28. Februar 2025 | Meldung
Das Ehrenamt trägt den BUND - Bildergalerie
Das Ehrenamt trägt den BUND seit mehr als 50 Jahren. Wer steckt eigentlich hinter unseren Themen, wer sind die Menschen, die dem BUND so viel Herzblut und Zeit schenken, und was ist ihre Motivation? 50 von ihnen, die sich durch besonderes Engagement hervorgehoben haben, stellen wir hier beispielhaft für die unzähligen Aktiven im ganzen Land vor. Damit möchten wir unseren Aktiven unseren Dank und unsere Wertschätzung für ihr oft jahrzehntelanges Engagement aussprechen.
50 Jahre, 50 Menschen - und 50 gute Gründe, sich im BUND Rheinland-Pfalz zu engagieren. Lassen Sie sich inspirieren!
Unsere dazugehörige Social-Media-Kampagne auf Facebook finden Sie hier.
Daniel Steffen, BUND Kreisgruppe Wonnegau: Ich bin gebürtiger Gundersheimer und in der Nähe des Naturschutzgebietes „Kalksteinbrüche Rosengarten“ aufgewachsen. Ich habe dieses besondere Biotop mit seiner einzigartigen Flora und Fauna schon als Kind kennen und lieben gelernt. 2012 habe ich das Amt des Vorsitzenden der Kreisgruppe Wonnegau übernommen, da für mich die Biotoppflege sowie die Erweiterung und Renaturierung von Schutzgebieten eine Herzensangelegenheit ist. Meine Schwerpunkte sind der praktische Natur- und Artenschutz vor Ort. Seit über 10 Jahren habe ich mich fachlich in diese Thematik eingearbeitet, eine hohe Expertise erworben und mich persönlich und beruflich weiterentwickelt. 2017 machte ich mich als Quereinsteiger mit meiner Fachfirma „naturnah“ für Renaturierung, Artenschutz und Biotoppflege selbstständig.
Mit Unterstützung der Aktiven der Kreisgruppe Wonnegau haben wir viele tolle Projekte umgesetzt. Zudem wurde 2018 die Naturkindergruppe „BUNDspechte“ gegründet, die es Kindern ermöglicht, die Natur im Wechsel der Jahreszeiten mit allen Sinnen zu erleben, zu erforschen und zu verstehen.
Svenja Ellwart, BUND Kreisgruppe Trier-Saarburg: Seit dem Praktikum im Rahmen meines Studiums Anfang des Jahres 2019 bin ich in der BUND-Kreisgruppe Trier-Saarburg aktiv. Als Umweltbiowissenschaftlerin liegt mir der Umwelt- und Naturschutz besonders am Herzen. Die Leitung der Kindergruppe BUND-Spechte bereitet mir große Freude. Damit möchte ich die Verbindung der Kinder zur Natur aufrechterhalten und ihnen einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und Umwelt näherbringen. Seit 2021 bin ich außerdem als Vorsitzende im Vorstand der Kreisgruppe dabei. Kindergruppe BUND-Spechte: https://trier.bund-rlp.de/trier-saarburg/bund-spechte/
Karl-Heinz Sülflow, BUND Kreisgruppe Bernkastel-Wittlich: Nach meinem Meteorologie-Studium an der Uni Bonn kam ich beruflich an die Mosel. Ich entschloss mich 1983, mich bei der BUND-Kreisgruppe Bernkastel-Wittlich zu engagieren. Da ich auch Vorlesungen zu Umweltthemen wie saurer Regen, Luftverschmutzung, Klimawandel usw. gehört hatte, konnte ich meine Fachkenntnisse z.B. in Stellungnahmen zu Beteiligungsverfahren einbringen. 1986 wurde ich zum Vorsitzenden der Kreisgruppe gewählt. Aktuell sind unsere Aktiven dabei, nach den Corona-Jahren mal wieder ein Jahres-Programm aufzustellen. Einer meiner Schwerpunkte ist zur Zeit der Vorsitz des Naturschutzbeirats bei der Kreisverwaltung.
Ich bleibe weiterhin beim BUND aktiv, da ich dabei z.B. durch Exkursionen unsere wunderbare Natur und Landschaft kennenlernen und dann möglichst schützen kann. Auch habe ich hier tolle Menschen kennengelernt und es haben sich beständige Freundschaften entwickelt.
Karin Marsiske, BUND Kreisgruppe Südpfalz:
Ich engagiere mich seit über 20 Jahren für die KG Südpfalz bei verschiedenen Themen und in unterschiedlichen Positionen. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft orientieren sich immer noch stark am Wachstum. Mittlerweile ist Wachstum mehr ein Teil des Problems als dessen Lösung geworden. Dabei stoßen wir zunehmend an unsere Grenzen. Ich setze mich dafür ein, dass wir eine Postwachstumsgesellschaft stärken und fördern; dass wir einen nachhaltigen und sorgsamen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen wieder erlernen und leben; dass wir Böden, Wasser und Luft nicht nur vor neuen Beeinträchtigungen oder Verschmutzungen schützen, sondern auch von ihren Altlasten befreien; dass wir unseren Flächenverbrauch reduzieren und die Mobilitätswende voranbringen. Warum? Weil wir nicht nur im Jetzt Verantwortung für unser Handeln tragen sollten, sondern auch der Verantwortung gegenüber der Natur und künftigen Generationen gerecht werden müssen.
Andrea Hummel,
BUND Kreisgruppe Neustadt:
Ursprünglich war ich Mitglied im BN Bayern und seit 2020 bin ich Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Neustadt in der Vorderpfalz. Es macht mir Spaß, laufende Projekte zu begleiten und neue Projekte zu verschiedenen Themen zu initiieren.
Meine Motivation, mich für den BUND zu engagieren, ist weiterhin sauberes Wasser, saubere Luft und eine gesunde Umwelt zu haben. Ein Jahr Sozialarbeit in Kalkutta hat mich gelehrt, was es für die Lebewesen bedeutet, mit schmutziger Luft, mit Metallen angereichertes Wasser und ohne Grünflächen zu leben.
Herbert Göttler, BUND Kreisgruppe Mainz-Bingen:
Nach meiner Promotion in Informatik war ich in der Industrie tätig. Zurück in der Wissenschaft, arbeitete ich an den Universitäten Erlangen-Nürnberg und Stuttgart. Ab dem Wintersemester 1990 bis zur Erreichung der Altersgrenze war ich Professor für Informatik an der Universität Mainz. Seit über 50 Jahren bin ich ehrenamtlich im Natur- und Umweltschutz engagiert und war über viele Jahre Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Mainz-Bingen. Ich fühle mich im Bereich „Technischer Umweltschutz“ beheimatet und bin Mitglied im entsprechenden BUND-Arbeitskreis. Eine Herzensangelegenheit ist für mich der Tierschutz. Ich bin stellvertretender Sprecher des BUND-Arbeitskreises Tierschutz, bin engagiert im Vorstand des Tierschutzvereins Mensch und Tier Bingen e.V. (M.u.T.) sowie im Tierschutzbeirat von Rheinland-Pfalz.
Ilka Hündorf,
BUND Kreisgruppe Rhein-Hunsrück:
Seit 01.12.1994 bin ich Mitglied im BUND. Dies war noch während meiner Studienzeit an der FH Bingen.
Richtig eingestiegen bin ich ab 2010 mit einer Fortbildung des BUND zur pädagogischen Mitarbeiterin im Bereich „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“. Im Anschluss betreute ich ca. 5 Jahre eine Umwelt AG an der Realschule + in meinem Heimatort Oberwesel.
Seit September 2018 bin ich die Ansprechpartnerin des Sprecherrates Rhein-Hunsrück. Dort beschäftige ich mich „leider“ überwiegend mit Stellungnahmen zu Neubaubaugebieten. Derzeit läuft eine Klage gegen einen Bebauungsplan.
Meine Motivation ist, dem Irrsinn der stetigen Flächenversiegelung auf kommunaler Ebene Einhalt zu gebieten.
Natalie Treber,
BUND Kreisgruppe Alzeyer Land und BUND-Wildbienenbotschafterin: Naturfotografie (https://flickr.com/photos/lycaena) oder Programmieren von Umweltschutzspielen (https://lycaena.itch.io/) mache ich genauso gerne wie Beratungen oder Vorträge zu Natur- und Insektenschutz. Der BUND ist regional gut vernetzt, das Team der Landesgeschäftsstelle unschlagbar und auch zu den großen Themen wie EU-Agrarpolitik, Handelspolitik, Energie-, Mobilitäts- und Ernährungswende vertritt der BUND die Positionen, die es braucht, um den Planeten zu retten. Wenn wir jetzt nicht die nötigen Maßnahmen ergreifen um Klimakatastrophe und Artensterben aufzuhalten, ist es zu spät.
Ulrich Mohr, Ehrenmitglied und ehemaliger Landesvorsitzender: Am Anfang meines 40jährigen BUND-Lebens war die Kommunalpolitik. 1983 kam aus gutem Grund der Seitenwechsel zum damals sehr jungen BUND. Immer war ich Vorsitzender, immer auch Pressesprecher: 1985 – 1989 für die südpfälzische KG, dann Landesvorsitzender, ab 2001 Pressesprecher LV, ab 2007 wieder KG Südpfalz. Medienarbeit musste sein, weil unsere Themen sonst kaum wahrgenommen werden. Kontakte in Politik und Verbändewesen für den BUND habe ich geknüpft als Mitglied zweier Rundfunkgremien und im Verwaltungsrat der Verbraucherzentrale RLP.
Als Generalist habe ich Themen gefunden, Aktivitäten angestoßen, moderiert, Ratschläge angenommen. Ein paar Beispiele: Die Studie „Zukunftsfähiges RLP“, unser Quellschutzprojekt, die Gründung von „Südpfalz Mobil“, die Kämpfe um die Bienwald- und die Eifelautobahn, die Hochmoselbrücke und den Ausbau der B 10 im Biosphärenreservat, die Endphase des AKW Mülheim-Kärlich, der Ausbau des Flughafen Hahn, der Bahnlärm am Mittelrhein, das Prozessieren gegen die MVA Pirmasens, der Raubbau am Grundwasser, die Aktivitäten am Oberrhein, das „Energiekonzept Südpfalz“, die Rockkonzerte und ökologische Weinproben.
Winfried Sander,
BUND Kreisgruppe Ahrweiler:
Der Einstieg zur regionalen Arbeit bei der BUND-Kreisgruppe Ahrweiler war meine Vorstandstätigkeit in der BI „Kein Motorland im Eifelland“. Die damalige, staatliche Nürburgring GmbH plante 1989 an der Rennstrecke einen gigantischen Freizeitpark, gegen den sich die BI erfolgreich wehrte. Als Nachfolger des engagierten KG-Vorsitzenden Willi Tempel konnte ich 1992-1998 eigene Akzente für den BUND setzen, Beispiel Nürburgring: Unser Antrag Mitte der 1990er Jahre bei der Bezirksregierung Koblenz, das publikumsintensive 24-Std.-Rennen als „Eingriff in Natur und Landschaft“ zu bewerten. Nach hitziger Sitzung und mit zustimmender Abteilung Naturschutz und klar gegenläufig interessierter kommunaler Seite stand die Kompensation mit der Festlegung einer Ausgleichsfläche von 27 ha, der Quiddelbacher Höhe. Sie wurde 2002 gar zum NSG erklärt, dessen Pflege weiterhin bei der heutigen, privaten Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG liegt. Ein kleines „Trostpflaster“ – mehr nicht und doch so viel! https://naturschutz.rlp.de/Dokumente/rvo/nsg/NSG-7100-298.pdf
Sabine Laubner-Draheim, BUND Kreisgruppe Ludwigshafen:
Am Ende meiner Berufstätigkeit bin BUNDlerin geworden. Mich begeistert die umfassende Herangehensweise des BUND an alle wichtigen Themen der heutigen Zeit. Meine Generation hat viel am Klima gutzumachen. Dafür bin ich beim BUND in der richtigen Organisation.
Die Einladung einer muslimischen Organisation, gemeinsam die Themen des Klimaschutzes im Alltag zu diskutieren, war einer der Höhepunkte des letzten Jahres.
Für unser Anliegen, der Versiegelung unserer Stadt zu begegnen, haben wir das Projekt „Grün statt Grau“ ins Leben gerufen. Wir entschottern jedes Jahr einen Privatvorgarten und verwandeln ihn in ein Staudenbeet.
Im Netzwerk mit VCD und ADFC arbeiten wir an einem Mobilitätskonzept für Ludwigshafen.
Michael Carl, Sprecher des AK Energie und stellvertretender Landesvorsitzender:
Der Arbeitskreis Energie wurde am 12.05.1980 gegründet. Ende 1982 wurde eine landesweite Organisation daraus, indem ich mich beim damaligen Vorsitzenden Wolfgang Staab meldete und sofort zum Sprecher ernannt wurde. Heute hat der AK knapp 50 Mitglieder.
Der rationelle Umgang mit Energie und der Aufbau der Regenerativen ist bis heute mein Thema. Ich ziehe einen Großteil meiner Motivation daraus, dass wir – wie aktuell - immer wieder von der Realität gezeigt bekommen, wie richtig unsere Forderungen waren und sind.
Aus meiner Initiative gingen eine Reihe von Positionspapieren des Landesverbandes hervor. Den Bereich „öffentlicher Verkehr“ bearbeite ich auch seit längerer Zeit.
Ich bin beim BUND, weil mich immer schon der politische Bereich, der Natur- und Umweltschutz interessiert haben. Seit 2015 übe ich neben der Sprechertätigkeit auch das Amt des stellvertretenden Landesvorsitzenden aus.
Auf der Homepage des BUND LV finden sich viele von mir bearbeitete Broschüren und Faltblätter, z.B. der „Notfahrplan Energiewende“, „Neue Züge braucht das Land - Forderungskatalog des BUND Rheinland-Pfalz zum Öffentlichen Personennahverkehr in Rheinland-Pfalz“ und viele mehr.
Tobias Wiesemann, BUND Kreisgruppe Kaiserslautern:
Beim BUND bin ich jetzt seit 25 Jahren aktiv. Mit Umzug aus Essen habe ich hier in Kaiserslautern vom NABU in den BUND gewechselt, denn eine NABU-Gruppe gab es nicht. Seit 23 Jahren arbeite ich im Vorstand der Kreisgruppe mit, sicher 10 Jahre als Vorsitzender. Da ich unser Leben hier auf dem Planeten liebe, möchte ich es schützen. Leider akzeptieren wir die planetaren Grenzen nicht. Das führt zu immer größeren Verwerfungen, die zu mildern ich meinen Beitrag leiste. Dabei interessiert mich das Thema Obstwiesenschutz. Mit dem regionalen Äpfelchen haben wir ein Projekt, bei dem wir ca. 1,5 Tonnen Streuobst von Bauern und der eigenen Wiese direkt vermarkten. Die praktische Arbeit auf unserer Wiese (pflanzen, schneiden, mähen) ist mir auch ein wichtiger Ausgleich zum Alltag.
Agnes Hennen, BUND Kreisgruppe Cochem-Zell: Seit 1988 bin ich Mitglied im BUND und seit 1989 bis jetzt Kreisvorsitzende. In zahlreichen Planverfahren, vom Bau einer Giftmüllverbrennungsanlage, B-Plan-Verfahren bis hin zu Themen der Gentechnik wurden bearbeitet. Klageverfahren gegen den Bau eines Hafens mit Ferienhausgebiet an der Mosel wurden geführt.
Als BUND-Landesvorsitzende 2001 und jahrelange stellv. Landesvorsitzende 1990 -2001 war dies eine vielseitige und aufgrund der unterschiedlichen Regionen in RLP interessante Aufgabe im BUND-Landesverband. Viele Kontakte und somit Einblicke in alle Kreisverbände ermöglichten die unterschiedlichsten Umweltthemen aufzunehmen und in die landesweite Natur- und Umweltarbeit einzubringen. Ebenso Eingriffe in Natur- und Landschaft, die von landesweiter Bedeutung waren, konnten mit Unterstützung der Landesgeschäftsstelle in die Öffentlichkeit gebracht werden und somit für unsere Umweltarbeit sensibilisieren. Eine spannende und wichtige Aufgabe im Ehrenamt.
Hans Faus (links) und Tobias Ebenau (rechts), BUND Ortsgruppe Guldental:
Seit 1990 legt die BUND-Ortsgruppe Guldental Streuobstwiesen an. Dreißig Pflanzungen sind bunt verteilt über die Gemarkung und verschönern das Landschaftsbild. Unser Lieblingsprojekt sind die Streuobstwiesen! Wir sammeln alte Obstsorten, um sie vor dem Aussterben zu bewahren. Im November 2019 pflanzte unsere Ortsgruppe die 500. Obstsorte.
Zum BUND-Jubiläumsjahr präsentieren wir das Leader-Projekt „Guldentaler Streuobstland“. Ein Freilichtmuseum für historische Obstsorten und Streuobst. Näheres auf unserer Website: bund-guldental.de
Stefan Naumann, BUND Kreisgruppe Birkenfeld und Beisitzer im Landesvorstand:
Seit 1986 bin ich im BUND – Tschernobyl war ausschlaggebend. In Projekten unserer BUNDjugend-Gruppe Kreis Birkenfeld in den Bereichen Natur- und Artenschutz, Biotoppflege und auch Verkehrs- und Energiepolitik habe ich viel gelernt, tolle Leute kennengelernt, und versucht, meinen Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu leisten. Später als Landesjugendsprecher Rheinland-Pfalz durfte ich überregional vernetzen und landesweite Projekte organisieren, zum Beispiel die „Mobile Umwelt-Projektwerkstatt“, ein umgebauter Bauwagen, mit dem wir Schulen und Vereine vor Ort besucht haben.
Zuletzt war ich stellvertretender BUND-Sprecher der Region Trier und bin seit 2022 im Landesvorstand als Beisitzer aktiv.
Antje Fries, BUND Kreisgruppe Wonnegau / Ortsgruppe Osthofen:
Ich bin seit über 20 Jahren beim BUND. Begonnen habe ich in der Ortsgruppe Osthofen. Dort habe ich einige Jahre eine große Kindergruppe geleitet. Gleichzeitig war ich im Umweltausschuss der Stadt tätig.
Heutzutage bin ich ehrenamtlich bei der Kreisgruppe Wonnegau und der Ortsgruppe Osthofen aktiv. Ich helfe bei den Pflege-Einsätzen im Naturschutzgebiet "Rosengarten" und bei lokalen Einsätzen, wie bspw. der Denkmalpflege auf dem historischen Bergfriedhof.
Ich bin zum BUND gekommen, weil ich die Natur schützen möchte. Seit vielen Jahren versuche ich dies auch beruflich zu vermitteln, wie bspw. in der Schule im Grünen im Wormser Erlebnisgarten.
Ich bin und bleibe dabei, weil die Aktionen Spaß machen und ich immer noch die Welt retten will! https://wonnegau.bund-rlp.de
Marcel Weloe, BUND Kreisgruppe Mainz: Im Frühjahr 2010 suchte ich nach Möglichkeiten, für die Energiewende aktiv zu werden, und wurde im Arbeitskreis Energie des BUND Mainz fündig. Sehr bald wurde ich auch in andere Aktionen der Kreisgruppe eingebunden. Aktuell bin ich Teil des Mainzer Vorstands, Landesdelegierter und in der verbandseigenen Mitgliedergewinnung tätig. Meine Schwerpunkte sind Klimaschutz, Mobilitätswende und die Vernetzung der Umweltgruppen. Mich fasziniert, dass jedes Mitglied zu unseren Erfolgen beiträgt. Sei es durch aktive Mitarbeit wie auch als Teil der Umweltlobby. Dazu möchte ich weiterhin meinen Beitrag leisten.
Melanie Adamik, BUND Wildbienenbotschafterin:
Ich bin 2018 vom BUND zur Wildbienenbotschafterin ausgebildet worden. Von Anfang an war ich fasziniert, motiviert, infiziert und engagiert. Ich bin unter anderem in der Kreisgruppe Mainz-Bingen tätig. Vorträge, aber vor allem Führungen sind mein Steckenpferd. Auch betreue ich drei unserer Modellprojektpartner des Projektes „Blühendes Rheinhessen - Wein, Weizen, Wildbienen“.
Zum BUND kam ich, weil ich mich sinnvoll und nachhaltig engagieren wollte und ich für den Artenerhalt so vieler verschiedener Individuen und unserer Landschaft etwas tun will.
Bleiben möchte ich, weil ich auf viele Menschen getroffen bin, die die gleiche Leidenschaft und das gleiche Ziel verfolgen und ich diese Flamme, die in mir entzündet wurde, gerne an andere weiterreichen möchte.
Erwin Manz, ehem. Landesgeschäftsführer:
Die Mitarbeit im BUND hat meine Biografie maßgeblich beeinflusst. Ob schon 1985 als Zivildienstleistender, später als ehrenamtlicher Kreisgruppenvorstand oder dann als Landesgeschäftsführer war ich immer sehr beeindruckt, mit welcher Leidenschaft und welchem Engagement sich die Aktiven im BUND für die Erhaltung einer intakten Umwelt und der Lebensgrundlagen folgender Generationen einsetzen. Unter dem Motto „global denken und lokal handeln“ leisten die Freiwilligen vor Ort einen großartigen Dienst für Natur und Gesellschaft. Überall im Land haben sie wichtige Spuren hinterlassen - in Form von geretteten Biotopen, Klimaschutzmaßnahmen und der Weitergabe der Leidenschaft an junge Menschen. Ich selbst bin dankbar, im Verband so viele positive Mitstreiter*innen gefunden zu haben und selbst als Teil der Umweltbewegung zur Bewahrung der Schöpfung meine Beiträge einbringen zu können.
Holger Schindler, Regionalbeauftragter Region Pfalz im Landesvorstand:
Seit 1995 bin ich Mitglied im BUND. Ich war von 1998 bis 2002 in einem Quellen-Projekt und von 2004 bis 2011 im Vorsitz der Kreisgruppe Kaiserslautern tätig. Danach war ich sechs Jahre Landesvorsitzender des BUND Landesverbands RLP und direkt im Anschluss weiterhin im Landesvorstand als Regionalbeauftragter für die Region Pfalz tätig. Ich bin langjähriges Mitglied in den Arbeitskreisen Wasser und Wald sowie ab 2019 auch im Arbeitskreis Naturschutz. Meine Leidenschaften sind der Wald- und Gewässerschutz, insbesondere kleine Gewässer und Quellen.
Meine Motivation ist es etwas in der Welt zu verbessern. Die Natur benötigt eine starke Lobby, weil Tiere, Pflanzen und Biotope immer wieder "unter die Räder geraten“. Somit schützen wir auch die Menschen, die die Natur zum Überleben benötigen.
Der BUND ist für mich ein unabhängiger, glaubwürdiger Umweltverband, der von Menschen vor Ort getragen wird und sich politisch einmischt.
Ulrike Mauel, Ehrenamtliche Mitarbeiterin:
Zum BUND bin ich 2009 gekommen, als ein Freund mich zur Streuobstkartierung rund um Wiesbaden mitgenommen hat.
Die Verbindung von Umweltpolitik und praktischen Naturschutzmaßnahmen hat mich angesprochen und ich engagiere mich seitdem im BUND. Im Kreisverband Wiesbaden bin ich Mitglied des Vorstands.
Seit dem Beginn meines Ruhestands und einem Umzug nach Mainz arbeite ich 2 Tage in der Woche als Ehrenamtliche in der Verwaltung der Landgeschäftsstelle Mainz. Das klingt vielleicht etwas trocken, macht mir aber dank netter Kollegen und wechselnden Aufgaben viel Spaß.
Seit 2021 bin ich Wildbienenbotschafterin. Am Thema Wildbienen zeigt sich für mich beispielhaft, wie wichtig der Zusammenschluss möglichst vieler Menschen für den Artenschutz ist. Zwar kann ich mit naturnaher Balkon- und Gartengestaltung den Wildbienen helfen. Es braucht aber Druck auf Politik und Gesellschaft, damit Lebensräume für Biodiversität erhalten bleiben.
Das geht nur, wenn sich möglichst viele Menschen in Umweltverbänden zusammenschließen und deswegen bin ich im BUND.
Uwe Emnet, BUND Kreisgruppe Südpfalz:
Ich bin seit 2015 beim BUND Südpfalz aktiv. Zurzeit bin ich einer der Sprecher und kümmere mich hauptsächlich um die Themen Grundwasser, Boden und Landwirtschaft. Ein großer Teil meiner Aktivitäten ist die Pflege der Grünfläche am Birnbach in Landau/Pfalz. Dies sind schöne Momente, wo man Gemeinschaft und Zusammenhalt erleben kann. In einer Doku vom ZDF Terra Express wurde ich als Wasserdetektiv bezeichnet. Zu dokumentieren, wie unser Grundwasser durch die Landwirtschaft verschwendet und heruntergewirtschaftet wird, fordert mich besonders. Der Umbau hin zu einer regenerativen Landwirtschaft muß m. E. oberste Priorität haben.
Wir sind auf dem Pfad, diese Welt unseren Kindern und Enkelkindern in einem Zustand der völligen Zerstörung zu übergeben. Den haben wir von unseren Ahnen so nicht erhalten. Auch wir sind irgendwann Ahnen. Das sollten wir nicht vergessen.
Die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen erfolgt langsam und schleichend. Wenn scheibchenweise alles zerstört wird, fällt das nicht besonders auf. Erst wenn längere Zeiträume wie im Zeitraffer betrachtet werden, erkennt man, was alles unwiederbringlich verloren geht. Die Wut und vermeintliche Ohnmacht sorgt für die nötige Motivation.
Karin Haas, BUND Kreisgruppe Neustadt: Ich bin seit 1986 BUND Mitglied, wohne in Neustadt an der Weinstraße und habe mein Berufsleben als medizinisch-technische Assistentin (MTA) in einem Krankenhaus verbracht. In den 35 Jahren meiner Mitgliedschaft beim BUND habe ich verschiedene Funktionen innegehabt. Zu Beginn war ich zweite Vorsitzende der Kreisgruppe Freudenstadt in Baden-Württemberg. 1994 war ich zuerst als zweite Vorsitzende und später als erste Vorsitzende der Kreisgruppe Neustadt an der Weinstraße tätig. Von 2012 bis 2020 war ich Schatzmeisterin und habe mich danach aus dem Vorstand und dem operativen Geschäft zurückgezogen, bin jedoch noch für die Mitgliederverwaltung zuständig. Weiterhin bin ich Mitglied im BUND-Arbeitskreis Wald Rheinland-Pfalz. Meine Motivation dem BUND beizutreten, war das Waldsterben. Ich wollte die Öffentlichkeit auf das Problem aufmerksam machen. Der Wald hat mich ein Leben lang begleitet und ist noch immer ein Ort in dem ich mich erholen und Kraft tanken kann.
Dr. Guillermo Ludueña, BUND Kreisgruppe Südpfalz:
Ich bin seit 2017 beim BUND und bin mittlerweile Sprecher der Kreisgruppe Südpfalz. Unter anderem sind meine Hauptinteressen die nachhaltige Energieerzeugung und (Rad-)Verkehr, aber ich genieße besonders die gesellige Arbeit bei den Pflegeeinsätzen z.B. im Wildkatzenkorridor. Ich kam zum BUND als ich mich entschlossen habe, meinen Beitrag für eine Gesellschaft im Gleichgewicht mit der Natur zu leisten. Die basisdemokratische Struktur, die sachlich-wissenschaftliche Ausrichtung und die Orientierung auf ganzheitliche, anwendbare Lösungen waren für mich ausschlaggebend, ich bin gerne dabei!
Markus Mann, BUND Kreisgruppe Westerwald: Zum BUND bin ich 1993 gekommen, weil ich Michael Carl vom Arbeitskreis Energie kennengelernt habe und dachte: „Das ist vernünftig, was der sagt und verbreitet!“ Meine immerwährende Passion ist der Klima- und Friedensschutz durch erneuerbare Energien. Neben Energie gehen mir Gewässerschutz und Streuobstwiesen besonders ans Herz. Ich lebe die Überzeugung, dass nur Klima-Solidarität den kollektiven Selbstmord verhindert. Dabei zähle ich mich zu den Realos in der Umweltbewegung und versuche eine „ökologische Fackel“ zu tragen.
Ich stehe für eine Demokratisierung und Dezentralisierung der Energieversorgung! Geprägt vom ersten Golfkrieg war bei mir im Kopf das Thema „Kein Krieg um Öl!“ verankert. Je mehr ich mich mit dem Thema auseinandersetzte, desto mehr erkannte ich den Zusammenhang von Klimaschutz und Weltfrieden. Seit 1991 ist das Thema für mich nicht mehr wegzudenken und mein Hobby wurde zum Beruf. Nach der nuklearen Katastrophe von Fukushima gründete ich mit zunächst 82 Bürger*innen die Wäller-Energiegenossenschaft. Heute sind wir 320 Mitglieder, die in Wind- und Sonnenenergie investiert haben.
Gavin Grosvenor, BUND Kreisgruppe Mayen-Koblenz: Dipl.-Ing. Gartenbau. Beruf: Musikalienfachhändler, selbstständig. Lebensmittelpunkt ist Maifeld und lange Auslandsaufenthalte in Australien, Asien, Afrika und im Amazonas.
Seit 2017 stellvertretender Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Mayen-Koblenz, Landesdelegierter, aktiv im AK Naturschutz, AK Wasser, im BUND-Schmetterlingsnetzwerk sowie Bachpate. Außerdem Mitglied im Stadtrat, Verbandsgemeinderat, Naturschutzbeirat der Kreisverwaltung und Stellvertreter im Naturschutzbeirat der SGD-Nord.
Schwerpunkte: Naturschutz, Gewässerschutz, Artenschutz und Naturfotografie. 2020: Preis UN-Dekade biologische Vielfalt für Artennachweise auf Sevenicher Feuchtwiesen. Seit 2022: Pressesprecher des BUND Landesverbandes RLP.
Egbert Bialk, Regionalbeauftragter im Landesvorstand:
Regionalbeauftragter Mittelrhein-Westerwald und damit Mitglied im Landesvorstand, Initiator und Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Koblenz und seit 11 Jahren ehrenamtlicher Leiter des Regional- und Projektbüros Koblenz. Weiterhin stellvertretendes Mitglied im Verbandsrates des BUND für den Landesverband RLP und Delegierter für die Bundesdelegiertenversammlung. Daneben aktiv in vielen ökosozialen Netzwerken in der Stadt, Region und auch bundesweit.
Meine Anliegen: Beschleunigung eines wirksamen Klimaschutzes, insbesondere im Bereich ökosoziale Verkehrswende, Weiterführung von Kohle- und Atomausstieg und örtliche Biodiversitätsprojekte (Garten Moselweiß u.a.), regionale Vernetzung in der Zivilgesellschaft.
Karl-Heinz Groß, BUND Kreisgruppe Westerwald und AK Energie: Schon vor fast dreißig Jahren nahm ich den vorausgesagten Klimawandel als Ansporn, mich in meinem Beruf für Projekte einzusetzen, die heute hochaktuell sind. Als hauptamtlicher Beigeordneter der VG Hachenburg veranlasste ich, dass diese das erste größere Windrad in RLP baute, eine Biomasseheizung in einem Schulzentrum installierte, zwei Blockheizkraftwerke anschaffte und Solarheizungen und Fotovoltaik baute. Mit 80 Leuten in einer Bürgerenergiegesellschaft wurden im Westerwald fünf Windräder errichtet. Zusammen mit zwei weiteren Bürgerenergiegenossenschaften und 800 Leuten versuche ich seit zehn Jahren, den Bau weiterer Windräder im Westerwald vorzubereiten. Dies ist bisher an fehlenden Rahmenbedingungen gescheitert. Ich erwarte, dass auch die Naturschutzverbände die enormen Chancen ergreifen, die der Bau von Windrädern über Ausgleichsmaßnahmen zur Verbesserung des Naturhaushaltes bietet. Auf diesen Schwerpunkt lege ich seit vielen Jahren meine Mitarbeit im Arbeitskreis Energie des BUND und bringe dort meine Fachkenntnis ein.
Ludger Nuphaus, BUND Kreisgruppe Bad Kreuznach: Seit 35 Jahren bin ich als Umweltschutzingenieur im BUND aktiv. Erst im Arbeitskreis technischer Umweltschutz, dann als dessen Leiter. Stellungnahmen zu Abfallwirtschaftskonzepten, zu teils unsinnigen Deponieplanungen sowie zum Flugplatz Hahn prägten meine Arbeit. Heute kann ich mich noch immer über Eingriffe in Natur und Landschaft aufregen und gebe der Naturschutzverwaltung Hinweis darauf. Als Rentner trage ich den Umwelt- und Klimaschutzgedanken weiter. Mit Vorträgen zu Stecker-Photovoltaik werbe ich zurzeit für diese umweltfreundliche und kostensparende Energieversorgung.
Lara J. Dittrich, FÖJlerin in der BUND Landesgeschäftsstelle (2022/23):
Ich bin seit August 2022 als FÖJlerin in der BUND LGST RLP tätig und unterstütze dort tatenkräftig das Fachreferat, die verschiedenen Projekte und die BUNDjugend. Die Aufgaben sind vielseitig und reichen von normaler Büroarbeit bis hin zur Pflege der Social Media Konten und Planung von Aktionen sowie auch der Teilnahme an diesen (bspw. Hybrid-Veranstaltungen, Infostände, Demos und Aktionen der BUNDjugend,…). Da das FÖJ ein Bildungsjahr ist, bekomme ich auch reichlich Gelegenheiten dazu, mein Interesse an den Themen Nachhaltigkeit, Klimapsychologie und Klimawandel zu vertiefen – z.B. mit der Teilnahme an der Multiplikatoren-Ausbildung im Rahmen des Projekts „KlimaBewusstTrier“.
Von dem FÖJ hatte ich durch puren Zufall erfahren. Auf den BUND war ich nach einiger Recherche im Internet gestoßen und hatte in ihm zusammen mit der BUNDjugend die Gelegenheit gesehen, in Aktion zu treten und mich weiterzuentwickeln.
Durch meine Arbeit für den BUND/ die BUNDjugend ist mir alles rund um den Schutz unseres Planeten weiter ans Herz gewachsen, lies mich aber auch erkennen, wie verstrickt und kompliziert dieser ist. Das motiviert mich, auch nach meinen FÖJ am Umwelt- und Klimaschutz mitzuwirken.
Maren Goschke, BUND Kreisgruppe Mainz und aktiv als BUND Wildbienenbotschafterin: Es macht mir viel Spaß, Kindern die Natur nahe zu bringen. Seit vielen Jahre betreue ich die BUND-NABU-Kindergruppe in der Alten Ziegelei und ebenso die Naturerlebnistage für Kitas und Schulklassen. Wenn die Kinder in der Becherlupe ein Insekt betrachten und dabei leuchtende Augen haben freut mich das besonders. Im Gartenschläfer-Projekt arbeite ich gerne mit. Entweder mit einem Themenvormittag in Schule oder Kita, Workshop zum Nistkastenbau oder Vortrag. Mit dem DoMoS (www.youtube.com/watch?v=VixKqYA3gL8) bei uns zu Hause war ich aktiv an der Forschung beteiligt. Weiterhin bin ich als Wildbienenbotschafterin aktiv.
Meine Motivation ziehe ich aus der Begeisterung der Kinder, aber auch dem persönlichen Kontakt mit Menschen, die sich begeistern lassen. Ich hoffe, Verständnis für die Natur zu vermitteln, und dass jede*r einzelne etwas dazu betragen kann. Aber ich möchte mich auch in aktuelle Themen, wie Boden-, Klima- und Artenschutz einmischen.
Ich bin seit 10 Jahren für den BUND Mainz aktiv und seit 2018 eine der Vorstands-Sprecherinnen unserer Kreisgruppe.
Simone Schneider, AK Naturschutz: Aufgrund des immer noch ungebremsten Artenrückgangs ist es wichtiger denn je, sich für den Schutz der Pflanzen und Tiere und deren Lebensräume zu engagieren. Dass sich der BUND für die Artenvielfalt stark macht, finde ich unerlässlich. Die Natur braucht unsere Hilfe – sei es durch die Umsetzung von konkreten Artenschutzprojekten, durch Gremientätigkeiten auf behördlicher Ebene oder durch die Sensibilisierung für einen bedachten Umgang mit der Natur. Seit fast 20 Jahren unterstütze ich den BUND RLP dabei und berate ihn in Fachfragen rund um den Arten- und Biotopschutz.
Jutta Schreiner, Landesgeschäftsstelle: Als Kind der 70er bin ich BUND-Mitglied seit dem Teenie-Alter und war zuerst beim BUND in Aachen engagiert. Damals ging es inhaltlich um das Müllheizkraftwerk Weisweiler. Seit 1997 schlägt mein Biologen-Herz für den BUND Rheinland-Pfalz. Die Naturschutz- und Bildungsthemen haben es mir angetan - Projekte planen, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsorganisation und die Zusammenarbeit mit unseren Ehrenamtlichen und anderen Landesverbänden des BUND begeistern mich immer wieder neu. Es ist so schön ein Teil dieses großen, wunderbar vielfältigen Teams zu sein! Und immer findet sich jemand, der einem weiterhilft bei Spezialthemen von A wie Ameisenlöwe bis Z wie Zwischennachweis! Danke!
Sonja Schütz, Kreisgruppe Altenkirchen:
Ich bin 2012 über verschiedene Veranstaltungen zum Thema artenreiches Grünland zum BUND RLP gekommen. Der BUND hatte 2012 im Rahmen des Projektes „Blumen- und Schmetterlingswiesen“ Wiesenbotschafter ausgebildet und Wiesenwettbewerbe ausgelobt. Als Wiesenbotschafterin und Wiesenmeisterin ist es mir wichtig die Vielfalt der Landschaft und Natur zum Wohle aller zu erhalten und erlebbar zu machen. Denn nur was der Mensch liebt schützt er und nur was er kennt, wird er lieben. Ich versuche aufzuzeigen, wie die Landwirtschaft dazu beiträgt, die Vielfalt zu bewahren. Insbesondere Pferdehalter mit extensiven Tierhaltungen können einen großen Teil dazu beitragen, die Artenvielfalt zu erhalten und zu vermehren. Als Westerwälderin liegt mir das Nationale Naturerbe Stegskopf besonders am Herzen. Durch die Vielfalt an Lebensräumen und Strukturen finden viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten hier noch einen Rückzugsraum. Darum setzen ich mich für den Erhalt der Arten- und Lebensraumvielfalt ein und für eine Naturschutzstation (Kompetenzzentrum).
Lisa McKenna, BUND Kreisgruppe Pirmasens: Im tiefen Pfälzerwald zu leben bedeutet täglich mit der Schönheit der Natur konfrontiert zu sein. Ich habe frische Waldluft, faszinierende Felsformationen und murmelnde Bäche vor der Haustür, und begreife dies als Privileg in höchstem Maße. Dieses möchte ich nutzen, und setze mich deshalb dafür ein, Artenvielfalt und gesunde Ökosysteme zu schützen und zu erhalten. Denn ich will, dass meine beiden Söhne mit Vorfreude in die Zukunft schauen können. Darin liegt meine Hauptmotivation. Der BUND bietet mir eine Plattform für angewandten Naturschutz. In der KG Pirmasens übernehme ich als Ko-Vorsitzende seit Juni 2022 die Korrespondenzarbeit, bin Kassenführerin und engagiere mich im Igelschutz.
Jenni Follmann, Stellvertretende Vorsitzende im Landesvorstand: Mein Name ist Jenni Follmann, ich habe 2005 als wissenschaftliche Hilfskraft beim BUND Baden-Württemberg begonnen und bin seitdem mit wechselnden Rollen, teils haupt-, teils ehrenamtlich aktiv. Aktuell als stellvertretende Landesvorsitzende. Neben dem Klimaschutz treibt mich besonders der Flächenverbrauch um. Irgendwann fiel mir auf, dass Flächenverbrauch in jeder naturschutzfachlichen Stellungnahme ein großes Problem ist, dass aber niemanden interessiert und jeden Tag immer weiter Böden bebaut werden. Das machte mich unheimlich wütend. Weil wütend sein allein aber nicht hilft, habe ich den Landesarbeitskreis Flächenverbrauch/ Bodenschutz gegründet und den Bundesarbeitskreis Zukunftsfähige Raumnutzung mit weiteren Mitstreitern wiederbelebt. Heute sind wir eine starke Stimme für gesunde Böden und unverbaute Landschaften.
Wenn euch die Mitarbeit im BUND interessiert, meldet euch gern auf info@bund-rlp.de.
Wolfgang Düring, BUND Kreisgruppe Mainz-Bingen und Netzwerk Schmetterlinge: Studiert habe ich Mathematik und Physik in Köln. Beruflich war ich als IT-Projektmanager, Unternehmensberater und heute Lehrer an der IGS in Bad Kreuznach tätig. Auf einer Fahrradtour mit meiner ältesten Tochter durch die Natur unserer neuen Heimat in Bingen fanden wir schwarze Raupen am Wegesrand. Damals wusste ich nicht, welche Tiere das waren. Wir nahmen drei Raupen mit und erlebten, wie aus ihnen drei wunderschöne Tagpfauenaugen wurden.
Seit der Landesgartenschau in Bingen (2008) bin ich beim BUND für Schmetterlinge aktiv. Heute kenne ich alle ca. 100 Tagfalterarten in RLP mit ihren Eiern, Raupen, Puppen und Lebensräumen. Ich führe jährlich zahlreiche Exkursionen durch, versuche in meiner Umgebung Lebensräume für Tagfalter zu schützen, züchte verschiedene Arten (Fetthennen-Bläuling, Apollo) zur Arterhaltung und führe FFH-Monitorings für den Großen und den Blauschillernden Feuerfalter durch. Ich baue mit Freiwilligen Schmetterlingsgärten und Schmetterlingspfade und züchte in Schulen und Kindergärten Raupen. Am meisten begeistern mich Veranstaltungen mit Kindergärten und Grundschulen, in denen Kinderaugen mithilfe von Raupen und Schmetterlingen zum Leuchten gebracht werden.
Michael Musil, BUND Kreisgruppe Westerwald:
Als Mitinitiator der Zusammenführung von BUND und BNR erinnere ich mich an die turbulenten Zeiten Ende der 70er-Jahre, als die Umweltzerstörung zumindest für mich ersichtlich wurde. Viele Versuche, Einfluss auf die Politik zu nehmen führten zu manchem Frust und in der Konsequenz auch zu politischen Tätigkeiten. Viele Menschen habe ich kennen- und auch schätzen gelernt. Viele Diskussionen drehen sich bis heute im Kreis, und die Interessenlobby rund um das Geldsystem hat die Lage weiterhin fest im Griff. Solange der Auslöser für die Umweltzerstörung im Nebel gehalten wird, hat die Natur schlechte Karten. Deshalb befasse ich mich auch weiterhin mit der Aufklärung.
Albert Dobrowolski, BUND Kreisgruppe Wonnegau:
Die 50 Jahrfeier des BUND Landesverbandes lässt mich nachdenken, Revue passieren wie ich zum BUND kam.
Angefangen hat es mit dem BNR, dem Bund Naturschutz Rheinhessen, einer Bürgerinitiative 1979. Mit dem Eintritt aller BNR Mitglieder in den BUND RLP wurden wir eine überregionale, tatkräftige Truppe.
Rüdiger Wagner leitete die Kreisgruppe Alzey-Worms und die Geschäftsstelle in Osthofen. Auf Grund einer Erkrankung übernahm ich die KG von Rüdiger Wagner. Mit monatlichen Treffen im gesamten Kreisgebiet, Vorträgen und einer guten Pressearbeit wurden wir mehr und mehr bekannt. Zuerst die Entrümpelung des Steinbruchs „NSG Rosengarten“ in Gundersheim, dann die Pflege dieses einmaligen Refugiums brachte uns viele Mitstreiter. Die Pflege von Stromtalwiesen, Hohlwegen, Streuobstwiesen und Schilfflächen im NSG Altrhein forderten unsere ganze Kraft. Aber wir haben es geschafft.
Heute betreue ich die Kinder der KITA in Gimbsheim, mache sie neugierig, führe sie hinaus in die Natur, lasse sie beobachten, sehen, hören, riechen, fühlen, schmecken. Es ist wunderbar Kinder zu begeistern, ihnen die Geheimnisse der Natur aufzuzeigen.
Jean Sebastien Larro und Anke Larro-Jacob, Wildbienenbotschafter*in, BUND Kreisgruppe Alzeyer Land: „2015 haben wir beim BUND zum ersten Mal von Wildbienen gehört. Seitdem entdecken wir ständig Neues über Aussehen, Lebensweise und Bedürfnisse verschiedener Wildbienenarten. Ihre Vielfalt fasziniert uns! Und wir erzählen davon. Mit unseren Wildbienen-Safaris, Fernsehauftritten, Teamevents, Vorträgen und Projekten erreichen wir alle Generationen und auch Menschen, die sich bisher vielleicht noch nicht so viel für Natur interessiert haben. Und plötzlich öffnet sich vor ihnen die Welt der Wildbienen. Häufig hören wir nach einer Safari: „Jetzt sind sie auf einmal überall. Warum habe ich sie vorher nicht gesehen?“ Wir sind als BUND-Wildbienenbotschafter tätig, weil es uns wichtig ist, mehr Menschen für Wildbienen zu begeistern. Die Frage, die wir dabei am liebsten beantworten: ‚Und was kann ich jetzt für Wildbienen tun?‘“
Michael Leukam, BUND Kreisgruppe Worms und tätig als BUND Wildbienenbotschafter:
Seit 1997 wohne ich in Worms und bin seitdem beim BUND aktiv – aktuell als Vorsitzender der Kreisgruppe. Schwerpunkt meines Studiums der Sozialwissenschaften in Osnabrück war das Thema „nachhaltige Entwicklung“. In meiner Diplomarbeit untersuchte ich die Umsetzung der Lokalen Agenda in Osnabrück. In Worms habe dazu einen Inititativkreis ins Leben gerufen und mich gemeinsam mit anderen dafür eingesetzt, dass sich Worms zu den Zielen der Agenda 21 bekennt.
Mir bereitet es große Schmerzen, wenn ich die alltägliche Zerstörung der Natur sehe. Deshalb engagiere ich mich. Kämpfe gegen Industriegebiete, setze mich für die naturnahe Gestaltung von Gewerbeflächen ein, protestiere gegen Atomenergie, streite für die Verkehrswende und bekämpfe die Vermüllung. Die praktische Naturschutzarbeit liegt mir sehr am Herzen. Als BUND-Wildbienenbotschafter erhalte ich wertvolle Trockenrasen und schaffe neue Lebensräume für Wildbienen. Ich bringe sie anderen Menschen - vor allem Kindern – mit Führungen und Vorträgen näher. 2020 wurde ich dafür vom SWR mit dem „Ehrensache“-Preis ausgezeichnet. Dieser Preis gebührte aber nicht mir alleine, sondern der gesamten Kreisgruppe. In Worms haben wir eine tolle Gruppe von Aktiven. Nur gemeinsam kann man viel erreichen.
Monika Arnold von der Kreisgruppe Westerwald: Mitte der 1980er Jahre war ich Mitglied einer Bürgerinitiative gegen militärischen Tieffluglärm, wogegen sich auch der BUND engagierte, und so trat ich der Kreisgruppe Westerwald bei. Danach war der Neubau der ICE-Strecke zu bearbeiten und das etwa 10 Jahre lang. Später rückte dann mein Hauptanliegen, der Tier- und Artenschutz, in den Vordergrund und ich beschäftigte mich, zusammen mit der Masgeik-Stiftung, mit dem Vorkommen der Wildkatze im Westerwald. Über dieses Monitoring kam ich zu Luchs und Wolf und arbeitete für die FAWF als Großkarnivorenbeauftragte im Westerwald. Heute sind wir hier ein Präventionsgebiet-Wolf und haben Wolfsnachwuchs. Mein Einsatz über viele Jahre war beim Tierschutzbeirat RLP, und schaue ich zurück, so ist das natürlich längst nicht alles, alles aber hat auch Spaß gemacht und der Einsatz für die Natur hat sich in vielen Fällen gelohnt.
Olaf Bergmann, BUND Kreisgruppe Neustadt: Ich bin Olaf E. Bergmann und seit 2011 in der BUND KG Neustadt tätig. Ich beschäftige mich mit der „Verklebung“ unserer Gesellschaft und den möglichen Lösungsvorschlägen und „Lösungsmitteln“, die notwendig sind, um den erweiterten Kunstbegriff auch in die Natur und den Umweltschutz hineinzutragen. Humoristisch würde ich mich als „QuellWasserTräger“ bezeichnen. In diesem Sinne habe ich schon einige Projekte für Neustadt a.d.W. durchgeführt.
Als Beispiel möchte ich einen WeidenDom nennen oder auch die Hochbeete „Würze für Neustadt“, die ich initiiert und umgesetzt habe. Ich setze mein Augenmerk aber auch auf den Bereich des Denkmalschutzes, den der BUND auch in seiner Agenda stehen hat, in Form eines Fachwerkgebäudes von 1685, in Lachen-Speyerdorf. Ich freue mich, dass der BUND als einziger Umweltverband den Denkmalschutz in seiner Satzung hat, um den Nachhaltigkeitsaspekt in unserer Gesellschaft in Bezug auf Lebensraumgestaltung zu realisieren. Meine Motivation, im BUND zu sein, ist es, die gesellschaftliche Transformation und Nachhaltigkeit mitzugestalten.
Isabelle Hercher, Landesjugenvorsitzende, BUNDjugend RLP/Mainz: Hallo zusammen, ich bin Isabelle aus einem kleinen Dorf in Rheinhessen im Kreis Mainz-Bingen. Seit Sommer 2020 durfte ich in der BUNDjugend viel erleben, tolle neue Leute kennenlernen und gemeinsam mit ihnen stetig neue Herausforderungen meistern. Ich beschäftige mich viel mit der Frage, wie wir unseren Alltag nachhaltig(er) gestalten können. Meine Themen sind hierbei insbesondere Mobilität, Konsum und Abfallvermeidung. Wie schaffen wir es, den bewussten Lebensstil attraktiver zu machen als das Weiterso in unserer derzeitigen Konsum- und Leistungsgesellschaft? In der BUNDjugend habe ich eine Gruppe gefunden, die genau diese Frage angeht. Wir wollen durch Naturerleben, Müllsammeln, gemeinsame Demos und Diskussionen oder andere öffentlichkeitswirksame Aktionen neue Ideen entwickeln, ausprobieren und auch andere dafür begeistern, mit dem Ziel ein Gutes Leben für Alle zu erreichen. Bist du auch dabei? Schreib uns gerne über Instagram oder schicke eine Mail an info@bundjugend-rlp.de!
Peter Brunck, BUND Kreisgruppe Südpfalz: Ich bin Winzer und kam über das Wildkatzen-Projekt 2009 zum BUND. Ich habe einen Großteil der Grundstücke, die heute den Wanderkorridor zwischen Pfälzerwald und Bienwald bilden und in der Monokultur untergegangen wären, für das Projekt gesichert. Hier habe ich auch das Lockstockmonitoring vier Jahre lang unterstützt. Dabei wurde das Senckenberg Institut auf eine Besonderheit aufmerksam – einen genetischen Nachweis aus der Familie der Lamas in der Südpfalz! Die bahnbrechende Entdeckung des Pfalz-Lamas war aber leider nur ein Haar aus meiner Alpaka-Mütze, das bei der Arbeit in die Probe gelangt war.
Ich bewirtschafte meine Weinberge, die zum Teil im Wildkatzen-Wanderkorridor liegen, möglichst nachhaltig. Zur Reduktion von Spritzmitteln baue ich auf 15% meiner Flächen pilzwiderstandsfähige Rebsorten an und nutze seit 20 Jahren eine Recycling-Pflanzenschutzspritze, um überschüssige Pflanzenschutzmittel aufzufangen und so den Verbrauch und die Belastung der Umwelt zu senken. Die Unkrautentfernung im Weinberg erfolgt nur mechanisch. Auf dem Dach nutze ich eine 30 kW PV-Anlage und produziere mehr Strom, als mein Betrieb verbraucht. Wir fahren mit dem E-Auto in den Weinberg, heizen mit Holz und Sonne und haben im Haus eine mit Naturlehm verputzte Wandflächenheizung.
Sabine Yacoub, Vorsitzende des BUND Rheinland-Pfalz:
"Ich bin 2004 als Naturschutzreferentin zum BUND Rheinland-Pfalz gekommen und habe mich sofort sehr wohl gefühlt. Im BUND habe ich viele engagierte und interessante, beeindruckende Menschen kennen gelernt. Außerdem schätze ich am BUND, dass er nicht nur klassischer Naturschutzverband ist, sondern sich für echte Nachhaltigkeit einsetzt und nach Lösungen sucht. Wir protestieren nicht nur, wir machen auch Lösungsvorschläge und setzen uns für diese ein – Auch wenn das bedeutet, dass wir in den eigenen Reihen um gute Kompromisse ringen müssen."
Lukas Prinz, Schatzmeister des BUND Rheinland-Pfalz: "Ich bin 2009 durch meinen Zivildienst zum BUND gekommen und seither in der Jugendarbeit, politischen Aktionen und dem Landesvorstand aktiv. Ausgelöst vom Scheitern des Klimagipfels in Kopenhagen damals brenne ich für den Klimaschutz. Dabei treibt mich im BUND an, dass wir schon immer Klima- und Naturschutz zusammen voranbringen. "Gemeinsam sind wir stärker" war und ist immer unsere Motivation! Die Klimakrise, genau wie Krieg, Inflation und Energiemangel, braucht umfassende nachhaltige Lösungen. Und wir im BUND möchten diese erarbeiten. Wir arbeiten dabei wo möglich mit anderen Organisationen zusammen – für uns ist gesellschaftlicher Zusammenhalt gelebte Praxis."
Torsten Jäger, Wildbienenbotschafter beim BUND Rheinland-Pfalz: ,,Hallo, mein Name ist Torsten Jäger und ich liebe die Natur. Sie gibt mir Kraft, erdet und begeistert mich. Schon lange bin ich im Natur- und Tierschutz aktiv, betreibe Öffentlichkeitsarbeit und bin begeisterter Naturfotograf. Seit 2021 bin ich aktiv beim BUND in der Kreisgruppe Mainz-Bingen. Alles begann mit der Ausbildung zum Wildbienenbotschafter. Dabei lernte ich nicht nur viel über Bienen, sondern auch ganz viele tolle, engagierte, nette Leute kennen. Zusammen mit der BUND Naturkindergruppe und dem stellv. Vorsitzenden der Kreisgruppe renovierte ich anschließend eine Wildbienen-Nisthilfe hier in Bodenheim.
Ich bin zudem Sprecher der Naturschutzgruppe Bodenheim und wir kooperieren in einigen Bereichen mit dem BUND. Im nächsten Jahr werden wir gemeinsam, zusammen mit der Grundschule Bodenheim, eine Streuobstwiese anlegen.
Genau das ist der Grund, warum ich den BUND so toll finde: Diese übergreifende, sachorientierte Zusammenarbeit auch mit anderen Akteuren, und auch das Herzblut, das man bei vielen Aktiven spürt. Es macht so viel Spaß ein Teil davon zu sein. "
Armin Osterheld von der BUND-Kreisgruppe Südpfalz, Sprecher des AK Wald: „1982 traten meine Frau Ilse und ich in den BUND als Gründungs- und Vorstandsmitglieder der Kreisgruppe Landau / Südl. Weinstraße ein. Bereits damals gab es im Landesverband einen Arbeitskreis (AK) Wald, dessen Leiter Forderungen des Naturschutzes an die Landespolitik formuliert hatte. Diesem Papier fehlte jedoch der forstfachliche Impetus und wurde von der Landesforstverwaltung und der Politik nicht ernst genommen. Bei meiner Vorstellung im AK belustigte sich die ganze Runde über die damals kaum für möglich gehaltene Idee eines Försters, sich mit einem Naturschutzverband gemein zu machen. 1985 wählte man mich als neuen Sprecher des AK Wald. Bis 1986 erarbeiteten wir das bundesweit erste BUND-Waldprogramm. Auf 7 Seiten wurden Forderungen formuliert, die bereits 5 Jahre später Eingang in das Koalitionspapier der neuen Landesregierung fanden. In diesem Konzept zur naturnahen Forstwirtschaft des Landes waren vor allem Kahlschlagverbot und Zielstärkennutzung die wirksamste Bremse für den Altersklassenwald im Staatswald. Die Waldlandschaft des gesamten Landes veränderte ihr Aussehen, da zwischenzeitlich das Konzept auch Eingang in das Waldgesetz gefunden hat und für alle Waldbesitzarten gilt.
Ende der 80er war ich auch Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) und des Ökologischen Jagdverbandes Rheinland-Pfalz (ÖJV). 2019 erhielten meine Frau Ilse und ich jede(r) die Verdienstmedaille des Landes RLP für außerordentliches Engagement im Natur- und Umweltschutz und im sozialen Bereich. Die oben geschilderten Leistungen konnten nur erbracht werden in einem Netzwerk von Mitstreitern im BUND und darüber hinaus zu Partnerverbänden und zugewandten Personen aus Behörden, Lehrern, FÖJ-lern, Schülern und auch Firmen, die Ressourcen zur Verfügung stellten.“
Aktuelles
07. September 2023 | Pressemitteilung
Gründungstag des BUND Rheinland-Pfalz: Seit 50 Jahren aktiv für Natur und Umwelt
15. August 2023 | Publikation
BUNDmagazin 3/23 Rheinland-Pfalz
24. Juni 2023 | Pressemitteilung
50 Jahre aktiv für Umwelt- und Naturschutz: BUND Rheinland-Pfalz feiert Jubiläum
15. Juni 2023 | Publikation
50 Jahre BUND Rheinland-Pfalz - Highlights eines halben Jahrhunderts
16. März 2023 | Meldung
Ausbau der B10 als Musterbeispiel für gescheiterte Verkehrspolitik bei "Frontal 21"
19. Januar 2023 | Meldung
BUND-Wildbienenberatung startet Anfang Februar wieder
17. Januar 2023 | Pressemitteilung
Zehntausend gegen Autobahn-Ausbau
08. November 2022 | Meldung
Mitmach-Aktion zum Weltbodentag
27. Oktober 2022 | Publikation
BUNDmagazin 4/22 Rheinland-Pfalz
22. Oktober 2022 | Meldung
Demo "Solidarischer Herbst"
03. August 2022 | Meldung