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Das Moor „Dreiherrige Stein“ bei Weißenseifen (BUND Bitburg- Prüm)


Moore sind Anhäufungen von Pflanzenresten, die durch Sauerstoffmangel in Nässegebieten nur unvollständig zersetzt  sind. Sie bauen sich aus unterschiedlichen Torfschichten auf. In stark genutzten Landschaften finden Tiere und Pflanzen hier ein Refugium. Viele Moorlandschaften werden von Touristen besucht: sie haben eine emotionale und landschaftsästhetische Wirkung.



Rundblättriger Sonnentau - Foto: Astrid Walerius

Moore gehören zu den am stärksten gefährdeten Ökosystemen. Unter den verschiedenen Bedrohungen kann man besonders unterscheiden:

- Die Urbarmachung der Moorflächen, wodurch sie geschädigt oder zerstört werden.

- Stoffeinträgen aus der Atmosphäre: Nährstoffeinträge, vor allem Stickstoffeinträge, die zu einer Veränderung der Vegetationsdecke führen.



Seit nun etwas mehr als 100 Jahren werden Moore durch Renaturierung, Regeneration und Rekultivierung geschützt. Diese Maßnahmen ermöglichen nur, Störeinflüsse zu verringern und der Zustand des jeweiligen Biotops zu verbessern. Die Lebensräume können leider nicht mehr ihren ungestörten Zustand wiedergewinnen.


Blick auf das Moor- Foto: Astrid Walerius


Das Moor „Dreiherrige Stein“ liegt südwestlich des kleinen Örtchens Weißenseifen und gehört zum FFH-Gebiet „Moore bei Weißenseifen“.


Die Fläche wird von einem Nadelwaldgürtel, hauptsächlich aus Fichten bestehend umgeben.

 


Im Jahre 2006/2007 wurde die erste Pflege unter dem BUND Bitburg- Prüm durchgeführt. Der Jungwuchs von Kiefern und Fichten sowie zehn Jahre alte Birken, Weiden und in das Gebiet drängende Gebüsche wurden  entfernt. Seit dieser Zeit wird die Fläche jährlich durch Entbuschungen und das Entfernen jungen Nadelholzaufwuches gepflegt.

Text: Astrid Walerius, Marine Suchet



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