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BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

Klimawandel - was tun?

Der Klimawandel schreitet ungebremst voran. Die deutsche Politik versäumt Jahr für Jahr wichtige Maßnahmen anzugehen und beschränkt sich auf Beteuerungen und Versprechen. Dabei liegt klar auf der Hand, welche Handlungsfelder angegangen werden müssen.

Situation

Auch der heiße und trockene Sommer 2018 hat uns wieder vor Augen geführt, dass der Klimawandel eine konkrete Bedrohung ist. Tropische Nächte machen das Leben in der Stadt unangenehm. Auf dem Land kämpft die Landwirtschaft mit der Dürre und wenn es regnet, dann oft mit zerstörerischer Intensität.

Bei den Klimaverhandlungen in Paris 2015 hat auch Deutschland versprochen, den Temperaturanstieg auf möglichst 1,5 °C begrenzen. Doch seit vielen Jahren sitzt die Politik das Problem aus.
Ein Politikversagen großen Ausmaßes.

Dabei ist seit langem klar, was in den einzelnen Bereichen getan werden muss:

Energiewende

Am dringlichsten ist der Kohleausstieg. Deutschland verfeuert nach wie vor in großem Maße Braun- und Steinkohle zur Stromgewinnung. Die Kohlekommision tagt und muss einen baldigen Kohleausstieg festlegen!

Der BUND zeigt in seinem Abschaltplan, dass das Stilllegen der klimaschädlichsten Kohlekraftwerke bis 2020 möglich ist.

Für Rheinland-Pfalz haben wir den "Neuen Fahrplan Energiewende" erstellt. Darin zeigen wir, wie eine CO2-neutrale Versorgung in den Sektoren Strom, Mobilität, Wärme und Industrie gelingen kann. Dazu muss natürlich unser Energieverbrauch massiv gesenkt werden.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist zur Zeit einer der großer Klimasünder.

Im Rahmen der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) fördert die EU die deutsche Landwirtschaft mit 6 Mrd EUR/Jahr, ohne Anforderungen an Natur-, Umwelt- und Tierschutz zu stellen. Der Abbau dieser schädlichen Agrarsubventionen ist dringend nötig. Dabei muss der massive Einsatz fossiler Energien zur Produktion von Stickstoffdünger zurückgedrängt werden und die Landwirte zum Aufbau einer fruchtbaren Humusschicht im Boden (CO2-Senke!) gebracht werden.

Zudem halten und essen wir zu viele Tiere und produzieren klimaschädliches Billigfleisch mit importierten Futtermitteln. Das wiederum führt mancherorts zu zuviel Nitrat im Grundwasser. Deshalb muss die Tierhaltung an die Fläche gekoppelt werden, Futtermittel dürfen nur aus der Region kommen. Die ökologische Landwirtschaft und regionale Strukturen müssen stärker gefördert werden.

Publikationen dazu:

EU-Agrarpolitik einfach erklärt  

Der BUND-Fleischatlas

Mobilität

Wir müssen langfristig unser gesamtes Mobilitätsverhalten umstellen, da dieses auf scheinbar billiger fossiler Energie basiert.

Eine erste Maßnahme wäre, Kerosin für Flugzeuge endlich zu besteuern, sowie internationale Flüge mit Umsatzsteuer zu belegen.

Es darf keinen weiteren Straßenbau in Deutschland mehr geben, da neue Straßen neuen Verkehr erzeugen. Mehr...

Tempo 130 auf Autobahnen senkt den Verbrauch, das Fahrzeuggewicht und die Unfallzahlen.

Wir brauchen insgesamt neue Verkehrskonzepte, eine Elektrifizierung auf Straße und Schiene, Städte der kurzen Wege, und eine Förderung von ÖPNV und Fahrradverkehr.

Zum Abbau schädlicher Subentionen mehr hier...

Zu klimafreundlichen Verkehrskonzepten mehr hier...

Naturschutz

Eine sinnvolle Klimaschutzmaßnahme wäre die Renaturierung und Reaktivierung von Mooren (als Kohlenstoffspeicher), Auen und Feuchtgebieten durch einen Bundesnetzplan Biotopverbund. Dadurch würde der Wasserhaushalt der Landschaft verbessert, Emissionen klimaschädlicher Gase verhindert und die Auswirkungen extremer Niederschläge sowie Dürren abgemildert.

Und wir brauchen mehr Grün in den Städten für ein gutes Mikroklima und bessere Luft.
BUND-Standpunkt zum Stadtnaturschutz.

Was die Waldwirtschaft in der Klimakrise lernen muss.

Fazit

Eine Einführung oder Anhebung von Umweltabgaben muss dazu führen, dass das ökologisch und sozial Richtige auch das ökonomisch Vernünftige ist. Dazu müssen externe Umweltkosten sich auch im Preis der Produkte finden. Dann verhalten wir Verbraucher uns auch automatisch nachhaltig.

Mehr Mut in der Politik ist nötig.
Vor allem müssen wir das Wachstumsdogma aufgeben, und überlegen was Glück im Leben bedeutet und welchen Konsum wir dazu brauchen.

Der BUND kämpft für ein "Gutes Leben für alle".

 

Siehe auch den Nothilfeplan des BUND Deutschland.

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