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BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

BUND zu geplantem Basaltabbau „Nauberg - Welsche Hütte“ im Westerwald: Wald muss für Klimaschutz erhalten bleiben

15. August 2019 | Gefährdete Tiere und Pflanzen, Klimawandel, Lebensräume, Nachhaltigkeit, Naturschutz, Suffizienz

Westerwald/Mainz. In seiner Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren für den Tagebau „Nauberg – Welsche Hütte“ im Westerwaldkreis fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz die Verweigerung der Genehmigung für den weiteren Basaltabbau am Nauberg. Es könne nicht sein, dass in Zeiten der Klimakrise ein z. T. über 120 Jahre alter Wald abgeholzt werde, um Schotter für den Straßenbau zu gewinnen.

„Wir fordern von Brasilien den Stopp der Regenwaldabholzung. Wissenschaftler fordern, dass zum Schutz des Klimas weltweit Milliarden neuer Bäume gepflanzt werden, und wir wirtschaften einfach weiter wie bisher. Als gäbe es keine Klimakrise“, ärgert sich BUND-Landesvorsitzende Sabine Yacoub. Der Wald müsse als CO2-Speicher erhalten bleiben. Außerdem würden durch den geplanten Abbau Trinkwasserquellen verloren gehen. Für diese solle zwar Ersatz geschaffen werden, aber auch hier sieht der BUND die Notwendigkeit, Vorsorge zu betreiben. „Wir müssen damit rechnen, dass wir immer mehr Trockenperioden bekommen. Wir haben jetzt schon in manchen Regionen in Rheinland-Pfalz Probleme mit Wasserknappheit. Deshalb müssen wir mit unseren Wasservorräten sehr sorgsam umgehen“, betont Yacoub.

Der Wald habe außerdem eine bedeutende ökologische Funktion. So sei er das drittgrößte Naturwaldreservat in Rheinland-Pfalz. Der Buchenwald auf Basalt komme im Land an keiner anderen Stelle vor. Arten wie die Wildkatze oder die Haselmaus würden durch das Vorhaben erheblich beeinträchtigt werden.

Für die Bevölkerung spiele der Wald außerdem eine wichtige Rolle für die Naherholung und das regionale Klima. Bei heißen Temperaturen sei es in Wäldern meist mehrere Grad kühler als im Offenland.

Neben den Genehmigungsbehörden ist nach Ansicht des BUND auch die Politik gefragt. „Gerade die Belange des Klimaschutzes werden bei der Entscheidung der Behörden in Planungsverfahren oft nicht oder unzureichend berücksichtigt. Wenn die Landesregierung den Klimaschutz ernst meint, muss sie entsprechende Leitlinien für Genehmigungsbehörden vorgeben“, fordert Yacoub.

Zur BUND-Stellungnahme.

Für Rückfragen:

Sabine Yacoub, 0174-9971892

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