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Hochwasserschutz in Rheinland-Pfalz

Hochwässer gehören zur natürlichen Flussdynamik und lassen sich nicht grundsätzlich verhindern. Das Ausmaß, das Gefahrenpotential und die wirtschaftlichen Schäden sind jedoch durch menschliche Eingriffe in den Naturhaushalt bedingt.

Zur steigenden Hochwassergefahr trägt maßgeblich die zunehmende Flächenversiegelung durch Siedlungen und Verkehrswege bei. Diese Versiegelung spielt vor allem bei lokalen Ereignissen eine große Rolle.

Stark verantwortlich für ein erhöhtes Hochwasserrisiko sind auch die Bewirtschaftungsmethoden der intensiven Landwirtschaft. Die Verengung der Fruchtfolgen, die Umwandlung von Wiesen in Ackerland auch in Talauen und die durch den Einsatz schwerer landwirtschaftlicher Maschinen zunehmende Bodenverdichtung führen zu einer verringerten Wasserspeicherfähigkeit der Böden. Abflussbeschleunigend wirken auch das Fehlen von Landschaftsstrukturen sowie Entwässerungsmaßnahmen. Nicht zuletzt werden die Flutwellen höher durch die Begradigung und Eindeichung der Flüsse und Bäche. Durch die Flussregulierungen wurden den Fließgewässern die ursprünglichen hochwasserdämpfenden Überflutungsauen genommen. Die Auen wirken bei Hochwasser als natürliches Regulativ, da sie beträchtliche Mengen Wasser zurückhalten, wobei Auwälder in ganz besonderem Maße den Hochwasserabfluss bremsen.

Der BUND tritt beim Hochwasserschutz dafür ein, die natürlichen Funktionen der Überflutungsauen und Böden wieder herzustellen und diesen Maßnahmen Vorrang vor technischen Hochwasserschutz-Maßnahmen zu geben. 

Im Rahmen einer Anhörung im Jahr 2003 vor dem Ausschusses für Umwelt und Forsten des Landtags hat der BUND gemeinsam mit NABU und GNOR eine Stellungnahme zum Hochwasserschutz in Rheinland-Pfalz abgegeben, die auch 5 Jahre später noch aktuell ist:

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Hochwasserschutz RLP

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