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Quelle:pixelio by Juergen Huesmert

Deutschland und Rheinland-Pfalz trägt für den Erhalt des Rotmilans eine große Verantwortung!

Rotmilane gelten nach dem Bundesnaturschutzgesetz als streng geschützte Tierart und sind eine Vogelart der europäischen Vogelschutzrichtlinie. Der Rotmilan (Milvus milvus) ist die größte in Rheinland-Pfalz brütende Greifvogelart und gehört der Familie der Habichtartigen (Accipitridae) an. Die Verbreitungsschwerpunkte liegen in Westerwald, Hunsrück, Eifel und der Nord- bzw. Westpfalz. Derzeit leben etwa 500-700 Brutpaare in Rheinland-Pfalz. 

Steckbrief

- Körperlänge:61-73 cm (31-39 cm Schwanz)
- Spannweite: 150-175 cm
- langer, tief gegabelter rostroter Schwanz
- lange oft leicht gewinkelte Flügel
- helles Feld auf der Flügelunterseite
- dunkle Flügelspitzen
- Ober- und Unterseite rostbraun, Kopf hellgrau

Lebensweise

Rotmilane leben und jagen in einem festen Revier, das sie oft im niedrigen Suchflug (Segel- oder Gleitflug) durchstreifen. Sie jagen fast ausschließlich über Wiesen und Feldern, auch in der Nähe von Ortsrändern. Ihre bevorzugte Beute sind: Nager aber auch manche Insekten, kleinere Vögel, Reptilien und Amphibien.
Rotmilane gehören zu den Kurz- und Mittelstreckenziehern und überwintern vorwiegend auf der Iberischen Halbinsel in Spanien, Portugal und Frankreich.

Brutpaare finden sich jedes Jahr und bleiben sich eine Saison lang treu.
Die Balz findet im März statt, die Brut von März bis Mai. Sie bauen ihre Horste bevorzugt auf großen Laubbäumen wie Buchen oder Eichen, aber auch auf Nadelbäumen.

Rotmilane benötigen abwechslungsreiche Landschaften, da sie im Wald brüten und im Offenland Nahrung finden. Sie bewohnen offenlandgeprägte Landschaften mit Wiesen und angrenzenden altholzreichen Laubwäldern, außerdem die Bereiche von Fließ- und Stillgewässern und Hecken.

Gefährdung und Schutz

Der Rotmilan ist eine Verantwortungsart Deutschlands, da beinahe 60% seines Verbreitungsgebietes in Deutschland liegen. Laut dem §44 Absatz 2 des Bundesnaturschutzgesetzes ist es verboten diese streng geschützte Art während der Fortpflanzungs-, Aufzuchts-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderzeiten erheblich zu beeinflussen. Zudem besteht eine Vereinbarung zwischen Naturschutzverwaltung und Landesforsten, dass ab dem 1. März im Umfeld der Horste auf jegliche Nutzung verzichtet wird.

In den letzten Jahren ist der Rotmilan dennoch zunehmend gefährdet durch Forstwirtschaft, die seine Horstbäume gefährdet und Grünlandumbruch, durch den seine Nahrungshabitate verloren gehen. In letzter Zeit kommt noch der Ausbau der Windenergienutzung hinzu, die eine weitere Gefahr für diese Vögel darstellt.

Wir fordern zum Schutz des Rotmilans:

  • Eine professionelle Erfassung des Rotmilans, da beispielsweise Förster aufgrund der großen Reviere nicht jeden relevanten Baum kennen können und auf die genaue Kartierung der Horstbäume angewiesen sind
  • Artenschutzprojekt Rotmilan

Melden Sie uns ihre Rotmilansichtung unter:

www.woistmilan.de




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