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BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

BUND fordert Kohleausstieg und Klimagerechtigkeit bei Kundgebung in Mainz und in vielen weiteren Städten

12. Dezember 2015 | BUND, Energiewende, Klimawandel, Kohle, Ressourcen & Technik

Zum Ende der Weltklimakonferenz in Paris sind in ganz Deutschland hunderte Aktive vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) für den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas auf die Straße gegangen.

„Der bevorstehende Abschluss dieser schwierigen Verhandlungen in Paris ist zwar ein Hoffnungszeichen, doch reichen die bisher bekannt gewordenen zumeist unverbindlichen Ergebnisse zum Schutz des Weltklimas nicht aus, wir müssen eine weitere Aufheizung befürchten - weit über die angestrebte 1,5 bis 2-Grad-Grenze hinaus. Die Folgen für unsere nächsten Generationen und die Länder des Südens drohen schlimm zu werden“, so Egbert Bialk vom Landesvorstand des BUND Rheinland-Pfalz. „Es fehlt an ambitionierten, verlässlichen Ausstiegsplänen aus fossilen Energien, nicht nur in China oder Saudi-Arabien sondern auch bei uns in Deutschland. Die Bundesregierung muss jetzt schleunigst die Subventionen für Kohlekraftwerke streichen, Steuergelder für diese Klimakiller sind eine unverantwortliche Vergeudung! Hoffnung setzen wir auf den weiteren Ausbau der Erneuerbaren und ein Umdenken bei Investitionen. Wirtschaft, Pensionskassen und Städte beginnen bereits Ihr Kapital aus Kohleprojekten abzuziehen. Nach Paris wird sich dieser Trend verstärken. Auch die finanzielle Verantwortungsbereitschaft  der reichen Verursacherländer hat sichtbar zugenommen.“

Weil die Politik es versäumt habe, klare Rahmen zu vereinbaren, seien Umweltverbände und Bürgerinnen und Bürgern jetzt verstärkt in der Verantwortung, die Energiewende vor Ort umzusetzen. "Die Landesregierung ist mit ihrem Ziel, bis 2030 unseren Strom zu 100% aus Erneuerbaren Energien zu produzieren, weitgehend auf dem richtigen Kurs. Das muss fortgesetzt werden. Wir erwarten aber darüber hinaus, dass Rheinland-Pfalz auch in den anderen Bereichen wie Mobilität und Wärme bis spätestens zum Jahr 2050 nahezu klimaneutral wird. Dafür muss das Land weg vom Straßenneubau hin zu einem alltagstauglichen öffentlichen Verkehr, auch auf dem Land. In den Städten müssen Fußgänger und Radfahrer neue Prioritäten bekommen.  Auch im Bereich der energetischen Gebäudesanierung muss mehr passieren. Ein wirksames Gesetz im Wärmebereich tut not“, so Bialk.

 

Auch in Frankreich und anderen Ländern gingen heute viele tausend Mitglieder von lokalen BUND-Gruppen und dem BUND-Dachverband „Friends of the Earth“ für die Energiewende von unten und den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas auf die Straße. In Paris organisierten Aktive von der BUND-Schwesterorganisation „Les Amis de la Terre“ trotz des Ausnahmezustandes eine Protestaktion, bei der Hunderte Menschengruppen im Stadtzentrum Buchstaben des Slogans „Climate. Justice. Peace.“ und „People. Power. Now“ hochhielten.

Rückfragen an:
Egbert Bialk,01578-6257149
Sabine Yacoub, 06131-62706, 0174-9971892  

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