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Landesdelegiertenversammlung 2011

Die diesjährige Delegiertenversammlung stand ganz im Zeichen des Ausgangs der Landtagswahl mit zahlreichen Resolutionen und Diskussionsbeiträgen wurden Erwartungen an die neue Regierungskoalition formuliert.

Verkehrspolitik in Rheinland-Pfalz


Dr. Werner Reh, Verkehrsreferent des BUND-Bundesverbandes, leitete mit einer informativen Präsentation über die „Verkehrspolitik in Rheinland-Pfalz“ in das Programm ein. Er führte die Versammlung in die wichtigsten Handlungsfelder ein und analysierte Instrumente sowie mögliche Spielräume. Dabei bot er konkrete Vorschläge zur Reduzierung des Schienenlärms, Förderung des Fahrradverkehrs und zukunftsfähige Verkehrslösungen in Gemeinden.

BUNDgemischt – Rückblick und Perspektiven


In seinem Jahresrückblick ging Landesvorsitzender Dr. Holger Schindler auf die wichtigen umweltpolitischen Ereignisse des letzten Jahres und die Aufgaben für die Zukunft ein. Zum Ende seiner Rede stellte er die Leistung der vielen ehrenamtlichen Helfer vor Ort heraus, ohne deren Arbeit unser Verband nicht leben könne. Er hob besonders die vielen Stellungnahmen, Gespräche und Pflegeeinsätze hervor. Ein gutes Beispiel sei auch der Einsatz für die Grünbrücke über die A6, wo es uns gelungen ist, die Zerschneidung der Landschaft wieder etwas abzumildern.

Resolution zu den Koalitionsverhandlungen

Im Zuge der Verhandlungsgespräche zwischen SPD und Grüne fordert der BUND Rheinland-Pfalz  eine Prioritätenliste für Verkehrsprojekte. Der Erhalt bestehender Straßen soll dabei im Vordergrund stehen. Für Großprojekte wie der Hochmoselübergang reichen die finanziellen Mittel nicht, wie Dr. Holger Schindler, Landesvorsitzender des BUND betonte.

In der Resolution „Tschernobyl und Fukushima mahnen: Atomanlagen stilllegen – Energiewende jetzt!“ werden Forderungen erhoben, wie eine Bundesratsinitiativen zum ökologischen Umbau der Bundesrepublik Deutschland über ein Ausstiegs- und Umstiegsgesetz zum zügigen Übergang ins Solarzeitalter. Die Rekommunalisierung der Energieversorgung und Energieversorgung in Bürgerhand müsse vorangetrieben werden.

Von der neuen Landesregierung wird auch gefordert, zum Schutze der Biodiversität neue Strategien zu entwickeln. Dabei soll eine natürliche Eigendynamik ermöglicht werden. Eingesetzte Instrumente sollen auf Erfolg analysiert, Ziele und Maßnahmen überprüft und eine neue strategische Ausrichtung erarbeitet werden. In der Versammlung wurde mit großer Mehrheit die Errichtung eines Nationalparks in Rheinland-Pfalz zur Bewahrung der Lebensräume und Arten gefordert. 

Grüner Wall im Westen


Umweltwissenschaftlerin Dr. Simone Schneider stellte das Projekt „Grüner Wall im Westen“ vor. Der Westwall, eine ehemalige Befestigungslinie mit über 17.000 Bunkeranlagen bietet heute Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Aufgrund der perlenkettenartigen Anordnung konnte sich entlang der ehemaligen Befestigungsanlage ein aus Sicht des Naturschutzes wertvolles Verbundsystem entwickeln, welches zur Erhaltung der Biodiversität unseres Landes  beiträgt und zu schützen gilt.

Mehr zum Projekt „ Grüner Wall im Westen“ erfahren sie hier.

Ehrungen


von links nach rechts: Rüdiger und Brigitte Walch, Heidelind Weidemann, Karl-Heinz Sülflow und Frank Huckert

Über die Ehrung seines langjährigen und unermüdlichen Einsatz im Natur- und Umweltschutz freute sich Karl-Heinz Sülflow  (Kreisgruppe Bernkastel-Wittlich). Heidelind Weidemann hob in Ihrer Laudatio sein jahrzehntelanges Engagement für die Moselregion hervor. Dr. Heinz Schlapkohl hob die Naturschutzaktivitäten des Ehepaares Brigitte und Rüdiger Walch (OG Rheinböllen) hervor und kündigte an, dass der Landesverband sie in Ihrem Kampf für die Erhaltung der Grundlos-Wiese im Naturschutzgebiet „Hirtenborn“ weiter unterstützen werde. Dr. Holger Schindler dankte im Namen der Versammlung Frank Huckert (KG Trier-Saarburg) für sein großes Engagement im Gewässerschutz und der Pflege von Kalkmagerrasen. Ein besonderer Erfolg war die Ausweisung des Mattheiser Waldes als Naturschutzgebiet.

BUND-Aktionen


Wie viele Erden braucht man zum Leben? Diese Frage konnte sich jeder selbst beantworten lassen. Dabei behilflich war Cécile Demeaux (Teilnehmerin des Freiwilligen Ökologischen Jahres-FÖJ). Sie führte durch ein hier für extra entwickeltes Computerprogramm, um den persönlichen ökologischen Fußabdruck zu ermitteln.


Isabel de Oliveira (Teilnehmerin FÖJ) alias Manfred Mistkäfer informierte über das Naturtagebuch, ein Projekt der BUND-Jugend. Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren sind aufgefordert, ein Ort auszusuchen und Tagebuch zu schreiben, was sie vor Ort beobachten. Das Projekt kommt bei den Mitgliedern sehr gut an.

Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.


Den Ausstieg aus der Atomenergie fordern BUND-Aktivisten nicht erst seit dem Reaktorunglück in Japan. Umfangreiche Informationen über ihre Anti-Antom-Aktionen in ganz Rheinland-Pfalz konnte sich die Versammlung an den Ausstellungswänden einholen. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen zählen die Montagsspaziergänge.


Karl-Ludwig Sattel stellte der Versammlung den filmischen Beitrag zur diesjährigen Berlinale seine Sohnes, Volker Sattel, vor. Mit dem Film „Unter Kontrolle“ führt Volker Sattel durch die moderne Industrie- und Technikgeschichte, wobei auf das Thema Kernkraft näher eingegangen wird.

Mehrere Anträge widmeten sich der Biomassenutzung, der Zulassung von Pestiziden und der Erhaltung des Naubergs.




Mach mit!; Her mit den Mäusen

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