auch in kleinen Mengen auf den menschlichen Organismus hat, kann nicht gesagt werden.

Die Risiken von Glyphosat für Mensch und Umwelt sind viel zu hoch, um den Stoff weiterhin zuzulassen. Rückstände in Lebens- und Futtermitteln müssen stärker überwacht werden.

Der Rückgang der Artenvielfalt, negative Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit, die Belastung von Wasser und nicht zuletzt die hohen gesundheitlichen Risiken für den Mensch sollten Grund genug sein, dieses Pflanzengift zu verbieten. Der BUND setzt sich deshalb für den Verbot des Pflanzengiftes ein.

Hintergrundpapier zum Einsatz von Glyphosat

 

Möchten Sie noch mehr über Glyphosat erfahren? Auf der Seite des BUND-Bundesverbandes erhalten Sie weitere Informationen.




Mach mit!; Her mit den Mäusen

Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat



Machen sie mit und unterschreiben sie die Petition!

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