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Internationales Übereinkommen über die biologische Vielfalt

Zur Rettung der Vielfalt des Lebens wurde bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity - CBD) geschlossen. Der Vertrag hat drei übergeordnete Ziele:

- die Erhaltung biologischer Vielfalt,

- eine nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile und

- die gerechte Aufteilung der Vorteile aus der Nutzung genetischer Ressourcen.


2010 - Ziel „Stop des Artensterbens“ ("Stop the loss") nicht erreicht!

Im Jahr 2001 setzte sich die EU das Ziel bis 2010 die gegenwärtige Rate des Verlustes an biologischer Vielfalt signifikant zu reduzieren. Dieses Ziel wurde im Umsetzungsplan des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung (WSSD) 2002 in Johannesburg bestätigt. Dieses Ziel wurde nicht erreicht!


Nach dem Scheitern des Ziels das Artensterben bis 2010 zu stoppen, hat die EU im März 2010 die Zielsetzung der EU-Biodiversitätspolitik festgelegt. Darin sind Ziele für die biologische Vielfalt in der EU für die Jahre 2020 und 2050 definiert.

Im Unterschied zum bisherigen Ziel für 2010 berücksichtigt die neue EU-interne Zielsetzung neben dem Schutz der biologischen Vielfalt auch explizit die Bedeutung der Ökosystemdienstleistungen und den Aspekt der Wiederherstellung.

Bis 2020 soll sich die EU nun dafür einsetzen, den weltweiten Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen.

Die Vielfalt der Natur bewahren - Biodiversitätsstrategie für Rheinland-Pfalz

Jahrelang hat sich der BUND Rheinland-Pfalz für die Erstellung einer Landesstrategie zur Erhaltung der Biodiversität eingesetzt. 2015 wurde dies nun endlich umgesetzt.

Es war uns möglich, uns intensiv in die Planungen einzubringen. Dennoch sind wir mit der endgültigen Version leider nicht vollends zufrieden.

Unter anderem negativ aufgefallen ist uns im Kapitel 3 "Forstwirtschaft" unter "3.1 Naturnaher Waldbau" das Handlungsziel "Der Anbau standortangepasster, aber gebietsfemder Arten wird im Staatswald in die natürliche Walddynamik eingebettet." Dieses lehnen wir strikt ab, da es suggeriert, dass im Staatswald Neophyten eingebracht werden müssten.
Das Ziel, die tägliche Flächenneuinanspruchnahme auf unter einen Hektar im Jahresmittel zu stabilisieren in Kapitel 6 "Siedlung und Fläche" unter "6.1 Flächensparen", ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch sollte es das langfristige Ziel sein, den Flächenverbrauch soweit zu reduzieren, dass er „Netto-Null“ beträgt.

Hier können Sie die Landesstrategie herunterladen.

Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt

Die Bundesregierung hat am 7. November 2007 die unter Federführung des Bundesumweltministeriums erarbeitete Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt beschlossen.

 

Damit liegt in Deutschland erstmals eine umfassende und anspruchsvolle Strategie zur Umsetzung des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt vor, die rund 330 Ziele und rund 430 Maßnahmen zu allen biodiversitätsrelevanten Themen enthält.

 

Die Position des BUND zur nationalen Biodiversitätsstrategie finden sie hier


Für Rheinland-Pfalz fordert der BUND von der Landesregierung die Erstellung einer "Biodiversitätsstrategie für das Land Rheinland-Pfalz" auf Grundlage der nationalen Biodiversitätsstrategie. Gemeinsam mit anderen Naturschutzverbände formulierte der BUND im Sommer 2008 Ziele und Lösungsansätze für eine derartige Strategie [mehr]

Biodiversitätsstrategie für das Land Rheinland-Pfalz

Auf Grundlage der nationalen Biodiversitätsstrategie fordert der BUND von der Landesregierung die Erstellung einer "Biodiversitätsstrategie für das Land Rheinland-Pfalz". Gemeinsam mit anderen Naturschutzverbände formulierte der BUND im Sommer 2008 Ziele und Lösungsansätze für eine derartige Strategie und übermittelte die Vorschläge der Umweltministerin. In dem Diskussionsvorschlag werden für die einzelnen Handlungsfelder Ziele, Situationsbeschreibungen und Maßnahmenempfehlungen formuliert. Seither stehen das Umweltministerium und die Naturschutzverbände im Dialog.

Presseerklärung

Positionspapier zur Biodiversität in Rheinland-Pfalz von GNOR, NABU und BUND (pdf)

Gemeinsame Vereinbarung

Am 17. Dezember 2008 unterzeichnete der BUND gemeinsam mit anderen Naturschutzverbänden, Landnutzerverbänden und Umweltministerin Conrad eine Vereinbarung zur Biodiversität. Alle Beteiligten verpflichten sich darin, ihren Beitrag zum Erhalt der Biodiversität zu leisten. Die Vereinbarung unterstreicht den Willen, die Biodiversität, ihre Erhaltung und Entwicklung als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe voranzutreiben. Als die wichtigsten Handlungsfelder werden dabei herausgestellt:

  • Schaffung und Erhaltung von ausreichend großen unzerschnittenen Räumen und von Biotopverbünden
  • Etablierung eines ökologischen Flächenmanagements zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme Naturschutz durch naturschutzgerechte Nutzung - als dauerhafte Aufgabe begreifen und die Belange von Natur und Artenvielfalt in die Bewirtschaftung integrieren, sowohl in Forst- wie in Landwirtschaft

Vereinbarung zwischen dem Umweltministerium, den Naturschutzverbänden und Landnutzern zur Erhaltung der Biodiversität in Rheinland-Pfalz (pdf)




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