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BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

Gäste des Sommers

Ein Leben in der Luft

Wir kennen alle die schrillen Schreie, mit denen die Vögel mit den langen sichelförmigen Flügeln im Sommer bei ihren Flugspielen pfeilschnell im Pulk um die Häuser fliegen. Durch dieses auffällige Verhalten wirken die Vögel sehr präsent, aber sie sind bedroht. Besonders Renovierungsarbeiten und der Mangel an Insekten machen ihnen zu schaffen.

Gerade einmal drei Monate, von Ende April/Anfang Mai bis Anfang August, halten sich die eleganten Flugakrobaten bei uns auf. Sie haben nur diese drei Monate, um einen Nistplatz zu finden und ihre Jungen aufzuziehen. Ist der Frühling kalt und regnerisch, wie z.B. im Jahr 2013, bedeutet dies eine erhebliche Gefahr für die Brut. 

Mauersegler sind Höhlenbrüter, d.h. sie bauen sich kein Nest in einem Baum, sondern sie nisten in Spalten und anderen Hohlräumen von Gebäuden, hinter Regenrohren oder Stuckverzierungen, unter Dachziegeln oder auch in alten Spatzennestern - auf jeden Fall möglichst weit oben. Sie müssen daher teilweise auch etwas länger nach geeigneten Nistplätzen suchen; haben sie einen gefunden, kehren sie jedes Jahr immer wieder zu ihm zurück und verteidigen ihn notfalls energisch gegen andere Vögel. Das Nistmaterial sammeln sie in der Luft, so wie sie außerhalb der Brutzeit ebenfalls ausschließlich in der Luft leben und dort fressen, trinken, schlafen und sich paaren.  

Sollten Sie einen Mauersegler daher auf dem Boden auffinden, braucht er aller Wahrscheinlichkeit nach Hilfe. Informieren Sie sich, was Sie tun können und was Sie auf jeden Fall unterlassen sollten unter www.mauersegler.com

Übrigens: Die Tiere und ihre Niststätten sind das ganze Jahr gesetzlich geschützt (§ 44 BNatSchG)!

Junge Mauersegler in der Auffangstation  (Eva Brendel)

Gefahr durch Renovierungen?

Als Gebäude- und Koloniebrüter sind Mauersegler durch Renovierungen im Gebäudebestand u.U. stark gefährdet. Aus dem Bundesnaturschutzgesetz leitet sich ab, dass eine Baumaßnahme an Gebäuden mit Niststandorten durch die Untere Naturschutzbehörde der Gemeinde/Stadt genehmigt werden muß! Bauherren sollten daher frühzeitig mit der Unteren Naturschutzbehörde Kontakt aufnehmen. Ausnahmegenehmigungen werden nach Prüfung i.d.R. unter Auflagen und zu einer Jahreszeit, wenn die Jungvögel ausgeflogen sind, erteilt. Können die Brutstätten nicht erhalten werden, muß die Bauherrin Ersatz, z.B. in Form von Nistkästen schaffen.

Eine Beratung durch Naturschützerinnen im Vorfeld hilft, unnötiges Tierleid zu vermeiden. Helfen Sie mit! Auf der Homepage des BUND Mainz finden Sie einen Gebäudebrütermeldebogen.
Bitte melden Sie dort Mauersegler-Brutstätten in Mainz, auch solche, die nicht gefährdet sind. Wenn Sie von Renovierungen oder Einrüstungen wissen, die Brutstätten betreffen, sind die Ehrenamtlichen des BUND für einen Hinweis dankbar und kümmern sich darum. 

Weitere Informationen zum Thema Mauersegler und viele interessante Links finden Sie ebenfalls bei unserer Kreisgruppe Mainz. Dort ist eine Email-Adresse eingerichtet, an die Sie sich wenden können, wenn Sie Nistplätze von Gebäudebrütern in Mainz und Umgebung kennen, die gefährdet sind.

Mauerseglerklinik Frankfurt a.M.

Wenn Sie Mauersegler am Boden finden, benötigen sie wahrscheinlich Hilfe.

Mauerseglerklinik

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