Schon seit 38 Jahren gibt es keine Aktualisierung mehr des amtlichen Wärmelastplanes für den Rhein. Das war einer der Gründe, warum die im Rheineinzugsgebiet liegenden BUND-Landesverbände Dr. Jörg Lange aus Freiburg beauftragten, diese Studie durchzuführen. Diese enthält Antworten auf folgende Fragen:
- Wer leitet wo, wie viel Abwärme in den Rhein und seine Nebenflüsse ein?
- Welche Energiekonzerne müssen sich künftig ankreiden lassen, das Lachswiederansiedlungsprogramm zu gefährden.
Die Temperaturen im Rhein erreichen inzwischen Werte bis 28 °C. Dadurch entstehen drastische Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt. Lachse und Meerforelle geraten z.B. bei Temperaturen von mehr als 23-25°C unter Stress und stellen ihr Wanderverhalten (Aufwärtswanderung) ein, bis wieder niedrigere Temperaturen erreicht sind ("Thermische Barriere"). Neben dem Rhein sind auch seine Nebenflüsse insbesondere Neckar, Untermain, Wupper, Saar und Lippe betroffen. Der Temperaturanstieg im Rhein und in seinen Zuflüssen stellt die Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Frage, die vorschreibt, dass in den europäischen Flüssen ein "gute ökologische Zustand" bis zum Jahr 2015 - mit Verlängerungsmöglichkeiten bis 2021 bzw. 2027 - erreicht werden muss.