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Die Suche nach einem geeigneten Standort in Rheinland-Pfalz


© Nauberg / Bis 2014 soll ein Buchenwald-Nationalpark in Rheinland-Pfalz entstehen

Mit 42 % Waldanteil trägt Rheinland-Pfalz eine hohe Verantwortung zur Erhaltung von Buchwaldgesellschaften. Der BUND Rheinland-Pfalz forderte daher schon lange die Ausweisung eines Buchenwald-Nationalparks. 

Nach einem Auswahlprozess und unter der Vorgabe des Landes, dass die beteiligten Kommunen dem Nationapark zustimmen, wurde 2014 der rheinland-pfälzische Nationalpark Hunsrück-Hochwald ins Leben gerufen.

Hochwald-Hunsrück

Was bringt ein Nationalpark der Natur?

Bundes- wie landesweit gibt es nur wenige Wälder, die sich selbst überlassen werden. Die Einrichtung eines Nationalparks in Rheinland-Pfalz bietet die Chance, diese Quote zu erhöhen. Wissenschaftlich ist bewiesen, das in unbewirtschafteten Wäldern eine sehr hohe Artenvielfalt herrscht. In der „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ der Bundesregierung werden 5% solcher Schutzwälder gefordert, um die Vielfalt von Flora und Fauna zu erhalten und seltene Arten zu schützen. Der BUND Rheinland-Pfalz fordert mittelfristig einen Anteil von 10 % mit gleichzeitiger Erhöhung des Totholzanteiles ( optimal wären 30 m³/ha), um Urwaldrelikt-Arten wie dem Eremit und dem Heldbock eine Lebensgrundlage zu geben. Viele Höhlenbrüter wie der Buntspecht oder der Waldkauz, sind auf die strukturreichen Totholzbestände angewiesen. Sie suchen hier Unterschlupf oder auch einen Großteil ihrer Nahrung.

Was bringt ein Nationalpark für den Tourismus?

Nationalparke bieten dem Besucher spannende Naturerlebnisse und Einblicke in verschiedene Lebensraumtypen. Durch eine richtige Vermarktung sowie die Ausstattung mit Infrastruktur durch die Landesregierung, ist Naturtourismus gut möglich. Dazu gehören Nationalparkhäuser mit Dauer- und Wechselausstellungen, gut ausgestattete Wanderwege für alle und natürlich eine gute Anbindung an den ÖPNV.  Gute Chancen dank des Nationalparks haben auch Gaststätten, Pensionen, Hotels und Ferienhöfe durch den speziell ausgeprägten Nationalparktourismus.

Entwicklungsnationalpark in Rheinland-Pfalz:

In einem Entwicklungsnationalpark wird die ausgewiesene Fläche nicht gleich sich selbst überlassen, sondern erst nach 20-30 Jahren. Dies betrifft vor allem fichtendominierende Standorte, welche in dieser Waldumbauphase mit Buche und Tanne“ umbaut“ und naturnah gestaltet werden. So soll ein artenreicher und widerstandsfähiger Mischwald entstehen.

Die entnommenen Fichten können während der Zeit des Waldumbaues noch in der Holzwirtschaft verwendet werden.

Aus naturschutzfachlicher Sicht wäre es besser eine Fläche als Nationalpark auszuwählen, die möglichst naturnah ist und somit schneller seine Funktion erfüllt als langjährige Umbauphasen zu benötigen.
Neben dem Hochwald-Hunsrück kamen noch weitere Flächen in Rheinland-Pfalz in Frage.

 




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