Sie befinden sich hier:

Orchideen in alten Weinbergen (Guldental)

Im 19. und 20. Jahrhundert setzte ein Rückgang im Weinbau ein. Viele der Weinbergsflächen wurden anderweitig bewirtschaftet, andere wurden aufgegeben. Durch die ausbleibende Bearbeitung dieser Brachflächen siedelte es sich eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt mit vielen verschiedenen Orchideenarten und einigen Saumpflanzen, beispielsweise der Stinkenden Nieswurz oder dem Kamm-Wachtelweizen, an.

Nordöstlich von Guldental in einem Weinbergsgebiet gelegen, befindet sich die Pflegefläche der BUND-Ortsgruppe Guldental. Es handelt sich um eine Weinbergsbrache die seit mehr als 10 Jahren brach liegt.



Blick von oben auf die Brache - Foto: Astrid Walerius


Fransen-Enzian

Die BUND-Gruppe pflegt die Fläche regelmäßig im Herbst durch Mähen mit einem Freischneider. Im  Jahr 2007 wurde jedoch eine frühere Mahd im Juli ausgewählt, um Gehölze stärker zurückzudrängen: Inzufolge dessen  konnte erstmals der Fransen-Enzian (Gentianella ciliata) beobachtet werden, zu dem ein einzelnes Exemplar des Purpur-Knabenkrautes (Orchis purpurea).



Blick auf die blühende Fläche- Foto: Astrid Walerius

Aufgrund der Entwicklung von zahlreichen und zum Teil auch seltenen Pflanzen werden auch südlich der Pflegefläche eine kleine Weinbergsbrachenfläche und nördlich eine Fläche  hinter dem Fichtenstreifen von BUND- Guldental gepflegt.


BUND-Aktive sind stolz auf das Helm-Knabe-Kraut - Foto: BUND


Auf allen drei Flächen sind etwa die Kalk-Aster (Aster amellus), das Große Schillergras (Koeleria pyramidata) und der Purgier-Lein (Linum catharticum) zu sehen.



Kalk-Aster - Foto: Astrid Walerius

Text: Astrid Walerius, Marine Suchet



Metanavigation: