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Orchideenrasen bei Trier

Die Pflegeflächen der BUND Kreisgruppe Trier-Saarburg liegen überwiegend im Bereich von orchideenreichen Kalkhalbtrockenrasen.

 

Fläche im NSG „Perfeist bei Wasserliesch“

 



Eingang zum NSG Perfeist - Foto: Astrid Walerius


Orchis Purpurea- Foto: BUND


Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft heimischer Orchideen (AHO) kommen etwa 30 Orchideenarten vor, wie das Helm- Knabenkraut (Orchis militaris), das Männliche Knabenkraut (Orchis mascula), das Purpur- Knabenkraut (Orchis purpurea) die Bienen- Ragwurz (Ophrys Apifera), die Fliegen- Ragwurz (Ophrys insectifera) und die Bocks- Riemenzunge (Himantoglossum hircinum).

Aufgrund fehlender Beweidung und Mahd drängen viele Gehölze wie Schlehen; in die Fläche herein und drohen sie zu beschatten, was sich nachteilig auf die Orchideen und andere schutzwürdige Pflanzen auswirkt.


Bocks-Riemenzunge- Foto: Toni Fromm


Die BUND Kreisgruppe Trier- Saarburg pflegt einen Teil der Orchideenwiese schon seit der Ausweisung des Naturschutzgebietes im Jahre 1986. Die gesamte Pflegefläche ist  in Teilstücke eingeteilt, die dann im Jahresrhythmus entbuscht und gemäht werden. Das Mahdgut wird an den Rand gelegt und später abtransportiert. Zusätzlich wird die Fläche durch eine Schafbeweidung gepflegt. Diese findet im August/September statt, nachdem die Orchideen geblüht haben.

Fläche im NSG „Rechberg bei Olk“

Innerhalb des Naturschutzgebietes „Rechberg bei Olk“ liegt eine weitere Pflegefläche der BUND Kreisgruppe Trier- Saarburg. Das NSG befindet sich etwa 10 km nordwestlich der Stadt Trier, ist ungefähr 46 Hektar groß und ist Teil des Bitburger Gutlandes .

Auf der Magerrasen siedeln Orchideen wie die Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera), das Männliche Knabenkraut (Orchis mascula), das Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea) und Müllers Stendelwurz (Epipactis muelleri). Zusätzlich zeichnet sich das Gebiet durch wervolle Wälder aus: der Orchideen-Buchenwald, der Eichen- Elsbeerenwaldes und der Ahorn- Eschen- Schluchtwald sind allesamt selten und geschützt.



Franck Huckert ist stolz auf die Erfolge der jahrlangen Pflegearbeit Foto: BUND

Die BUND-Gruppe pflegt die Fläche innerhalb des NSG seit 1993. Um der Verbuschung entgegenzuwirken, wird die Fläche jährlich gemäht. Seit 1991 wird die Fläche im westlichen Teil mit Schafen beweidet.


Wehrborn bei Aach

Diese Pflegefläche des BUND Trier- Saarburg ist etwa 1 Hektar groß und befindet sich nordwestlich der Stadt Trier und gehört wie die zuletzt beschriebene Fläche „NSG Rechberg bei Olk“ zum Bitburger Gutland .

Eine Vielzahl von unterschiedlichen Biotopen sind innerhalb des Gebietes vorhanden: der Kalk-Halbtrockenrasen, die lückigen Bereiche mit Pioniercharakter auf Erdhalden und der ehemalige Steinbruch sowie dessen Felswände, thermophile Gebüsche, Buchenmischwälder, Nadelforsten und eine eingefasste Quelle am südlichen Rand.



Pflegeteam bei der Wohlverdienten Pause - Foto: BUND

Die Gruppe pflegt die Fläche seit 1991. Der Hauptteil der Maßnahmen bezieht sich auf das Offenhalten der Fläche durch Mähen. Seit 1990 wird die Fläche ebenfalls in unregelmäßigen Rhythmus, nicht jedes Jahr, beweidet.

Eine Besonderheit auf der Fläche sind die vereinzelt und zum Teil auch in Gruppen stehenden Wachholdergebüsche. Sie sollen erhalten bleiben und nur bei einer zu starker Ausbreitung zurückgeschnitten werden, weil sie für viele Vögel einen wichtigen Lebensraum darstellen.


Wünschenswert wäre, wenn das Gebiet, auf dem schwerpunktmäßig Kalk-Halbtrockenrasen ausgebildet sind, als ein Naturschutzgebiet ausgewiesen würde.

Text: Astrid Walerius, Marine Suchet



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