BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

Weltbodentag: BUND fordert mehr Flächenschutz in Rheinland-Pfalz!

01. Dezember 2022 | Boden, 50 Jahre

Demonstration in Mannheim am 4. Dezember

Mainz, Mannheim. Anlässlich des Weltbodentags am 5. Dezember erinnert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz an den Wert der gesunden Böden und ruft die Landesregierung und Kommunen zu mehr Boden- und Flächenschutz auf. Landesvorsitzende Sabine Yacoub betrachtet die ständige Zunahme der Flächeninanspruchnahme für Siedlung und Verkehr in Rheinland-Pfalz mit großer Sorge: „Täglich verschwindet ein Teil unserer Lebensgrundlage und unserer Zukunftsvorsorge unter unseren Füßen. Der Erhalt gesunder Böden ist eine Grundlage zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele.“ Jenni Follmann, stellvertretende Landesvorsitzende, gibt zu bedenken: „Bereits 2020 betrug der tägliche Flächenverbrauch 5 Hektar, das entspricht einem Verbrauch von mehr als dem 13-fachen der Grundfläche des Mainzer Doms pro Tag. Und der Verbrauch steigt weiter deutlich an. Damit das bundesweite Nachhaltigkeitsziel der Reduzierung des Flächenverbrauchs auf 30 Hektar am Tag bis 2030 erreicht werden kann, fordert der BUND eine sofortige Reduzierung des Flächenverbrauchs auf unter einen Hektar am Tag in Rheinland-Pfalz! Dazu benötigen wir landesweit und regional verbindliche Flächeneinsparziele und Bodenschutzkonzepte.“

Follmann weist auf die positiven Eigenschaften unserer Böden hin: „Der im Umweltbundesamt gekürte deutsche Boden des Jahres 2023 wird der Ackerboden sein. Mehr als 90 % unserer Nahrungsmittel entstehen auf fruchtbaren Ackerböden. Die unversiegelten Böden sind nach den Meeren die größten CO2-Speicher unseres Planeten und bieten einen natürlichen Klimaschutz. In den Städten sind unbebaute Grünflächen und Frischluftschneisen sehr wichtig, da sie die gesundheitlichen Belastungen der Bevölkerung durch Feinstaub und Hitzeinseln reduzieren.“ Sabine Yacoub fügt hinzu: „Die Katastrophe im Ahrtal hat gezeigt, dass es bei Starkregenereignissen genügend unbebauter Versickerungsflächen bedarf, um hohe Wassermengen aufzunehmen. Zudem sind in den klimatisch zunehmenden Dürreperioden, die Böden als Wasserspeicher und -filter für die Trinkwasserversorgung von großer Bedeutung.“

Der BUND Rheinland-Pfalz ruft daher gemeinsam mit Flächenschützer*innen der Umwelt- und Landwirtschaftsverbände aus den Bundesländern in der Region Rhein-Neckar für den 4. Dezember um 14 Uhr zur Demonstration gegen den hohen Flächenverbrauch auf. Treffpunkt ist der Schlossplatz in Mannheim, von dort aus geht es weiter zur Kundgebung auf dem Mannheimer Marktplatz.

Für Rückfragen:

Jochen Kramer, 0176-15869508, jochen.kramer(at)bund-rlp.de

Jenni Follmann, 0172- 2412168, jenni.follmann(at)bund-rlp.de

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