Sie befinden sich hier:

Bahnlärmproblem bis 2016 lösbar

Streckenneubau ist Ablenkungsmanöver

Der BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. ist sich sicher: Im Rheintal könnte bald Ruhe einkehren, wenn die Bahn endlich die lauten Güterwaggons umrüsten würde. Die Technik ist vorhanden und mit vertretbarem Finanzaufwand einsetzbar. Mehr...

Bahnlärm im Mittelrheintal

Das Mittelrheintal mit seiner imposanten Landschaft sowie seinen historischen Baudenkmälern ist eine der schönsten Kulturlandschaften Deutschlands, von der UNESCO als Welterbe ausgewiesen.

Doch die einzigartige Kulisse wird durch verschiedene Lärmquellen schwerwiegend beeinträchtigt. Mehr als 500 Züge rattern täglich mit einem Lärmpegel bis zu 108 Dezibel durch das Rheintal und mitten durch die Städte und Gemeinden. Dies ist mit eine Ursache dafür, dass die Einwohnerzahlen der Orte schrumpfen. Auch Hotellerie und Gastronomie sind im erheblichen Maße vom Bahnlärm betroffen.

Lärm macht krank und das schon bei weit geringeren Lärmpegeln. Der betroffene Mensch kann das auch nicht beeinflussen. Der Körper kennt keine Gewöhnung an Lärm. Das Ohr schläft nie.

Trotz der programmatischen Festlegung des BUND, Verkehr in stärkerem Maße auf die Bahn zu verlagern, hat der BUND Rheinland-Pfalz großes Verständnis für die Feststellung vieler Bürger, dass es so nicht weitergehen kann. Als langfristige Lösung ist der Güterverkehr aus dem Mittelrheintal heraus zu verlagern. Der BUND bedauert ausdrücklich, dass seinerzeit beim Bau der ICE-Neubaustrecke die Chance versäumt wurde, eine Alternativstrecke für den Güterverkehr zu schaffen. Trotz dieser langfristig zu führenden Debatte müssen kurzfristig realisierbare Forderungen zum aktiven Lärmschutz im Vordergrund stehen. Da sind vor allem zu nennen das Verbot von Dieselloks und Geschwindigkeitsbeschränkungen, die Limitierung der Anzahl der Züge sowie Einschränkungen des Bahnverkehrs während der Nachstunden sowie an Sonn- und Feiertagen. Als mittelfristig realisierbare Forderung werden vom BUND genannt: massive Neuanschaffung von lärmarmen Waggons, mindestens jedoch der Einbau von neuen Rädern, Achsen und Kunststoffbremsen sowie der Einbau von Dämpfungsmaterial in das Gleisbett.

Die Bahn setzt dagegen sehr stark auf passiven Lärmschutz durch den Bau von Lärmschutzwänden. Doch in einem derart empfindlichen Landschaftsraum müssen Folgewirkungen solche Maßnahmen sehr sorgfältig geprüft werden. Das 10-Punkte-Programm „Leises Rheintal“ der Umwelt- und Verkehrsminister von Rheinland-Pfalz und Hessen gibt leider keine Informationen über die konkret geplanten Baumaßnahmen im Mittelrheintal im Rahmen des Innovationsprogramms der Bundesregierung.

Daher unterbreitet der BUND Rheinland-Pfalz der Deutschen Bahn AG folgenden Fragenkatalog zur Prüfung der Landschaftsverträglichkeit von Lärmschutzmaßnahmen.

Laden Sie den Fragenkatalog hier herunter.

Sie können Bilder von dem Bahnlärm hier als PDF herunterladen...

PDF hier herunterladen

PDF hier herunterladen

PDF hier herunterladen

PDF hier herunterladen

 




Mach mit!; Her mit den Mäusen

Ihre Spende hilft.

Suche

Metanavigation: