BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


BUND-Sommerexkursionen 2018: Unterwegs im Spannungsfeld zwischen Biodiversität und Landwirtschaft

Die diesjährigen BUND-Exkursionen führen uns an 3 Juni-Wochenenden durch typische, von Landwirtschaft und Weinbau geprägte Landschaften in der Region Trier. Der Fokus liegt auf positiven Ansätzen zum Erhalt der biologischen Vielfalt – ohne die Agrarpolitik aus den Augen zu verlieren.

Schafe als Biodiversitätstaxis in der Südeifel


Obwohl sie unschätzbare Leistungen erbringen für den Erhalt des mageren, artenreichen Grünlands, kämpfen Wanderschäfer selbst ums Überleben. Auf der 2-tägigen Tour begleiten wir den Berufsschäfer Günther Czerkus mit seiner Herde bei der Landschaftspflege. Die Exkursion startet in Ferschweiler (Südeifel) und führt durch zahlreiche Biotope, Naturschutz- und FFH-Gebiete nach Echternacherbrück. Sie führt uns aber auch durch die schwierige Situation der Berufsschäfer als Folge der  Agrarpolitik, der Flächenversiegelungen und der intensiven Landwirtschaft.

 

09.-10.06.       

(ENTFÄLLT wegen Unwetterwarnung)

Neue Heimat für Schmetterlinge, Wildbienen, Eidechsen und alte Gemüsesorten (16.-17. 06. 18)


Foto: S. Lütt

Schwerpunkt dieser Exkursion sind gezielte Initiativen zum Erhalt der Biodiversität: Von der Schaffung eines Naturschutzgebiets zum Erhalt artenreicher Grünlandbiotope über den Gemüseanbau zum Erhalt der Sortenvielfalt alter Nutzpflanzen bis hin zur Schaffung neuer Lebensräume für bedrohte Arten in den Weinbergen.

Auf dem ersten Teil der Exkursion (16.06.) führt uns der Schmetterlingsliebhaber Wolfgang Düring durch die Wiesen rund um die Burg Baldenau. Nach einer Einkehr im „Bauerncafé“ geht es dann über eine Traumschleifenetappe durchs Dhrontal nach Hunolstein zur „Regenbogenschmiede“, wo Sabine Lütt und Matthias Lilienmond u.a. Saatgut alter Gemüsesorten und eigene Wildkräutertees erzeugen.


Am Sonntag (17.06.) stellt uns Sibylle von Schuchmann-Karp neu geschaffene Weinberg-Biotope vor: Den Habitatverbund Mandelgraben und die Felsengärten (beides Projekte des Weinguts Karp-Schreiber) sowie die ausgezeichneten UN-Dekadenprojekte „Vielfalt durch Steillagenweinbau “ und „Lebendige Moselweinberge“. 


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Was können Biolandwirtschaft, Ökoweinbau und Vertragsnaturschutz zur Artenvielfalt beitragen? (23.-24.-25.06.18)


Foto: M.Eiden-Steinhoff

Schwerpunkt sind die Wirkungen unterschiedlicher Formen der „Bio“-Landnutzung auf die biologische Vielfalt: Vom Beitrag, den Vertragsnaturschutzprogramme zum Erhalt des artenreichen Grünlands beitragen können, über die Artenvielfalt im Ökoweinbau bis hin zum Demeter-Hof mit konsequenter Kreislaufwirtschaft.

Mit einer Aussucht über die Moselschleife bei Trittenheim starten wir durch einen warmliebenden Hangwald zu blütenreichen Wiesen, Mutterkühe, Pferde, Vertragsnaturschutz und viele Idealismus helfen beim Erhalt der artenreichen Wiesen an Mosel und Dhronhangen. Auf den von Familie Bergerbewirtschafteten Wiesen von Hof Kron, einem der Sieger des BUND-Wiesenwettbewerbs 2013, wurden über 90 Pflanzenarten festgestellt. Über die Kleine Dhron und an einem Mittelsgebirgsbach geht's dann zu Orchideen- und Streuobstwiesen bei Heidenburg.

Die Sonntagsexkursion (24.05.) verläuft durch die Weinberge von Bekond auf der anderen Moselseite. Hier betreibt Familie Kuhnen Bioweinbau u.a. mit Wildkräutern, Ökopfad und Weinbergsziegen.

Am Montag (25.06.) geht es dann von Salmrohr aus durch abwechslungsreiche Landschaften zum Naturschutzgebiet Mesenberg, das uns Birger Führ nahebringt. Anschließend führt uns Paul Brandsma über den Demeterhof Breit mit Tierhaltung, eigener Käserei, Gemüseanbau und konsequenter Kreislaufwirtschaft. Danach haben wir Gelegenheit, den gemeinschaftlichen Sortengarten kennen zu lernen, in dem Ehrenamtliche zum Erhalt alten Saatguts beitragen.

    

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Quelle: http://www.bund-rlp.de/themen_projekte/umweltbildung_naturerlebnis/sommerexkursionen_2018/