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Stromtalwiese bei Speyer


Die BUND-Liegenschaft „Neuwiese Römerberg“ bietet die Gelegenheit, eine abwechslungsreiche Landschaft mit allerhand Pflanzenarten und den dazugehörigen Tierarten zu entdecken. Diese „grüne Insel“ beherbergt viele seltene Arten.

Die Stromtalwiese wird durch starke Wasserschwankung geprägt, so dass man hier sowohl Feuchte-, Frische- als auch Trockenheit-zeigende Pflanzen vorfinden kann.


Die Lebensräume sind sehr mannigfaltig und dienen sowohl als Laichgebiet für Amphibien sowie Nahrungsbiotop und Rastbiotop für Vögel und Insekten.

Stromtalwiesen sind stark gefährdete Biotope. Die Fläche in Römerberg beherbergt alleine sechs gefährdete Pflanzenarten der Roten Liste Rheinland-Pfalz. Zu ihnen zählen der Weidenblättrige Alant, die Sibirische Schwertlilie der Arznei-Haarstrang, das Sumpf-Greiskraut, die Echte Färberscharte und der Kantenlauch.


Weidenblätriger Alant


Echte Färberscharte


Kantenlauch


Die BUND-Kreisgruppe Speyer betreibt aktiv Arten- und Biotopschutz durch Flächenankauf oder Pacht. Der Schutz der Stromtalwiesen wie auch anderer Biotope wird so sichergestellt.

Zur Erhaltung und Optimierung des Lebensraums kooperiert der BUND bei der Pflege der Kulturlandschaftsbiotope mit Landwirten und trifft entsprechende Bewirtschaftungsvereinbarungen.

Dies bedeutet in der Praxis eine Pflege des Biotops durch Nachahmen der Nutzungsformen, die zu seiner Entwicklung führten. So wird je nach Hochwasserverhältnissen, die den Wasserstand in den Druckwassertümpeln der Wiese bestimmen, entweder sehr früh, schon Mitte Mai, oder spät im September geheut. Zudem muss auf Düngung unbedingt verzichtet werden, da nur unter vergleichsweise nährstoffarmen Bedingungen die seltenen Arten erhalten bleiben können.



Fotos: Simone Schneider



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