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Der Blaue Planet

Eigentlich müsste unser Blauer Planet  nicht „Erde“ son­dern „Wasser“ heißen. Nicht nur, weil über 70 Pro­zent seiner Oberfläche aus diesem Element be­stehen: Wasser ist die Ursubstanz allen Lebens.
Mit Beginn der Industrialisierung und der Intensivierung der Landwirtschaft wird das natürliche Gleichgewicht in den Gewässern immer mehr gestört. 1986 führt ein Großbrand auf dem Gelände der Firma Sandoz zu einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes. Weite Strecken des Rheins sind biologisch nahezu tot. Solche Unglücke schärfen das Bewusstsein der Menschen für Umweltprobleme. In der Folge geht die Gewässerverschmutzung in Deutschland vor allem durch den Ausbau von Kläranlagen mit biologischen Reinigungsstufen deutlich zurück. Heute gilt die Aufmerksamkeit besonders der Gewässerstruktur: Verbaute Flüsse und Bäche sollen naturnah rückgebaut werden. Für den BUND hat diese Arbeit eine lange Tradition. Denn Fließgewässer gehören zu den ökologisch vielfältigsten Lebensräumen in Deutschland. Voraussetzung für die Artenvielfalt sind Strukturreichtum und eine möglichst unbelastete Wasserqualität.

Rettet die Bäche!

Bereits in den 80er Jahren ruft der BUND den Schutz der Fließgewässer ins öffentli­che Bewusstsein: „Rettet die Bäche“ heißt die er­folgreiche Kampagne. Der Biewerbach bei Trier beispielsweise - in den 60er Jahren begradigt und teilsweise verrohrt - wird von ehrenamtlichen BUND-Helfern in einen natürlichen Zustand zurückversetzt.

Fische und andere Wasserlebewesen fühlen sich in dieser Umgebung wieder wohl. <mehr>

Rettet die Quellen!





Quellen werden in den 60er und 70er Jahren als unbedeutende Anhängsel der Fließgewässer betrachtet. Obwohl sie geschützte Biotope sind, werden sie immer wieder überbaut, verfüllt, zu Müllkippen oder Fischteichen umfunktioniert, in das Korsett einer steinernen Quellfassung gepresst. Daher stellt der BUND Rheinland-Pfalz 1994 mit der Folge-Kampagne „Rettet die Quellen“ das Problem der Quellzerstörung in den Mittelpunkt. Ergebnisse sind der erste deutsche Quelltypenatlas und zahlreiche Quellrenaturierungsprojekte. <mehr>

Ab 2015: Idylle am Bach…?

Aktuell beschäftigt sich der Landesverband intensiv mit der biologischen Vielfalt an Fließgewässern. Im Rahmen des staatlich geförderten Projekts erfassen ehrenamtliche Gewässerbeobachter die Artenvielfalt an rheinland-pfälzischen Bächen und Flüssen. Unterstützt werden die so genannten „Wasserläufer“ von einem Expertenteam. Die Ergebnisse helfen bei der Erfüllung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie: Bis 2015 sollen alle Gewässer Europas eine gesunde Flora und Fauna aufweisen.
Eine Bestandsaufnahme zeigt: Jedes zweite rheinland-pfälzische Fließgewässer muss saniert werden! <mehr>

Nur was man kennt, das schützt man auch!



Kinder und Jugendliche an die Natur heran zu führen und ein Bewusstsein für unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu wecken ist eine wesentliche Säule der BUND-Arbeit. So entstand in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium das Buch „Die besten Ideen rund ums Wasser“. Es vermittelt jungen Menschen in 50 mal 2 Stunden spannende Erkenntnisse über einen fantastischen und zauberhaften Lebensraum mit seinen Rätseln und Geheimnissen. Am Ende wird klar: Wasser ist der wichtigste Baustein aller lebenden Organisamen. Es ist eines unserer wertvollsten Elemente, mit dem wir sparsam und verantwortungsbewusst umgehen müssen. <mehr>

Wenn Flüsse ihr Bett verlassen…

Flüsse und ihre Auen gehören zu den artenreichsten Ökosystemen der Welt. Naturereignisse wie Hochwasser und Überschwemmungen prägen sie in ihrem Charakter und ihrer Vielfalt. Hochwasserschäden ließen sich jedoch durch konsequente Vorsorge verringern. Das Land Rheinland-Pfalz setzt entgegen den Warnungen der Naturschützer in erster Linie auf einen Ausbau der bestehenden Deichlinie und auf technischen Schutz durch Polder. 80 Prozent der ursprünglichen Auenfläche am Rhein gingen bereits verloren. Der BUND wirbt schon lange für einen ökologischen und somit natürlichen Hochwasserschutz: Den Flüssen muss ihre eigene Dynamik zugestanden werden. Auen sollten als natürliche Überflutungsflächen so weit wie möglich renaturiert werden. <mehr>



Online-Kampagne des Bundesverbandes

Fortbildungen in der Gewässerpädagogik 2010

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