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BUND unterstützt online-Petition

Baustopp für die B 50 neu/Hochmoselübergang (zur Pressemitteilung)

zur online-Petition auf hochmosel.de

zum BUND online-Appell

Die Bürgerinitiative Pro Mosel, der Verkehrsclub Deutschland und der BUND richten gemeinsam ein Podiumsdiskussion mit Verkehrsexperten aus zu der Frage „Behindern oder fördern Großprojekte unsere zukünftige Mobilität?“ Die Veranstaltung findet statt am 11. März 2011, 16-18 Uhr im Bürgerhaus Mainz-Hechtsheim. Mehr...

Hochmoselübergang stoppen!




 

Schlaglöcher oder Prestigebauwerke?

Das Land Rheinland-Pfalz beabsichtigt, mindestens 330 Millionen für den umweltzerstörenden und verkehrstechnisch unnötigen Hochmoselübergang (B50n) in Beton zu gießen. Der größte Teil dieses Geldes stammt aus der Bundeskasse, ein Teil aus dem Landeshaushalt. Doch dieses Geld kann nur einmal ausgegeben werden und steht für andere, dringendere Projekte nicht zur Verfügung. Das Land riskiert, dass in den nächsten Jahren wichtige Erhaltungsmaßnahmen an Brücken und Straßen nicht mehr getätigt werden können.

weitere Informationen

Appell an Landespolitiker

In einem offenen Brief haben sich die Bürgerinitiative „Pro Mosel“, die Hauptpetentin sowie der BUND an Spitzenpolitiker im Land gewendet und bitten um Gespräche an einem Runden Tisch.

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Öffentliche Petition an den Bundestag gegen den Wahnsinn der Hochmoselbrücke ist ein voller Erfolg!

Die Petition gegen den Bau des Hochmoselübergangs (B 50neu) war als öffentliche Petition angenommen worden und war bereits Mitte Mai 2010 mit über 11.000 Mitzeichnern ein riesiger Erfolg. Beteiligt haben sich neben vielen Rheinland-Pfälzern auch Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch aus dem Ausland (Niederlande, Belgien, Großbritannien, USA, China). Neben den gut 5158 Mitzeichnungen im Netz (war bis 13. Mai möglich) gab es bisher weit mehr als 5900 offline-Unterschriften! Der BUND war mit gut 700 dabei und eine Gruppe aus Kalifornien hat mit über 100 Unterschriften eine eigene Petition im dortigen deutschen Konsulat überreicht. Außerdem kommen im Petitionsbüro ständig weitere Listen und Einzelunterschriften rein.

Im Übrigen kann weiter offline gesammelt werden. Jede/r kann weiterhin - bis der Petitionsausschuss tagt - Unterschriftenlisten einreichen, entweder an:

Pro-Mosel, c/o Georg Laska, Im Kordel 5, 54539 Ürzig oder direkt an den Bundestag, folgende Anschrift: Deutscher Bundestag - Petitionsausschuss - 11011 Berlin

Die Angabe, dass man gegen den Hochmoselübergang ist, vollständiger Name, vollständige Anschrift und Unterschrift dürfen nicht fehlen. Unterschriftenlisten gibt es jetzt unter http://www.petition.pro-mosel.de zum Ausdrucken. Wann der Petitionsausschuss in der Sache tagt, kann zur Zeit nicht vorhergesagt werden. Einiges spricht für den Herbst 2010.

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die mit ihrer Beteiligung an der Petition unser Engagement gegen die Hochmoselbrücke unterstützen!

Die Petition mit den Namen und Kommentaren der Unterzeichner/innen wurde bereits an die Minister Dr. Ramsauer und Dr. Schäuble weiter gegeben.

Mittlerweile hat der Bundestagsverkehrsausschuss den Protestbrief an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags weitergeleitet. Er wird dort gemeinsam mit der aktuell laufenden Petition der Bürgerinitiative (siehe hier...) behandelt. Am Mittwoch, 21.04.2010, beschäftigte sich die SWR-Diskussionsrunde „REISS&Leute“ mit dem Thema (zum Video). Auch auf der FAZ-Homepage läuft ein Video zum Projekt (zum Video).

Unten finden Sie den Wortlaut der Petition.

Übergabe der Petition an Verkehrsausschuss

Die stellvertretende BUND-Landesvorsitzende Heidelind Weidemann hat am 26.02.2010 in Begleitung von Jutta Blatzheim-Roegler von der Bürgerinitiative „AG Eifel-Mosel-Hunsrück in Bewegung“ und MdB Ulrike Höfken die Protestbriefe an MdB Winfried Hermann übergeben. Hermann ist Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestags.



v.l.n.r Heidelind Weidemann, Ulrike Höfken, Winfried Hermann und Jutta Blatzheim-Roegler

Worum es geht

Das Moseltal ist eine der schönsten Regionen Deutschlands. An den Hanglagen über dem Fluss wächst seit Jahrtausenden hervorragender Wein. Die Hänge und angrenzenden Höhenzüge sind ein wichtiger Lebensraum für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt.
Durch den geplanten Hochmoselübergang wird diese Landschaft unwiederbringlich zerstört. Deswegen hat der BUND eine Petition gestartet, um die Umsetzung des Projekts zu verhindern.

An den Verkehrs- und den Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland

Sehr geehrter Herr Minister Dr. Ramsauer, sehr geehrter Dr. Schäuble,

der Bau des Hochmoselübergangs muss gestoppt werden, um verheerende Schäden an Mensch und Umwelt zu vermeiden. Bitte sorgen Sie dafür, dass keine weiteren Gelder für den Bau dieser Straße zur Verfügung gestellt werden.

Im Rahmen des Vorhabens  „B50 neu mit Hochmoselübergang“ soll die BAB A60 bei Wittlich mit der Hunsrückhöhenstraße B327 verbunden werden. Kernstück der Arbeiten ist die Querung des Moseltals durch eine 168 m hohe und 1.700 m lange Brücke. Veranschlagt sind bereits jetzt 270 Millionen Euro, von denen 250 Millionen aus dem Bundeshaushalt übernommen werden sollen. Eine erhebliche Verteuerung gilt als sicher. Aufgrund der unberechenbaren Kosten scheiterte die ursprünglich geplante private Mitfinanzierung über eine Mautbrücke, da kein einziger Investor zum Einstieg bereit war. Die anvisierte Finanzierung durch Mehreinnahmen aus der LKW-Maut ist unrealistisch, da diese rückläufig sind. In Zeiten großer Staatsverschuldung müssen knappe Finanzmittel vorrangig in den Erhalt bestehender Straßen gelenkt werden als in ein Prestigeprojekt, das nicht nur Umwelt zerstört sondern unüberschaubare Folgekosten produzieren wird.

Die seit Jahrtausenden kultivierte und weltweit bekannte Wein-Kulturlandschaft der Mittelmosel verliert durch die völlig fremdartig wirkende Hochmoselbrücke als Reiseziel erheblich an Attraktivität. An den vernichtenden Presseberichten aus aller Welt lässt sich ablesen, welche Schäden dem Image des Moseltals und des Standorts Deutschland drohen. Die Chance auf eine Aufnahme der Region in die Liste des „UNESCO-Weltkulturerbes“ ist dann endgültig vertan. Darüber hinaus ist zu befürchten, dass im Zuge der Bauarbeiten auf dem „Moselsporn“ weltberühmte Spitzen-Weinlagen durch Beeinflussung der Wasserversorgung in ihrem Wert erheblich beeinträchtigt werden.

Auf der linken Moselseite führt die Straße im Bereich des Rothenbergs durch ein EU-Vogelschutzgebiet und auf dem Gegenhang setzt sich die autobahnähnliche Trasse über den Moselsporn, der halbinselartig von einer Moselschleife umflossen wird, durch eine einzigartig, bislang unberührte Landschaft fort. Nur durch einen planerischen Trick, nämlich die Aussparung eines Korridors inmitten von Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebieten konnte man hier überhaupt Baurecht erwirken. Das geplante Vorhaben ist allein aus ökologischen Gesichtspunkten unverantwortlich.

Für die betroffenen Menschen vor Ort sowie den maroden Staatshaushalt stellen jedoch geologische Aspekte eine weitaus größere Gefahr dar. Der für die Pfeiler der Hochmoselbrücke vorgesehene Untergrund im Ürziger Hang ist erwiesenermaßen instabil und zur Pfeilergründung ungeeignet. Auf der östlichen Moselseite ist der Graacher Hang als einer der gefährlichsten Rutschhänge an der Mosel bekannt. Was Verkehr und vor allem Bauarbeiten für das Rutschverhalten der Hänge bedeuten und welche Folgen eine etwaige Rutschung für betroffenen Anwohner hat, ist schlichtweg nicht untersucht worden.

Für die Verbesserung der Ost-West-Verbindung im Eifel-Hunsrück-Raum existieren zahlreiche Alternativen zur geplanten Trasse, die ohne die dramatischen Folgen umgesetzt werden können und zudem wesentlich kostengünstiger sind.

Meine Sympathien sind bei den Menschen an der Mosel, die vom Weinbau und Tourismus ihren Lebensunterhalt bestreiten und nun um die Zukunft ihrer Existenz bangen. Die Menschen bedürfen Ihrer Unterstützung. Lassen Sie die Bevölkerung in der Moselregion nicht im Stich.
Entscheiden Sie sich gegen das Projekt „B50 neu mit Hochmoselübergang“ und für eine nachhaltige und vernünftige Verkehrpolitik im Interesse aller Menschen in diesem Land!


Mit freundlichen Grüßen

Ihr Vorname Nachname, Ort
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Landesregierung gibt fehlendes Gutachten zum Wasserhaushalt der Weinberge zu

Die Bürgerbewegung Pro Mosel und der BUND Rheinland-Pfalz haben immer
wieder vor den möglichen Auswirkungen des Hochmoselübergangs auf die
weltbesten Riesling-Weinlagen gewarnt. Der Trassenverlauf zwischen
Zeltingen und Bernkastel ist mit tiefen Einschnitten in den Bergrücken
verbunden und greift auf diese Weise in den Wasserhaushalt des Terroirs
ein. Hierzu gibt es kein Gutachten. Lange Zeit wurde dies bestritten und
auf vorhandene Untersuchungen verwiesen, die jedoch - trotz mehrerer
Anfragen - nie vorgelegt wurden. Mehr ...

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BLZ 553 900 00
Konto-Nummer 60 501 009
Spendenzweck: "Hochmoselübergang stoppen!"

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Vielen Dank für Ihre großzügige Unterstützung!
Ihr BUND-Team (info - at - bund-rlp.de)

Der Widerstand gegen den "Hochmoselübergang" ist nicht neu. Vielmehr kämpft der BUND seit Jahrzehnten gegen das geldverschlingende Projekt. Mehr...

Aus Sorge um die Mosellandschaft und die Menschen in der Region wurde eine Bürgerinitiative gegründet, die das gleiche Ziel verfolgt: die AG Eifel-Mosel-Hunsrück in Bewegung.




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