Kletterkünstler Gartenschläfer

Der mit dem Siebenschläfer verwandte Gartenschläfer ist in Rheinland-Pfalz - und das ist bundesweit eine Besonderheit - noch recht häufig. In Deutschland und in Europa gehen die Bestände dramatisch zurück. Der BUND bemüht sich seit 2018 um den Schutz des sympathischen "Zorros" und seiner Lebensräume.

Wissenswertes

  • Die Bestände des Gartenschläfers (Eliomys quercinus) sind in den letzten Jahrzehnten europaweit massiv zurückgegangen
  • Die Rückgangsursachen sind vielfältig: Nahrungs- und Lebensraumverlust, aber auch Gifte spielen eine Rolle. Das hat der BUND gemeinsam mit der Justus-Liebig-Universität und der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung herausgefunden.
  • Gartenschläfer kommen in Deutschland in zwei ökologisch sehr unterschiedlichen Gebieten vor: im westlichen Tiefland, besonders in Rheinland-Pfalz und in den Mittelgebirgen, wo er teils vom Aussterben bedroht ist.
  • Deutschland und insbesondere Rheinland-Pfalz ist für die weltweite Erhaltung des Gartenschläfers in hohem Maße verantwortlich. Ein großer Teil des Weltbestandes lebt bei uns.

Der Gartenschläfer – Handbuch zum Schutz der Tierart

Dieses Handbuch bietet das nötige Rüstzeug, um sich für den Gartenschläfer und seinen Schutz einzusetzen: Es stellt umfangreiches Wissen zur Art und anschauliche Beispiele für praktische Maßnahmen zur Verfügung. Die Bandbreite an Informationen macht das Handbuch zu einem wertvollen Werkzeug für alle, die sich am Schutz des Gartenschläfers beteiligen möchten, und bietet gleichzeitig wertvolle Einblicke für Naturschutzinteressierte.

Alle Informationen auf einen Blick: Hier geht es zum Handbuch-Download (PDF, 5 MB).

Eine Art verschwindet

 (Kerstin Hinze)

Wie der bekanntere Siebenschläfer und die Haselmaus gehört der Gartenschläfer (Eliomys quercinus) zu den Bilchen oder auch Schlafmäusen. In Rheinland-Pfalz geht es den nachtaktiven Schläfern noch vergleichsweise gut. Andernorts brechen die Populationen zusammen und aus manchen Regionen ist er ganz verschwunden.

Dabei sind die Lebensräume des Gartenschläfers äußerst unterschiedlich: Zum einen sind die kleinen Bilche als Kulturfolger in Gärten und Streuobstwiesen in der Nähe von Siedlungen oder sogar in der Stadt zu finden. Zum anderen gibt es Bestände in Wäldern, Blockschutthalden oder Bunkerruinen.

Die dramatischen Bestandsrückgänge und die Vielfalt seiner Lebensräume machen ihn zu einem wichtigen Symbol für die biologische Vielfalt in Deutschland.
In Rheinland-Pfalz kommt der nachtaktive Schläfer noch vergleichsweise häufig vor. 

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