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Der Europäische Wolf - eine heimische Tierart


© paukereks / pixelio.de


Wölfe wurden in Deutschland vor mehr als 100 Jahren vom Menschen ausgerottet – sie hatten ein ziemlich schlechtes "Image" und wurden für vieles verantwortlich gemacht. Wer kennt schließlich nicht den sprichwörtlichen „Bösen Wolf“ aus den Märchen. Seit dem 21. Jahrhundert breiten sich Wölfe in Deutschland wieder natürlich aus und werden nicht, wie beispielsweise der Luchs, vom Menschen wiederangesiedelt. Seit dem Jahr 2000 konnten sogar wieder Wolfswelpen nachgewiesen werden. Inzwischen geht man von ca. 80 bis 100 wildlebenden Tieren aus.

Der BUND setzt sich für den Schutz des Wolfes in Rheinland-Pfalz ein, damit er als heimische Tierart von der Bevölkerung, von Jägern und Tierhaltern akzeptiert wird.

Forderungen des BUND Rheinland-Pfalz:

  • Ausbau des Wolfsberaternetzes; bei regelmäßigen Wolfvorkommen muss dies professionalisiert werden.
  • Weite Bekanntmachung des Wolfsmanagementplanes und der Ansprechpartner des Landes
  • Breite Aufklärungsarbeit für die Bevölkerung und für Jäger und Schäfern, um Ängste und Vorurteile abzubauen.
  • Umgehende Änderung des Landesjagdrechtes und Verbot des Tötens vermeintlich wildernder Hunde. Das Erschießen von streng geschützen Tierarten, wie Wölfen darf nicht mit dem Töten eines wildernden Haustieres legalisiert werden.

Allgemeines:

Der Wolf ist ein Raubtier der nördlichen Erdhalbkugel und der Stammvater unserer Haushunde. Er war vor der Domestizierung von Herdentieren das am meisten verbreitete Landraubtier der nördlichen Hemisphäre. Ab dem 19. Jahrhundert hat der Mensch die Bestände stark dezimiert und in weiten Teilen ausgerottet. Mehr...

Schutz:

Wölfe sind in Deutschland streng geschützt. Grundlage hierfür bietet neben den Naturschutzgesetzen mit der Bundesartenschutzverordnung, die FFH-Richtlinie der EU,  das Washingtoner Artenschutzabkommen und die Berner Konvention.

Einzelne Bundesländer haben inzwischen Wolfsmanagementpläne oder Wolfsrichtlinien erlassen, um die Wiederbesiedelung durch den Wolf zu begleiten. Der BUND hatte sich intensiv in die Erarbeitung des Wolfmanagementplanes für Rheinland-Pfalöz eingebracht. Mehr...

Es gibt wieder Wölfe in Rheinland-Pfalz?!

Nachdem der Wolf vor über 100 Jahren in Rheinland-Pfalz vom Menschen ausgerottet worden war, gab es 2012 im Westerwald einen ersten Wolfsnachweis.Leider wurde das Tier kurze Zeit später illegal von einem Jäger erschossen. Erst wieder 2015 wurde im Pfälzerwald bei Ludwigswinkel ein Reh gerissen, wobei durch DNA-Spuren ein Wolf nordosteuropäischer Abstammung nachgewiesen werden konnte. Nur einige Monate später, im April 2016 wurden im Westerwald in einem Wildgehege 8 tote Damhirsche gefunden, wofür ebenfalls ein Wolf verantwortlich war, der vermutlich aus dem Landkreis Cuxhaven stammt. Die letzte Sichtung folgte im September 2016 von einem Jäger bei Neustadt (Wied), wenige Tage später wurden bei Neuwied mehrere Schafe von einem Wolf erlegt.

Schafe oder Ziegen gehören nicht zur Hauptbeute der Wölfe. Solche Nutztierrisse kommen aber immer wieder vor und sind für den Tierhalter eine große Belastung. Um diese zu reduzieren, hatte das Land gemeinsam mit verschiedenen Verbänden, u.a. Landesjagdverband, Ziegen- und Schafhalter und dem BUND den "Wolfsmanagementplan" erarbeitet. Nutztierhalter werden bei Wolfsrissen entschädigt und Präventionsmaßnahmen ergriffen, so dass sich der Wolf nicht an die Jagd von Nutztieren gewöhnt.

 

 

Managementplan für den Umgang mit Wölfen

Dort finden sich Handlungsabläufe und Ansprechpartner bei WOlfsbeobachtungen oder im Konflikt- oder Schadensfall. Werden Spuren entdeckt, Wildtierrisse oder ein Wolf direkt gesichtet, können die Maßnahmen, die im Plan aufgestellt sind, ergriffen werden.

Für Nutztierhalter werden explizite Präventionsmaßnahmen zum Schutz der Nutztiere festgehalten, sowie auf Schutzmaßnahmen hingewiesen. Weitere Infos und Adressen sind dem Managementplan zu entnehmen:

Managementplan für den Umgang mit Wölfen in Rheinland-Pfalz - PDF (2,12 MB)

Bei Hinweisen, Spuren oder beim Kontakt mit Wölfen steht eine Hotline des Landes zur Verfügung. Bitte nutzen Sie diese! Dort wird die Rückkehr des Wolfes dokumentiert und passende Maßnahmen getroffen, die zur Akzeptanz dieses faszinierenden Tieres beitragen: 

Tel: 06306-911199

Weitere Informationen und Telefonnummern zum Monitoring der Wölfe in Rheinland-Pfalz sind hier zusammengestellt:

Großkarnivoren-Monitoring in Rheinland-Pfalz - PDF (1,15 MB)

 

Presse zu dem tragischen Abschuss des Wolfes im Westerwald im April 2012:

BUND begrüßt Urteil zum Wolfsabschuss

BUND hat kein Verständnis für Taktieren des vermeintlichen Wolfsschützen

BUND hofft auf empfindliche Strafe für Wolfsschütze

Wolfstötung muss auf jeden Fall strafrechtliche Folgen haben





Mach mit!; Her mit den Mäusen

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