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BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

Kein Weiterbau der A1! Autobahn ist verkehrlich überflüssig und belastet die Eifel

02. August 2012 | Mobilität, Naturschutz

Der Landesarbeitskreis Verkehr im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. hat sich auf seiner jüngsten Sitzung in Koblenz entschieden gegen den Weiterbau der Autobahn A1 zwischen Dreis-Brück/Kelberg und Blankenheim ausgesprochen.

„Hierfür besteht kein vordringlicher Bedarf, der den Einsatz knapper Haus­haltsmittel und derart massive Eingriffe in die Landschaft rechtfertigt. Das Projekt ist überflüssig und soll von der Landesregierung und von NRW nicht weiter vorangetrieben werden, es gehört im Bundesverkehrswegeplan gestrichen“, so BUND-Vorstandsmitglied und Regionalbeauftragter Egbert Bialk aus Koblenz.

Für den Raum Gerolstein-Daun-Kelberg werden Ziel- und Quellverkehre bereits jetzt ausreichend bedient. An einigen Engpässen, z.B. Hillesheim,  seien vielleicht noch wenige LKW-taugliche Ortsumgehungen sinnvoll. Die A1 aber brächte keinerlei Entlastung, vielmehr locke sie neue Zubringerver­­kehre an und belaste so zusätzlich die Ortschaften in der Vulkaneifel. Für überregionale Verkehre aus dem Raum Köln in Richtung Trier-Luxemburg/Saarbrücken sind die bisherigen ortsfreien Verbindungen über die Autobahnen A1 und A60 sowie die mehrspurig ausgebaute B51 die kürzesten. Die Räume Köln-Bonn-Koblenz-Mainz werden weiterhin über die Autobahn A61 am besten verbunden. Daher werden diese Verbindungen auch zukünftig genutzt werden. Insbesondere im Transportverkehr bedeutet jeder zusätzliche Kilometer höhere Kosten, die auf mautpflichtigen Straßen noch stärker ins Gewicht fallen. Bialk: „Von einem dringenden Lückenschluss kann darum keine Rede sein, zumal die nordwestliche Eifel bestens über die AS Blankenheim und B51 mit Bundesfernstraßen angebunden ist, ebenso der nach Koblenz und Trier orientierte südliche Eifelraum über AS Daun/Dreieck Vulkaneifel/A48.“ Auch ein deutlicher Verkehrszuwachs sei trotz mehr Straßen in den letzten Jahren nicht mehr zu beobachten und auch nicht zu erwarten. Dies liege u. a. an der Stagnation bzw. dem Rückgang der Bevölkerungszahlen. „Teure, kaum genutzte Großprojekte und leer stehende Gewerbegebiete können wir uns nicht mehr leisten“, meint deshalb der BUND-Vorstand.

Der BUND weist zum wiederholten Mal auf die erheblichen Eingriffe in Natur und Landschaft durch die A1 hin. Streng geschützte Arten und Schutzgebiete seien bedroht, egal welche Trasse man auch wähle. Auch Trink- und Mineralwasservorkommen sind bei einem Öl- oder Chemieunfall in Gefahr. Die Schutz- und Erholungsfunktion der Landschaft müsse erhalten bleiben. Hohe Flächenverluste in Land- und Forstwirtschaft kämen hinzu. „Diese Flächen benötigen wir in Zukunft noch dringend, denn unsere Gesellschaft wird angesichts des Nahrungs- und Rohstoffmangels vermehrt nachwachsende Rohstoffe einsetzen müssen“, so Bialk.

Der BUND wird deshalb in den nächsten Monaten und vor den weiteren Planfestungsverfahren verstärkt politisch initiativ werden und die o.a. bisher vernachlässigten Argumente deutlich in die Öffentlichkeit tragen - bis es tatsächlich heißt: „Kein Weiterbau der Autobahn A1.“

Am Sonntag, 26. August lädt der BUND um 11:00 Uhr zur BUND-Jahresexkursion in die Vulkaneifel. Thema wird die Belastung der Landschaft durch den geplanten A1-Bau sein.
Mehr dazu unter www.bund-rlp.de

Für Rückfragen:

Egbert Bialk, BUND-Regionalbeauftragter Koblenz/nördl. RLP, Tel.: 0261/94249722

Boelckestr. 9a, 56073 Koblenz, Email: egbert.bialk@bund-rlp.de 

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