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BUND Bitburg-Prüm

Hauptthema unserer Kreisgruppe war im vergangenen Jahr immer noch und bleibt vorläufig weiterhin die Belastung des Wassers der Großregion mit Perfluorierten Chemikalien (PFC, insbesondere PFT) aus der Umgebung der amerikanischen Militärbasis Spangdahlem. Wir beteiligten uns in diesem Zusammenhang an einer von der Friedensinitiative Trier organisierten Demonstration am Haupteingang der Airbase Spangdahlem. Bei der Kundgebung berichtete unser 2. Vorsitzender, Günther Schneider, zum aktuellen Stand des PFT-Problems. Ebenfalls in diesem Zusammenhang gab es eine von der VHS Trier und dem BUND (Kreisgruppen Trier-Saarburg, KG Bitburg-Prüm) organisierte Veranstaltung mit hervorragenden Vorträgen zu Auswirkungen von Lärmbelästigungen im Umfeld von Militärbasen.

Bezüglich des neuen Gesetzes zum Schutz artenreicher Wiesen und Weiden (§15, §16 Landesnaturschutzgesetz vom 16.09.2015) hatten wir eine regionale Initiative angestoßen, bei der die diversen Naturschutzbehörden auf Kreisebene (Bitburg, Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Vulkaneifel) befragt wurden, ob und wie sie dieses neue Gesetz umsetzen. Die Unteren Naturschutzbehörden (UNB) sind völlig überfordert mit der praktischen Umsetzung. Auch bei der Umsetzung des Schutzes anderer, nach §30 Bundesnaturschutzgesetz geschützter Biotope sind einige UNB keineswegs erfolgreich.

In jedem Frühjahr kommen Anfragen von aufgebrachten Mitgliedern, die sich über massiven Rückschnitt von Straßenbäumen und -hecken ärgern und wir greifen besonders unsinnige Maßnahmen auf und lassen die verantwortlichen Behörden oder Gemeinden wissen, dass wir ihr Tun in diesem Ausmaß nicht billigen. Diesmal war es nicht der Landesbetrieb Mobilität, sondern Landesforsten, auf dessen Konto massive und v.a. teils unsinnige Abholzungen zum Zweck der Verkehrssicherheit gingen.

Weil von diesen drei Themen auch das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten als Oberste Naturschutzbehörde betroffen ist, luden wir Frau Ministerin Höfken zu einer Gesprächsrunde ein, um sie mit unserem Unmut und unseren Bedenken und auch Vorschlägen zu konfrontieren. Das Treffen fand am 03.08.2016 in Neuerburg statt. Es war nicht als öffentliche Veranstaltung geplant, weshalb es nicht in der Presse angekündigt wurde, sondern ausschließlich aktive Mitglieder von BUND und NABU eingeladen worden waren. Die vielleicht schönste Nachricht in diesem Zusammenhang: Die Naturschutzbehörde im Eifelkreis Bitburg hat im Herbst 2016 endlich die seit langem überfällige, zusätzliche Mitarbeiterin bekommen. Es ist nicht auszuschließen, dass unsere Aufmüpfigkeit dazu beigetragen hat (- wer uns kennt, der weiß, w i e aufmüpfig wir werden können.). Die nächste gute Nachricht: Die Vorbereitungen für die dringend erforderliche Biotopkartierung der artenreichen Wiesen und Weiden sind im Gange.

Sodann haben wir auch 2016 wieder etliche Frevel gegen die Natur bzw. bestehende Naturschutzgesetze angezeigt, so z.B. den von der Gemeinde Schönecken durchgeführten, überdimensionierten Wegeausbau im Naturschutzgebiet (NSG) Schönecker Schweiz, bei dem etliche, über ein erträgliches Maß hinausgehende und eigentlich vermeidbare Schäden an Bäumen und Hecken erfolgt waren. Hierzu gab es einen Ortstermin mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord als für das NSG zuständige Obere Naturschutzbehörde.

Ein schönes Aktiven-Treffen war die Exkursion im artenreichen Bio-Garten in der Hamerskaul bei Utscheid mit anschließender Filmvorführung zum Thema „Solidarische Landwirtschaft“.

Gelegentlich kommen Anfragen von BUND-Mitgliedern, die sich gerne aktiver beim BUND betätigen möchten. Wir sind dankbar für jeden, der sein Engagement und seinen Sachverstand einbringen kann. Es gibt viele Themen, die derzeit brach liegen, und viel Raum für Eigeninitiative. Wir sind allerdings keine Gruppe, die sich oft trifft. Das meiste wird per E-Mail kommuniziert, diskutiert und entschieden.

Stand: April 2017




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