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Aktionsbündnis Welterbe Mittelrheintal

Vertreter der wichtigsten Verbände der Zivilgesellschaft aus dem Bereich Kulturerbe, Landschaft und Heimatpflege haben auf Initiative des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz in Köln das „Aktionsbündnis Welterbe Mittelrheintal“ gegründet. Der BUND als Denkmalpflegeorganisation nach § 28 Denkmalschutzgesetz ist diesem Bündnis beigetreten. Am 18.2.2011 lud das Aktionsbündnis ein zu einer Pressekonferenz „Rheinquerung am Mittelrhein: sind nicht die Fähren die Zukunft?“

Dort wurde betont, dass die Verkehrssituation im Oberen Mittelrheintal zweifellos verbessert werden muss! Bedauerlich aber ist, dass von Seiten der Regierung und der Behörden wesentliche Lösungsansätze von vornherein verworfen und entweder gar nicht oder nur unzureichend geprüft wurden. Dies trifft insbesondere auf die Fähren im Welterbegebiet zu. Sie sind in ihrer Form einmalig und stellen ein Alleinstellungsmerkmal der Welterbelandschaft dar. „Das Fährwesen und seine Perspektive im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal“ ist daher auch Titel eines Gutachtens, das im Auftrag des Rheinischen Vereins an der Universität Koblenz erstellt worden ist und nun der Presse vorgestellt wurde. Zwei weitere Gutachten der Bürgerinitiative Rheinpassagen beschäftigen sich mit dem im Auftrag des Landes erstellten Gutachten der RWTH Aachen unter den Aspekten „Neuberechnung der Fährkosten im Vergleich zu einer Mittelrheinbrücke“ und der „Verkehrlichen Bewertung einer Brücken-, Tunnel- oder Fährverbindung“

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5. Oktober 2010

Masterplan bietet große Chance für Mittelrheintal

Die UNESCO hat dem Land Rheinland-Pfalz die Erstellung eines Masterplans für das Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ auferlegt. Der BUND Landesverband Rheinland-Pfalz erwartet, dass nun ein ganzheitlicher Lösungsansatz für die vielfältigen Probleme des Mittelrheingebietes in Angriff genommen wird. Statt weiterhin mit der Brückendiskussion von den eigentlichen Problemen abzulenken, müssen vielmehr sofort Maßnahmen in Angriff genommen werden.

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Werkbund-Konferenz Rheinquerung

Am 1. Oktober 2010 veranstaltete der Werkbund eine Konferenz zum Thema Mittelrheinbrücke in St. Goar. Unser Landesvorstandsmitglied Matthias Boller hielt dort einen Vortrag und beteiligte sich an der Diskussion.

Den Vortrag finden Sie hier

Homepage des Veranstalters

Sofortiger 24 Stunden-Fährverkehr im Mittelrheintal gefordert – Brückendiskussion teure Symbolpolitik

Das Netzwerk Rheinpassagen hat sich neu formiert und mit einer ersten Aktion auf sich aufmerksam gemacht. Am Ortseingang von St. Goarshausen hängt seit Freitag ein großes, weithin sichtbares gelbes Transparent am Turm der Stadtmauer.

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BUND sieht Existenz der Rheinfähren in Gefahr

Der BUND Rheinland-Pfalz erneuert seine ablehnende Haltung gegen die geplante Rheinbrücke im Mittelrheintal. Anlässlich der bevorstehenden 34. Tagung des Welterbekomitees der UNESCO vom 25. Juli bis 3. August 2010 in Brasilia, Brasilien, warnt der BUND nochmals vor gravierenden Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes, der Erhöhung des Verkehrsaufkommens durch verlängerte Verkehrswege und Schädigung wertvoller Biotope und bekräftigt seine entschiedene Ablehnung der geplanten neuen Rheinbrücke im „Welterbe Oberes Mittelrheintal“. Nach Ansicht des BUND sind die Fähren ein wichtiger Bestandteil des Welterbes und werden durch den Bau einer Brücke in ihrer Existenz gefährdet.

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Über 400 Unterschriften für die Fähren im UNESCO-Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ gesammelt

An nur einem Tag, am 27. Juni, konnten Mitglieder der Grünen Jugend Boppard und des BUND-Koblenz in Boppard über 400 Unterschriften für den Erhalt der Fähren im Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ sammeln. Die Aktion informierte über den geplanten Bau einer Brücke bei Fellen-Wellmich und verurteilt diesen Angriff auf die Arbeitsplätze der Fährleute und das Welterbe.

Den Text der Unterschriftensammlung finden Sie hier.


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9. Juni 2009

Brücke im Mittelrheintal

Neue Rheinbrücke gefährdet Welterbestatus

Im „Welterbe Oberes Mittelrheintal“ soll eine neue Rheinbrücke gebaut werden. Alternativ zu dieser Brückenoption wird über eine Tunnelvariante diskutiert. Die Kosten für eine Brücke liegen geschätzt bei rund 40 Millionen Euro, die für einen Tunnel bei mindestens 70 Millionen Euro. Die Brücke soll nördlich von St. Goar und St. Goarshausen, in der Nähe der Loreley entstehen. Durch die moderne Brücke, die im hohen Schwung den Fluss überquert, wird die idyllische Flusslandschaft des Rheins stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Das Mittelrheintal ist seit 2002 anerkanntes UNESCO Welterbe. Mit dem geplanten Bau der Brücke würde der Fährverkehr auf dem Rhein in seiner Existenz stark gefährdet werden und eine Grundlage für die Auszeichnung entfallen.
Anlässlich der 33. Tagung des Welterbekomitees der UNESCO vom 22. bis 30. Juni 2009 in Sevilla, Spanien, hat der BUND in einem Schreiben an die UNESCO, auf diese Problematik hingewiesen und seine entschiedene Ablehnung der geplanten neuen Rheinbrücke im „Welterbe Oberes Mittelrheintal“ dargelegt. Der BUND der auch als Denkmalpflegeorganisation gesetzlich anerkannt ist, fordert eine bedarfsgerechte Förderung des Fährverkehrs bzw. sollen letztendlich die Fähren Teil der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur werden.

 

Der BUND, kritisiert den Bau einer Brücke, da es durch sie zu einer massiven Veränderung des historisch gewachsenen Landschaftsbildes kommt. Der geplante Brückenbau hätte viele negative Folgen, wie zusätzlich auftretender Verkehr, weitere Fahrstrecken, höherer Treibstoffverbrauch und deutlich mehr Lärm. Diese negativen Auswirkungen beschränken sich nicht nur auf das Rheintal selbst, sondern betreffen auch die Biotope auf der Auf- und Abstiegsseite des Rheins. Beim Bau eines Tunnels müssten große Massen an Gesteinsmaterial verfüllt werden.

Dr. Bernhard Braun (BUND-Landesvorsitzender) erklärt: „Man soll den Rhein an vielen Stellen schnell, gut und kostengünstig, wenn möglich sogar kostenlos und jederzeit queren können. Dies soll sowohl zu Fuß, mit dem Fahrrad als auch mit dem Kraftfahrzeug möglich sein. Besonders für Pendler, Zulieferer, Touristen und alle Einwohner im Rheintal ist dies wichtig.“ Die Fähren sind ein wichtiger Bestandteil des Welterbes Oberes Mittelrheintal, eine touristische Attraktion und als solche zu erhalten. Matthias Boller (BUND-Regionalbeauftrager Koblenz im Landesvorstand) ergänzt: „Das Land Rheinland-Pfalz hat in seinem Managementplan zugesagt, den Betrieb der Fähren zu fördern. Dies ist jedoch bis heute nicht geschehen. Durch die Planung der Brücke wird konträr zur Zielsetzung gehandelt. Wir fordern die konsequente Umsetzung des Mangementplans ein.“

 

Der BUND fordert die Fähren im Bereich des Welterbes Oberes Mittelrheintal zum Bestandteil der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur und für möglichst viele Nutzer kostenlos zu machen. Auch in Anbetracht der knappen Finanzlage der öffentlichen Haushalte braucht das Mittelrheintal eine schnelle und flexible Lösung. Dr. Braun erläutert: „Allein aus den Zinsen für eine schuldenfinanzierte Brücke ist der Fährverkehr finanzierbar." Zur direkten Umsetzung eines nachhaltigen Verkehrskonzeptes unterbreitete der BUND einige Vorschläge: Neben der kostenlosen Fährnutzung sollen nachfragende Nutzer über die Verbandsgemeindeverwaltung eine entsprechende Jahreskarte erhalten. Auch Touristen, die eine Mindestzeit im Mittelrheintal verweilen, sollten über eine Bonuskarte (z.B. Rheintaler oder Mittelrheincard) eine vergünstigte oder kostenfreie Nutzung der Fähren erhalten.

Dieses Konzept hätte den Vorteil, dass es bürgernah und sofort umsetzbar wäre, außerdem nur eine geringe Kapitalbindung beinhalte. Das Angebot könnte sehr kurzfristig auf dem Bedarf angepasst werden und eine Gefährdung des Status Weltkulturerbe wäre nicht zu befürchten.

Eine Stärkung der Rheinpassagen durch den Ausbau der Fährverbindungen bedeutet für Menschen und Natur eine Vermeidung der Zunahme von Straßenlärm und Abgasen im Tal, die Erhaltung des historisch gewachsenen Landschaftsbildes und des Kulturgutes „Fährbetrieb“. Zusätzlich bessere und dezentrale Überquerungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer.

Zu der Pressemitteilung des BUND gelangen Sie hier

Position Rheinpassagen_deutsch (171 KB)

Position Rheinpassagen_englisch (170 KB)

Position Rheinquerung 2007 (25 KB)

Position Brücken am Mittelrhein 1999 (129 KB)

 

 

 




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