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Großflugplatz im Naturschutzgebiet

Ausbau des Militärflugplatzes Ramstein zerstört wertvolle Biotope

Der militärische Teil des Frankfurter Flughafens soll aufgegeben und die Nutzung künftig nach Spangdahlem und Ramstein verlagert werden. An beiden Orten regt sich nun großer Widerstand wegen künftig hoher zusätzlicher Belastungen durch Lärm und Luftschadstoffe.

In Ramstein wird eine vollständig neue Start- und Landebahn entstehen und die vorhandene Bahn verlängert werden. Da der Flugplatz mitten in der wegen seiner Feuchtgebiete sehr ökologisch sehr bedeutenden Westpfälzischen Moorniederung liegt, ist der Ausbau mit ungeheuer großen Biotopzerstörungen verbunden. Auf insgesamt 300 Hektar Fläche sollen – großteils im Naturschutzgebiet gelegen – Lebensräume durch Neuversiegelung, Erdbewegungen und Waldrodungen zerstört werden. Der BUND beanstandete, dass die Auswirkungen von Gewässerverlegungen, Drainagen, der Unterbrechung von Biotopverbundstrukturen, der Vergrämung von Vögeln (zur Vermeidung von Kollisionen mit Flugzeugen) und des vorzeitigen Einschlags von Wäldern (zur Herstellung der Hindernisfreiheit) im Verfahren völlig unzureichend geprüft wurden.

Am 1. September 2003 hat nun der BUND Rheinland-Pfalz in einem Eilverfahren bei dem Verwaltungsgericht Neustadt / Weinstraße, den sofortigen Baustop beantragt. Besonders empört zeigte sich unser Verband darüber, dass mit den Bauarbeiten im Naturschutzgebiet „Östliche Pfälzer Moorniederung“ begonnen wurde, ohne dass ein Befreiungsverfahren durchgeführt wurde. Der Antrag wurde mittlerweile aus rein formalen Gründen abgewiesen, dem Verband fehle die Antragsbefugnis. Naturschutzverbände müssen bei derartigen militärischen Projekten nicht beteiligt werden, so das Gericht. Außerdem wären in der Rechtsverordnung des Naturschutzgebietes alle Baumaßnahmen für den Flugplatz großzügig freigestellt.

Der BUND konnte sich nicht damit abfinden, dass der Verband beim Bau einer Gartenhütte im Naturschutzgesetz größere Beteiligungsrechte hat als beim Bau eines Großflugplatzes und legte beim OVG Koblenz Beschwerde ein. Die mündliche Verhandlung von am 17. Februar 2004 statt. Mit Spannung wird nun der Beschluss des Gerichtes erwartet.

weitere Informationen auf der Homepage der BUND-Kreisgruppe Kaiserslautern:
www.bund.net/kaiserslautern/




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