BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

BUND Kreisgruppe Altenkirchen

Die Erde braucht Freunde, die sich um sie kümmern, denn es ist UNSERE Erde, unsere Lebensgrundlage. Die Menschen brauchen Friedensstifter, die für eine friedliche Welt eintreten. Freund der Erde und Friedensstifter kann jeder von uns sein.

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Die Begehung der K92 hat am Samstag, dem 19. November 2022, stattgefunden

Endlich ein tragfähiger Kompromiss? Reden - Zuhören - Verstehen - gemeinsam Handeln

Die Kreisgruppe Altenkirchen des BUND verfolgt schon seit längerer Zeit, die äußerst marode mitten im Wald gelegene K92 von Tüschebachs Weiher nach Äpfelbach zu entsiegeln und dann ggf. als Wald- und Wirtschaftsweg umzuwidmen, was man wahrscheinlich auch als Ausgleichsmaßnahme nutzen könnte. Diese schmale und sehr steile Straße ist durch ihren zunehmenden Verfall (Zugelassene Höchstgeschwindigkeit derzeit 10 km/h) so gut wie nicht benutzbar und im bevorstehenden Winter für jeden Verkehrsteilnehmer unzumutbar, weil viel zu gefährlich ... 

Das war die Ausgangslage für die "Begehung", an der vor allem viele Anlieger aus Diedenberg, Äpfelbach und den umliegenden Höfen teilgenommen haben. Das Egebnis findet sich in der Presse. Nach einem etwas spannungsgeladenen Beginn wurde durch eine konsequente gute Gesprächskultur (Siehe oben) dieser seit Jahren schwelende Konflikt ein Stück weit oder gänzlich entschärft, denn "beide Seiten" bekannten sich zum Umwelt- und damit auch zum Flächen- und Bodenschutz, und waren überhaupt nicht daran interessiert, mit Steuergeldern eine überdimensionierte Straße neu bauen zu lassen, im Gegenteil: So einfach wie möglich und so funktional wie nötig. BUND-Vertreter und Anlieger vereinbarten, auf dieser Basis eines möglichst reduzierten Flächenverbrauchs für eine Anlieger"verbindung" einzutreten, die verhindert, dass eine (neue) Rennstrecke entsteht und dazu untereinander und mit den betroffenen Behörden im Gespräch zu bleiben. Wir sind mal gespannt und berichten weiter ...

Herzliche Einladung zu unserem letzten Monatstreffen am 14. Dezember 2022 um 19.00 Uhr in der Gelben Villa in 57548 Kirchen, Bahnhofstraße

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Caritas Betzdorf für die Möglichkeit, die Räumlichkeiten der Gelben Villa nutzen zu dürfen und wünschen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!

Vorkläufige Tagesordnung:

  • Rückblick "Apfelkuchenparade" in Elkhause an 26. November 2022
  • Rückblick Begehung K92  am 19. November 2022 
  • Planung der Veranstaltungen in 2023 (v.a. für "Wir Westerwälder")
  • Verschiedenes

Wir haben am Kirchener Stadtfest mit Martinsmarkt teilgenommen und viele Gespräche geführt!

Mit dem Schwerpunkt "Boden" wurden drei Projekte vorgestellt ...

Fiete und Jürgen "im Zelt"

... und einiges an Material unter die Leute gebracht. Unser erster Auftritt beim Stadtfest Kirchen mit Martinsmarkt am Sonntag, dem 6. November 2022 begann um 9.00 Uhr an einem kalten ungemütlichen Morgen mit dem Aufbau unseres Standes zwischen Rathaus und Sparkasse an einer leider schattigen Wand. Von der Sonne, die sich dann doch durch die Wolken kämpfte, hatten wir an diesem Standort leider nichts. Trotzdem waren wir guter Dinge, denn unser "Auftritt" war gut vorbereitet und organisiert. So bedanken wir uns herzlich bei Sonja, Susanne, Joachim, Jürgen, Wolfgang und Fiete - sonst hätte diese Aktion kaum gelingen können. Bei einer "Grabeaktion" für die Besucher mit dem Löffel in einer Schüssel mit Jürgens drei Jahre altem Kompost kam man gut ins Gespräch, konnte das versteckte Überraschungsei suchen und bei "garantiertem" Erfolg Preise gewinnen: Deko, Honig, Jürgens Pflaumenmus, Bücher, Kalender und leckere handgemachte Schokolade vom Profi!

Über den Tag verteilt hatten wir geschätzt wohl an die 30 Gespräche mit sehre unterschiedlichen Besuchern; wir waren - auch durch unser Banner - präsent, und konnten anhand der ausgewählten drei Projekte (unser Engagement für den Obst- und Gartenbauverein Birker Ley in Mudersbach-Birken gegen ein eventuelles Baugebiet auf deren Fläche / unser Bemühen, die K92 zwischen Tüschebachs Weiher und Äpfelbach zu entsiegeln / unser Vorschlag, aus dem Siegerland-Flughafen einen Energiepark zu machen) einiges zu unserem Selbstverständnis und zu unserer (praktisch täglichen) Arbeit sagen. Das war eine gute und wichtige Erfahrung mit "Straßenarbeit", die uns motiviert, bei möglichst vielen Gelegenheiten weiterhin den Kontakt mit der Bevölkerung zu suchen, außerdem eine Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und uns weiter zu vernetzen und "alte" Kontakte aufzufrischen und zu pflegen, denn bei solchen Veranstaltungen "sieht man sich"!

Wir bedanken uns bei der Stadt Kirchen, dass wir teilnehmen durften und nehmen das auch gerne im nächsten Jahr wahr. Besonders danken wir Herrn Sven Wolff für den guten Kontakt und die gute Organisation!

UNSERE E-BIKE TOUR RUND UM DEN STEGSKOPF

hat mit 13 optimistischen begeisterten Bikern und Naturliebhabern bei kühlem, aber trockenem Wetter stattgefunden!

Gruppe kurz vor der Rückfahrt nach Hof

Findet die Tour überhaupt statt? Das war die große Frage nach einem sehr verregneten Mittwoch davor, mit einer optimistischen Wetterprognose für den kommenden Donnerstag. Trotz einiger Absagen fanden sich schließlich 13 TeilnehmerInnen in Hof ein, um bei kühlem und etwas nieseligem Wetter den Stegskopf und seine besonderen Lebensräume für Pflanzen und Tiere in Augenschein zu nehmen. Froh war, wer eine lange Hose, eine geeignete Jacke und Handschuhe mit hatte. Da war Konrad, unserer ältester Biker mit 88 Jahren, ein echtes Vorbild! Dieses Mal hatte Wolfgang Stock eine neue Strecke geplant und akribisch getestet, die Teilnehmer auf durchaus vorhandene problematische Stellen hingewiesen, wo man besonders aufmerksam sein sollte, und zusammen mit Jürgen Lichte bei einigen Zwischenstopps und einer längeren Pause immer wieder die Besonderheiten unterschiedlicher Lebensräume und die Geschichte bzw. den Status Quo des ehemaligen Militärgeländes erläutert. Einige kannten das Gelände schon von der eigenen Erkundung, für andere war diese einzigartige Landschaft völlig neu. Nach fast vierstündiger recht anspruchsvoller Fahrt war die Begeisterung zum Teil so groß, dass man am liebsten gleich oder zumindest in der nächsten Woche wieder zu einer solchen Tour aufbrechen wollte.

Wir als Kreisgruppe werden uns bemühen, diese Tour auf jeden Fall auch im nächsten Jahr wieder anzubieten und den Stegskopf immer mal wieder genau in Augenschein zu nehmen, denn unser Interesse an der Offenlandpflege durch die DBU ist groß. Bisher gab es von unserer Seite eher Kritik, aber nun waren hier durchaus Verbesserungen zu erkennen. Gut sichtbar war, dass große Teile der ehemaligen Schießbahnen durch den Abtransport von Mulchgut bearbeitet wurden. Man darf nun hoffen, dass hier das Grünland vor allem mit Blick auf das Vorkommen von Insekten wieder artenreicher wird. Wünschenswert für die nahe Zukunft wäre unter dem BUND-Motto „Moor-Power“ aber auch eine Wiedervernässung bestimmter Areale, so z.B. im Daadequellgebiet oder dort, wo jetzt durch Tiefdrainagen das Wasser allzu schnell wegeleitet wird. Hier könnte sich die Kreisgruppe durch einen tatkräftigen Einsatz ein gemeinsames Projekt mit der DBU vorstellen! 

Bei Rotmilan, Schwarzmilan und Schwarzstorch im Wildenburger Land

Unsere Exkursion am Samstag, dem 23. Juli 2022

Unter sachkundiger Führung von Wolfgang Stock lernten neun interessierte Teilnehmer zunächst einiges über das Wildenburger Land und dann insbesondere die Vogelwelt am Rande dieses Landschaftsschutzgebietes kennen, wobei die Greifvogelexperten unter den Teilnehmern ein Glücksfall und eine wertvolle Unterstützung waren.

Bei wunderschönem idealen Wanderwetter ging es vom Haus Marienberge aus los, und wenige hundert Meter weiter bergauf gab es die ersten Überraschungen: mehrere aufgebrochene Erdwespennester in der kleinen Böschung neben der Straße, die aller Wahrscheinlichkeit nach mit der Hoffnung auf Nahrung von einem Dachs gegraben wurden. 

Auf der Höhe bei Elkhausen

Die Aussicht auf der Höhe und eine „Unterrichtseinheit“ über Rotmilan und Schwarzmilan entschädigte für vieles, denn weit und breit war kein Milan zu sehen. Nun aber sind die Teilnehmer gut vorbereitet, wenn sie diesem größten Greifer in unserer Gegend in der Luft oder am Boden begegnen sollten. Eine kleine „Entschädigung“ waren drei Wespenbussarde, die in sehr großer Höhe zunächst kaum auszumachen waren, aber dank der Experten und entsprechender Ausrüstung dann doch gut beobachtet und sogar mit Fotos dokumentiert werden konnten.

Ja, was fliegt denn da?

Der Gang durch einen Teil des Wippetales war bei heißem Wetter wegen des zum Teil noch dichten Laubwaldes und kleiner Biotope sehr angenehm, wobei es der Gruppe auch hier verwehrt war, einen Schwarzstorch zu Gesicht zu bekommen. Aber man nutzte die Gelegenheit, sehr ausführlich über diesen eher scheuen Vogel, seine Biotopansprüche und seine Lebensweise zu informieren. Wolfgang Stock wies ausdrücklich darauf hin, dass gerade das „Haus Hatzfeld“ in den vergangenen Jahren in diesem Bereich sehr viel für den Schwarzstorch getan und entsprechende Biotope / Lebensräume angelegt hat.

Dazu finden sich weitere Informationen im Internet (Z.B. Stichwort „Vorzeigebiotop“, Bericht in der Siegener Zeitung vom 16. März 2002):

https://www.siegener-zeitung.de/wissen/c-lokales/auf-den-spuren-einer-galionsfigur_a40120

An den vorhandenen kleinen Biotopen, die in der Regel den Waldweg kreuzten und trotz der Trockenheit noch Wasser führen, konnte man sogar Forellenbrut und Libellen beobachten, wobei kritisch bemerkt wurde, dass durch die Problematik der Kahlschläge wegen des Borkenkäfers auch „Abraum“ bis in die Biotope geschoben wurde.  

Immer wieder gab es kleine „Gesprächspausen“ auch mit wechselnden Gesprächspartnern, die eine solche Veranstaltung so interessant machen, denn man lernt ja auch seine „Mitwanderer“ ein wenig kennen. Nach rund drei Stunden und einem kurzen Feedback ging es dann für jeden wieder nach Hause!

Immer wieder Gesprächsbedarf

Auf verschlungenen Pfaden rund um den Höllenkopf (Stegskopf) am 7. August 2022

Ein wunderschöner und lehrreicher "Wandertag"!

An der noch jungen Daade

Mit 21 Teilnehmern startete eine bunt gemischte Gruppe als Kooperationsveranstaltung der Kreisgruppe Siegen-Wittgenstein und der Kreisgruppe Altenkirchen des BUND gegen 9.30 Uhr bei bestem Wanderwetter vom Parkplatz an der L911 an der Zufahrt zur Skihütte Emmerzhausen, um nach kurzer Begrüßung durch die beiden Vorsitzenden Bärbel Gelling (Siegen) und Jürgen Lichte (Altenkirchen) zuächst den besonderen Winterschachtelhalm direkt neben dem Parkplatz und den mäandernden Lauf des hier noch schmalen und wunderschönen Daadebaches zu bestaunen. Jürgen Lichte und der Biologe Ralf Kubosch (Siegen - 3. und 4. von links) gaben schon hier die ersten sachkundigen und sehr interessanten Erläuterungen zu Flora und Fauna. 

Erläuterung der Beweidung

Auf schmalen Pfaden ging es dann weiter in Richtung Höllenkopf mit seiner überwältigenden Aussicht, wobei immer wieder die Besonderheit der Landschaft und ihres Bewuchses, vor allem aber die Geschichte der Beweidung und der notwendige sogenannte Vertragsnaturschutz (Schafe und Ziegen) im Sinne des Offenlandmanagements sachkundig erläutert wurden.

Seit einiger Zeit ist der ehemalige Truppenübungsplatz Stegskopf (DBU-Naturerbefläche und seit 2016 Eigentum der 

Besonders sensibles Naturbiotop Silbersee

DBU Naturerbe GmbH), der als besonderes und reichhaltiges Refugium für seltene / gefährdete Tiere und Pflanzen und damit als besonders schützenswert gilt, als möglicher Standort für Windkraftanlagen und die Ansiedlung von Gewerbe wieder verstärkt in der Diskussion ... Weitere und wichtige Informationen zu diesem einzigartigen Refugium finden sich im Internet. 

Nach einer kurzen Rast auf der Höhe des Höllenkopfes mit unglaublicher Fernsicht, weiteren Informationen und einem kleinen "Freilandbüchertisch" machte man einen kurzen Abstecher zum wunderschönen Silbersee, einem bekannten sehr sensiblen und damit schützenswerten Biotop, um dann auf verschlungenen Pfaden nach einer etwa dreieinhalbstündigen Exkursion mit vielen Eindrücken wieder den Heimweg anzutreten. 

Unsere Veranstaltung an einem heißen Samstag - Fische fangen in der Asdorf

Neun Erwachsene und sechs Kinder lernten die Unterwasserwelt des Asdorfbaches in Wehbach kennen

Mit Begeisterung bei der Sache!

Und die Sensation war der Fang von vier nicht mehr ganz so kleinen Lachsen!!! Doch der Reihe nach: Unter der bewährten Leitung von Manfred Fetthauer, Initiator und 1997 Gründer der ARGE Nister, dem man die Begeisterung für seine Tätigkeit durchweg abspürt, und Steffen Binz ergab eine schonende Elektrobefischung auf einer Strecke von etwa 100 Metern einen Einblick in den Artbestand dieser Äschen- und Forellenregion, was der Fang von 43 Bachforellen, einer Regenbogenforelle und 19 Äschen (darunter auch richtig große) belegen kann. Weiterhin fanden sich Groppe, Schmerle, Stichling, Elritze, Döbel, Schneider und Gründling, außerdem zwei recht große Aale von ca. 45 cm. Im Kiesbett wurden außerdem Kleinlebewesen bestimmt, was für die kleinen und etwas größeren Kinder, die hauptsächlich mit ihren Großeltern dabei waren, besonders interessant war. 

Vorbereitung zum Aussetzen der Bachmuscheln durch Manfred Fetthauer

Zwei spannende Stunden "Gewässerkunde" für drei Generationen! Ein weiterer Höhepunkt und Anliegen von Manfred Fetthauer war die Aussetzung von ca. 40 kleinen Bachmuscheln aus der Nister, die hier unter ausgesprochen guten Biotopbedingungen einen neuen Lebensraum erobern sollen. Dieser Vorgang und das Leben der Bachmuscheln, die die Biotopqualität weiter verbessern werden, wurden von Herrn Fetthauer ausführlich und engagiert erläutert. Wir bedanken uns ganz herzlich und hoffen, dass wir diese tolle Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder durchführen können. 

Ein Video zu seiner Arbeit findet sich hier: https://fb.watch/dL63-f0Oaj/

Rückblick: Mitgliederversammlung, neuer Vorstand und neue Vertreter für die Regionalkonferenz

Unsere Mitgliederversammlung wurde am 9. März 2022 digital / online aufgrund einer neuen Satzung durchgeführt, die wir als PDF-Datei zur Kenntnis geben. Neu und einstimmig gewählt wurden Hans-Jürgen Lichte aus Betzdorf als Vorsitzender und Friedrich Klein aus Niederfischbach / Hahnhof als sein Stellvertreter. Wir bedanken uns bei der bisherigen Vorsitzenden Sonja Schütz für ihre Arbeit und werden weiterhin von ihren Kompetenzen und ihrer guten Vernetzung profitieren. 

Hier die Info zur Solar-Offensive des BUND - Weitere wichtige Links im Text enthalten

Hier die neue Satzung aus 2019 zur Information

Frösche und Kröten können kommen!

Vorbereitende Arbeiten im Auwald in Euteneuen und im Imhäusertal

Susanne, Matthias, Joachim u. Jürgen bei der Arbeit (Foto: J. Lichte)

Es ist in der letzten Zeit tagsüber warm, in den Nächten aber noch frostig kalt. Trotzdem ist in absehbarer Zeit damit zu rechnen, dass sich Grasfrosch und Erdkröte auf den Weg zu ihren jeweiligen Laichplätzen machen, sobald eine feuchtwarme Witterung herrscht. Damit wir für eine angemessene Betreuung der Amphibien gerüstet sind, deren Populationen in den letzten Jahren dramatisch abgenommen haben, wurde am Donnerstag, dem 3. März 2022 von tatkräftigen Händen im Auwald in Euteneuen eine Teichfolie eingebracht, die für die Grasfrösche zum Ablaichen einen gewissen Wasserstand vorhält, was wir regelmäßig kontrollieren, um gegebenenfalls Wasser nachzufüllen. Wir sind gespannt darauf, ob diese Aktion von Erfolg gekrönt sein wird ... 

Matthias hat am 4. April, also fast genau einen Monat später, bei kalten und widrigen Wetterverhältnissen im "Teichfolienbiotop" im Auwald in Euteneuen Laich des Grasfrosches gefunden! Dann hat diese Aktion ja wirklich geholfen. Wir hoffen natürlich, dass es noch mehr wird, und dass sich daraus auch Grasfrösche entwickeln!

Foto: M. Breuer
Foto: F. Klein

Am Samstag, dem 5. März 2022, ging schon die nächste Aktion über die Bühne, die sich seit vielen Jahren wiederholt. Dieses Mal waren es allerdings wenige Akteure, die  bei sonnigem, aber frischem Wetter über mehrere Stunden die Krötenschutzzäune aufgebaut haben. Mit Begeisterung dabei waren auch Anabel und Sina vom Freiherr-vom-Stein Gymnasium in Betzdorf, die wir für die nächsten Jahre vielleicht als Mitarbeiterinnen gewinnen können! Eine Statistik der letzten Jahre findet sich weiter unten. Wir sind auch hier gespannt, wie sich die Population der Erdkröten mittlerweile  entwickelt hat. 

Foto: K. Eutebach

Die Kröten kommen spärlich, aber sie kommen! In den nächsten Tagen bei wärmerem Wetter werden es sicher noch mehr werden. Gut, dass wir unsere Helfer haben, die zwei Mal am Tag morgens und abends die Eimer leeren. Manchmal muss man ein "verliebtes Pärchen" allerdings auch von der Straße holen, vor allem im Dunkeln ... Hier ein aktuelles Foto von unserem Helfer und Fotografen Konrad Eutebach!

Mittlerweile sind die Krötenschutzzäune (am Freitag, dem 29. April 2022) abgebaut, und wir hoffen, dass wir möglichst viele Kröten auf dem Weg in ihr Laichgewässer retten konnten. Genauere Zahlen werden zeitnah bekannt gegeben. Wir danken allen Helfern, die an dieser Aktion teilgenommen haben, und ohne die wir diese Aktion nicht stemmen könnten (Aufbau, viele Tage regelmäßige Kontrolle der Eimer am Morgen und Abend mit Transport der Kröten, Abbau) ganz herzlich und freuen uns schon auf das nächste Jahr. Wenn dann jeder noch einen neuen Helfer mitbringt, wäre das toll! 

Arbeitseinsatz an der Sieg

Foto: F. Klein

Im Rahmen einer Begehung des Auwaldes in Euteneuen stellten einige unserer Mitglieder fest, dass im Bereich einer Siegschleife zwischen Euteneuen und Büdenholz durch das Hochwasser sehr viel Müll angeschwemmt wurde, vor allem Styropor, das wahrscheinlich von einer Renovierungsaktion stammt, aber auch der Inhalt eines geplatzten gelben Sackes mit Haushaltsmüll, sodass sich unter anderem jede Menge Videokassetten auf einer neu entstandenen Kiesbank verteilt hatten. Das wollten und konnten wir nicht so lassen! Am Samstagnachmittag des 14. März waren Klaus, Matthias, Jürgen und Fiete vor Ort, um etwa zwei Stunden lang den Müll einzusammeln, der dann vom Kirchener Bauhof, bei dem sich der BUND ausdrücklich für die Unterstützung bedankt, abgeholt wurde.

 

In diesem Zusammenhang veröffentlichen wir hier als PDF-Datei die ausführliche Stellungnahme zu den Gewässern in unserem Bereich von unserem Mitglied Joachim Reifenrath (BUND-Arbeitskreis WASSER)

Hier finden Sie unsere nächsten Veranstaltungen:

Interessante und wichtige Informationen finden Sie auch im Rückblick auf das vergangene Jahr, denn einige Veranstaltungen wurden schon einmal durchgeführt und entsprechend dokumentiert. Vielleicht motiviert Sie das ja zu einer Teilnahme! 


 

18. Juni 2022, Samstag, 9.00 Uhr an der Asdorfbrücke in 57548 Kirchen/Wehbach neben der Koblenz-Olper-Str. aus Richtung Kirchen, etwa 2 Std. 

Anmeldung bei: Jügen Lichte, 027414151 oder juergen.lichte@gmx.de 

FISCHE FANGEN IN DER ASDORF

Eine Elektrobefischung unter sachkundiger Leitung von Manfred Fetthauer und Joachim Reifenrath wird einen Einblick in den Artbestand eines Gewässers geben, der zur Äschen- und Forellenregion gehört. Mit Geschick kann auch der ein oder andere Fisch im Käscher gefangen werden. Im Kiesbett werden mit Hilfe von Lupen Kleinlebewesen bestimmt, die Rückschlüsse über die Wasserqualität geben. Die Vorstellung eines Gewässersteckbriefes mit Hinweisen auf den angestrebten guten ökologischen Zustand rundet das Ergebnis am Bach ab. Für Familien geeignet. Bitte Gummistiefel mitbringen! 


23. Juli 2022, Samstag, 10.00 Uhr Parkplatz Haus Marienberge/ Arche Noah in 57581 Elkhausen (ganz oben auf dem Berg), etwa 3 Std.

Anmeldung bei: Wolfgang Stock, 0273460246 / 0151 105607 oder wobristock@t-online.de

BEI ROTMILAN, SCHWARZMILAN und SCHWARZSTORCH im WILDENBURGER LAND

Unter sachkundiger Führung lernen Sie die besondere Vogelwelt am Rande des Landschaftsschutzgebietes Wildenburger Land kennen und können mit etwas Glück sogar den Schwarzstorch beobachten! Bitte ein Fernglas und ggf. Rucksackverpflegung mitbringen. 


07. August 2022, Sonntag, 9.30 Uhr auf dem Parkplatz an der L911 in 57520 Emmerzhausen, Zufahrt zur Skihütte, etwa 3 - 4 Std.

Anmeldung bei: Jürgen Lichte, 027414151 oder juergen.lichte@gmx.de

WANDERUNG AUF VERSCHLUNGENEN WEGEN RUND UM DEN HÖLLENKOPF

In einem öffentlich zugänglichen Bereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes Stegskopf geben wir Einblicke in den Bestand und die Entwicklungsmöglichkeiten von Pflanzen und Tieren, wie sie in der europäischen Flora-Fauna-Habitatrichtlinie genannt werden, haben den Blick aber auch auf seltene Flechten auf Basaltblöcken und auf Biotope aus "zweiter Hand", die durch den Basalt- und Klebsandabbau entstanden sind. Eine gute Kondition und Trittsicherheit sind erforderlich, d.h. denken Sie auch an geeignete Kleidung und entsprechendes Schuhwerk, ggf. auch an Rucksackverpflegung. 


15. September 2022, Donnerstag, 10.00 Uhr auf dem Parkplatz der Mehrzweckhalle (Kartbahn) in 56472 Hof, Hauptstr. Nähe Grundschule, etwa 3 - 4 Std.

Anmeldung bei: Wolfgang Stock, 0273460246 / 0151105607 oder wobristock@t-online.de

E-BIKE-TOUR RUND UM DEN STEGSKOPF

Genießen Sie die weiten Aussichten rund um den Stegskopf auf einer etwa 33 km langen Rundtour mit dem E-Bike! Hier finden sich Lebensräume, auf die sich selten gewordene Tiere und Pflanzen spezialisiert haben und eine Landschaft mit großen Weide- und Grünflächen, die mit Rindern, Schafen und Mahdeinsätzen gepflegt werden. Während einiger kurzer Pausen können Sie sich stärken und erfahren wichtige Hintergrundinformationen zur Geschichte des Gebietes und zur Arbeit unserer Kreisgruppe. Denken Sie unbedingt an wetterfeste (Rad)Kleidung, Rucksackverpflegung und Fernglas. Ein E-Bike ist zwingend erforderlich und der Akku sollte voll geladen sein. 

 


Hier findet sich ein Rückblick auf unsere letzten Veranstaltungen!

Wir werden uns bemühen, für Sie auch weiterhin interessante Veranstaltungen anzubieten und halten Sie hier auf dem Laufenden! Schauen Sie öfter mal vorbei!

Erkundung interessanter Lebensräume

Gemeinsame Exkursion auf den Stegskopf

Im Steinbruch. Foto: J. Lichte

Knapp über 20 Teilnehmer beteiligten sich trotz nasser Witterung bei der gemeinsam vom BUND Siegen-Wittgenstein und dem BUND Altenkirchen veranstalteten Erkundung des Höllenkopfbereiches nahe dem Stegskopf. Thema war es, Lebensraumtypen, wie sie in der EU-Fauna-Flora-Habitatrichtlinie aufgeführt sind, näher kennen zu lernen, und wie sie durch geeignete Pflegemaßnahmen erhalten werden können.

Bei der Rundtour gaben der Biologe Ralf Kubosch und Hans Jürgen Lichte, stellvertretender Vorsitzender der Kreisgruppe Altenkirchen des BUND, als Experten und Wanderführer ihre Sachkenntnisse an die sehr interessierten Teilnehmer weiter.  Großen Anklang fand schon zu Beginn der idyllisch naturnahe Lauf der Daade entlang moosbewachsener Basaltblöcke in einem Erlen-Eschenwald.

In einem mittlerweile zugänglichen Steinbruch (siehe Foto), dessen Steilwände mit dem Lebensraumtyp Silikatfelsen mit Pioniervegetation erst kürzlich vom Besitzer, der DBU Naturerbe GmbH, durch Freischneiden aufwändig von der Verbuschung befreit wurden, konnten viele Aspekte des Artenschutzes angerissen werden. Jahreszeitengemäß kamen auf dem windumwehten Höllenkopfgipfel große Steinblöcke mit besonderen Flechten gut zur Geltung und erregten die Aufmerksamkeit der Teilnehmer, entlang eines Grenzpfades erfreuten bizarre Baumgestalten und Pilzgruppen. Hier warben die Exkursionsleiter dafür, eine Bresche in dem vorhandenen Fichtensaum anzulegen, um die Weiden mit dem äußerst gefährdeten Borstgras am Höllenkopf mit denen an der oberen Buchheller zu vernetzen.

Eine gut gefüllte Spendenbox zeugte von der Zufriedenheit der Teilnehmer. Wegen der hohen Nachfrage für diese spezielle Exkursion, bei der durch eine sinnvolle und damit notwendige Begrenzung der Gruppengröße leider auch Absagen erteilt werden mussten, werden die beiden BUND-Gruppen Altenkirchen und Siegen-Wittgenstein im nächsten Jahr wieder "länderübergreifende" Exkursionen im Stegskopfbereich anbieten und auch bei weiteren Veranstaltungen kooperieren.

Der idyllische Lauf der Daade (Foto: F. Klein)

Apfelkuchenparade in gemütliche Runde

Nach vielen Aktivitäten muss man sich auch mal eine Pause gönnen!

Apfelernte auf unserer Streuobstwiese. Foto: J. Lichte

Unsere diesjährige „Apfelkuchenparade“ im Haus Marienberge war mit 13 Teilnehmern gut besucht! Begonnen wurde mit einer kurzen Besichtigung unserer „Obstplantage“, die direkt gegenüber des Hauses liegt, wobei Jürgen Lichte mit zwei Apfelpflückern schon so zu motivieren wusste, dass es nicht ausbleiben konnte, einige der köstlichen Äpfel, die noch an den Bäumen hingen und hängen, für die weitere Verwendung vorsichtig zu „angeln“, was gar nicht so einfach war. Natürlich kam man dabei auch darüber ins Gespräch, was hier das Jahr über so zu tun ist und (ggf. noch) getan werden muss. Wir sind froh und dankbar über jeden, der uns dabei unterstützen möchte!

Lecker Apfelkuchen! Foto: F. Klein

Auch die Auswahl des Gebäcks konnte sich wieder sehen lassen. Von Apfelkeksen bis zum opulenten gefüllten Apfelkuchen mit Sahne waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt. So konnte nach einer Begrüßung durch Jürgen Lichte jeder herzhaft zugreifen und die Kaffeetafel in den angenehmen Räumlichkeiten des Hauses Marienberge genießen, wobei es auch in dieser gemütlichen Runde nicht ausblieb, auch über die Aktivitäten der jeweiligen Betätigungsfelder und grundlegende gesellschaftliche Fragen und Probleme zu sprechen. Ein kreativer und konstruktiver Austausch eben!

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Vor dem Start! Foto: F. Klein

Unsere E-Bike-Tour rund um den Stegskopf war wieder ein Erfolg!

Bei leicht diesigem etwas wechselhaftem Wetter trafen sich insgesamt 17 motivierte Teilnehmer in Hof

Unter der bewährten Leitung von Wolfgang Stock (Niederfischbach), der für diesen Rundkurs eine neue Streckenführung geplant und ausgiebig getestet hatte, ging es ab ca. 10.20 Uhr auf die durchaus anspruchsvolle Strecke, die die Gruppe auch in diesem Jahr wieder auf den Höllenkopf führte. Unsere Radtour dauerte mit kleinen "pädagogischen" Pausen und einem etwas längeren Verpflegungsstopp dann doch mehr als drei Stunden für etwa 35 Kilometer auf sehr unterschiedlichen Wegen. Wolfgang Stock und Jürgen Lichte erläuterten unterwegs das Areal des Stegskopfes mit seinen vielen Lebensräumen und den darauf lebenden Pflanzen und Tieren, die sich auf die sehr unterschiedlichen Biotope spezialisiert haben, wie z.B. die Bekassine, die hier eines der letzten Brutvorkommen in Rheinland-Pfalz hat. Viele der Flächen werden mit Rindern und Schafen oder durch Mahdeinsätze gepflegt. Unserer Kreisgruppe, die sich bei dieser Gelegenheit persönlich und mit ihren aktuellen Anliegen (Stichwort: Flächenfraß) vorgestellt hat, war es wichtig, den Teilnehmern einen Einblick in die Geschichte des Stegskopfes, seine grandiose Ausdehnung von fast 2000 Hektar mit zahlreichen Waldgebieten und Offenlandsräumen und den damit verbundenen Biotopen zu geben, aber auch auf ein notweniges Engagement für den Schutz der Natur und damit des Menschen in der Verantwortung für zukünftige Generationen hinzuweisen. Man darf gespannt sein, wie sich das 'Naturerbe Stegskopf' in einigen Jahren präsentiert und darauf hoffen, dass die Natur dabei an erster Stelle steht und erhalten bleibt.

Einen Überblick zum DBU-Naturerbe Stegskopf fnden Sie hier:

https://www.dbu.de/nnn/media/280518115846_994572.pdf

 

Vortrag Stock! Foto: F. Klein
Gruppe auf dem Höllenkopf. Foto: F. Klein

WIR HABEN EIN NEUES BANNER!

Unsere Aktionen gegen den Flächenfraß, für den Schutz des Bodens und die Rettung des Klimas sollen auffallen, zum Nachdenken anregen und zu einem angemessenen Handeln führen!

Unser neues Banner (2m x 1m). Entwurf/ Foto/Copyright: F. Klein

afp  Paris. Mehr Hitzewellen, mehr Hunger, überschwemmte Küstenorte, Artensterben - ein Verfehlen des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens hat nach Einschätzung des Klimarates IPCC "irreversible Auswirkungen auf Menschen und ökologische Systeme".

Im Entwurf zu einem umfassenden IPCC-Bericht gehen die Experten davon aus, dass eine Erderwärmung um 2 Grad 420 Millionen Menschen zusätzlich dem Risiko von Hitzewellen aussetzt. Der Zusammenbruch ganzer Ökosysteme, Wasser- und Lebensmittelknappheit und Krankheiten als Folgen der Erderwärmung werden dem Bericht zufolge in den kommenden Jahrzehnten immer schneller um sich greifen - auch wenn es gelingt, den Treibhausgasausstoß zu reduzieren.

"Das Leben auf der Erde kann sich von einem drastischen Klimaumschwung erholen, indem es neue Arten hervorbringt und neue Ökosysteme schafft", heißt es in dem Berichtsentwurf. "Menschen können das nicht." (Quelle: Siegener Zeitung vom 24. Juni 2021)

BUND hat die Krötenaktion im Imhäuserbachtal abgeschlossen

Nach Auswertung der Zähllisten zeichnet sich ein düsteres Bild bezüglich der Bestandsentwicklung der Amphibien ab, denen in einer aufwändigen Aktion mit zahlreichen Ehrenamtlern rund zwei Monate lang geholfen wurde, die nahe Kreisstraße zu queren, indem sie in Eimern gesammelt und zu ihren Laichplätzen transportiert wurden. In diesem Jahr liegt die Summe der Hin- und Rückwanderer bei knapp unter 1000. Das sind erheblich weniger als im letzten Jahr, was  leider den Trend der vergangenen Jahre bestätigt. Eine offenkundige Erklärung dafür gibt es für die Akteure noch nicht.

Die Statistik der letzten Jahre

Aber nicht nur im Imhäuserbachtal verschwinden die Amphibien. So steht der früher allgegenwärtige Grasfrosch mittlerweile  in vielen Gebieten, auch abseits von Stellen, wo der Reifentod die Ursache ist, auf der Roten Liste. Erklärungsversuche gibt es viele, aber die drastischen Einbrüche der Bestände werfen Fragen auf, die kurzfristig zu beantworten schwierig sein wird. Bei den beteiligten Helfern, insbesondere der Koordinatorin der Krötenaktion, Frau Kalthoff Schmitz aus Mudersbach, dem Fachpersonal der Stadt Kirchen sowie dem Besitzer der Teiche bedankt sich die Kreisgruppe Altenkirchen des BUND herzlich für  das Engagement und die geleistete Arbeit!

Weitere Informationen des BUND zur Problematik und zum Rückgang des Amphibienvorkommens finden Sie hier:

www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/tiere/amphibien/bedrohung-schutz/

Hier beginnt der Rückblick auf das Jahr 2020 ....


 

Gruppenbild mit Apfelkuchen. Foto: F. Klein

Die Apfelkuchenparade hat noch stattgefunden!

Zum Ende der Erntezeit traf sich – unter Coronabedingungen –  eine Gruppe von Obstbaumliebhabern wieder zur traditionellen Apfelkuchenparade der Kreisgruppe Altenkirchen des Bund für Umwelt und Naturschutz im Haus Arche Noah in Katzwinkel / Elkhausen. 

Die mitgebrachten Kuchen wurden bewundert, Backrezepte ausgetauscht und die Kuchen dann mit Genuss in einer gemütlichen Kaffeerunde verköstigt. 

Auf der nahe liegenden BUNDeigenen Streuobstwiese waren dankenswerterweise einige Schafe zur Beweidung von einem Mitglied der dort ansässigen Obstbaumgenossenschaft eingegattert worden. Während eines Rundganges sah man sich die vielfältigen und unterschiedlichen Nutzungen der Grundstücke an, die zur Blütezeit zu einem Hotspot der Insektenvielfalt auf dem weitläufigen Gelände der Genossenschaft werden, was auch die dort ansässigen Imker bzw. deren Bienen sehr zu schätzen wissen.       Jürgen Lichte

Auch die E-Bike-Tour rund um den Stegskopf hat stattgefunden und war für alle ein tolles und lehrreiches Erlebnis!

Hier finden Sie einen Bericht mit Fotos als PDF-Datei

Gruppenbild von der E-Bike-Tour 2021 auf dem Höllenkopf. Foto: F. Klein

Und hier finden Sie immer mal wieder Neuigkeiten rund um den Stegskopf ... Es kommt etwas in Bewegung!

Leider musste die Kreisgruppe Altenkirchen des Bund für Umwelt und Naturschutz die für Freitag, den 26.06. geplante Exkursion an der Platzrandstraße Süd wegen der COVID-19 Pandemie absagen. Die Exkursion hätte u.a. ins Sperrgebiet geführt. Die DBU Naturerbe GmbH, welche das Gebiet verwaltet und pflegt, sieht dazu aktuell leider keine Möglichkeit. Der BUND wird aber im nächsten Jahr einen zweiten Anlauf nehmen, um das Gebiet für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen.

Der BUND hatte gehofft, an diesem Termin auch die derzeitige Bewirtschaftung des Geländes kritisch zu hinterfragen. Immerhin gehört das 1900 ha große Gebiet zu EU-bedeutsamen Flächen, welche in FFH- und Vogelschutzgebieten liegen. Der Erhalt und die Entwicklung der Arten- und Lebensraumvielfalt erfordert eine typspezifische Kulturlandschaftspflege des Grünlandes (Hutewiesen), die nach Meinung des BUND nicht durch Verbuschung in Wildernis größeren Stils übergehen sollten. „Was den Stegskopf ausmacht, ist das Offenland.“ Während der Bundeswehrzeit und natürlich vorher schon durch die extensive landwirtschaftliche Nutzung hatte sich das Gebiet zu einem Naturparadies mit einer enormen Artenvielfalt entwickelt, die auf dem Spiel steht. Der BUND ist derzeitig über das DBU-Offenlandmanagement enttäuscht, da diese das vorhandene Know How der örtlich agierenden Naturschutzverbände nicht genügend und wertschätzend in ihre Arbeit einbezieht. So werden Mails nicht beantwortet und Handlungsvorschläge abgewiegelt. Vorbereitende Arbeiten zur Bewirtschaftung, wie Auftragsvergaben und Kontrollen von Maßnahmen, wo öffentliche Gelder eingesetzt werden, erscheinen intransparent. Verwundert war man auch über den Einsatz von Drohnen zur Altlastensichtung während der Setz- und Brutzeit, der wohl einer Genehmigung bedurft hätte. Da von vielen Seiten zumindest seit 2004 ein erheblicher Rückgang an Arten und wertgebender Lebensraumtypen festgestellt wird, erscheint den BUND-Aktiven eine lediglich jährliche „Schauveranstaltung“ mit eingeladenen Gästen als zu gering bemessen, da dort nicht genügend Zeit für eine fachliche Diskussion mit Erfolgskontrolle eingeräumt wird.

Eine solche Veranstaltung mit Fachleuten hat nun am Donnerstag, dem 3. September 2020 in der Bürgerhalle Friedewald unter dem Aspekt: WIE KOMMT DIE ARNIKA WIEDER AUF DEN STEGSKOPF? stattgefunden! Fast drei Stunden informierte man sich und diskutierte über die Möglichkeiten, auf dem Stegskopf kompetenten und effektiven Naturschutz zu betreiben ... Eine  spannende Geschichte!

Einen Bericht dazu finden Sie in Kürze hier!

Auch zur Thematik des Wehres in Euteneuen gibt es seit einiger Zeit durch die Initiative zweier Frankfurter Brüder wieder Diskussionsbedarf. Eine Petition an die Umweltministerin Höfken soll dazu führen, das Wehr zur Stromerzeugung zu nutzen.

Dazu gibt es mittlerweile eine Stellungnahme unserer Kreisgruppe, die auch an die Presse weitergegeben wurde:

Engagement für die Energiewende ist geboten - Kleinwasserkraft an der Sieg aber kritikwürdig

Prinzipiell finden wir es gut, dass sich junge Menschen für Umweltthemen wie die Energiewende interessieren, allerdings muss man beim Thema "Kleinwasserkraftanlagen" etwas genauer hinsehen. Denn es wird nicht nur Strom gewonnen, sondern auch das Ökosystem Fließgewässer durch Aufstau /Rückstau zerstört, und durch das Häckseln und Verletzen von Fischen in der Turbine  werden Lebewesen getötet. Dabei wird nach Meinung vieler Experten gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Der Strombeitrag der Kleinwasserkraft (Anlagen kleiner 1 Megawatt) ist für die Energiewende zu vernachlässigen. Er beträgt nur ca. 0,4 % des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland. Für diesen geringen Anteil zerstören ca. 7300 dieser Kleinwasserkraftanlagen die Gewässerbiozönose der Fließgewässer. Das sind rund 95 % aller Wasserkraftanlagen in Deutschland.

Für Euteneuen könnten bestenfalls, beim Weiterbetrieb der Anlage mit einer Fischaufstiegsanlage und der vorgeschriebenen Mindestwasserabgabe über das Wehr, ca. 800.000 KWh und nicht wie dargestellt 1.200.000 KWh erzeugt werden. Das entspricht ca. 205 und nicht 375 Haushalten. Diese günstigen Annahmen wurden aber in den letzten Jahren gar nicht mehr erreicht. In 2018 hätte die Anlage bei Mindestwasserabgabe an 90 Tagen still gestanden. Auch in 2019 ergab sich ein ähnliches Bild. Aus bekannten Gründen wird das so weitergehen. Das sollte doch auch engagierten Menschen, die rechnen können, zu denken geben.

Dabei ist es nicht so, dass das Umweltministerium in Mainz den Investor "nicht an die Wasserrechte ranlassen will", wie zu lesen ist, sondern bestehendes Recht umsetzt. Lange wurde dem Investor Zeit gegeben, für ein neues Wasserrecht ökologisch verträgliche Mindeststandards für die neue Anlage vorzulegen. Als wiederholt keine vollständigen Unterlagen eingereicht wurden, musste die Behörde handeln und die Nichtgenehmigung aussprechen.

Der immer wieder angeführte Auwald, der durch die Wehrbeseitigung verschwinden würde, ist nach dem Experten für Gewässerökologie, Dr. Koenzen, höchstens ein Auwaldrelikt, das durch das Wehr und die dort vorhandenen Querdämme von jeglicher Gewässerdynamik abgeschnitten ist. Die Maßnahme würde auch hier, nicht nur für die Gewässerökologie, eine Verbesserung bringen. Der Siegabschnitt würde sich wieder von einem staugeregelten seeähnlichen in ein leitbildgerechtes Fließgewässer entwickeln können. Auch hier sind die gesetzlichen Vorgaben eindeutig (EU-Wasserrahmenrichtlinie, Wasserhaushaltsgesetz, Landeswassergesetz). Ersatzmaßnahmen müssen natürlich erfolgversprechend umgesetzt werden, was im kommenden Planfeststellungsverfahren zur Niederlegung des Wehres passgenau festgehalten werden muss.

Der BUND und viele andere Verbände wie der WWF und der NABU setzen sich länderübergreifend für den Rückbau der Querbauwerke an Fließgewässern ein, um die Artenvielfalt zu erhöhen und die fließgewässertypische Flora und Fauna zu entwickeln; zuletzt öffentlich im September 2019 bei den "Naturschutztagen" in Hamm / Sieg  (www.naturschutztageamrhein.de). Dazu gehören auch die Wanderfische wie der Lachs. Die Sieg ist das Gewässer in Deutschland, das die besten Prognosen für dessen Wiedereinbürgerung mit sich bringt. Und gerade an diesem Gewässer soll nun Kleinwasserkraft am Standort Euteneuen wieder zugelassen werden? Das ist geradezu absurd!

Joachim Reifenrath / Jürgen Lichte

Dazu gibt es auch einen Bericht von Sabine Yacoub von unserem Landesverband zum Thema "BUND zur Forderung nach Wasserkraft an der Sieg in Euteneuen". Hier der Link:

https://www.bund-rlp.de/service/presse/detail/news/bund-zur-forderung-nach-wasserkraft-an-der-sieg-in-euteneuen-kleiner-beitrag-fuer-die-energiewende-mit-grossem-schaden-fuer-das-oekosystem/

 

Krötenaktion abgeschlossen

Auch hier gibt es einen abschließenden Pressebericht und, daraus resultierend, einen neuerlichen Kontakt mit dem LBM, über den noch gesondert berichtet wird.

Die Kreisgruppe Altenkirchen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland möchte sich bei den Amphibienfreunden bedanken, die geholfen haben, dass auch in diesem Jahr die „Krötenaktion“ im Imhäuserbachtal wieder erfolgreich stattfinden konnte.

Rund 15 Helfer beteiligten sich beim Auf- und Abbau der Zäune beiderseits der Kreisstraße zwischen Alsdorf und Herkersdorf. Dann wurden etwa sieben Wochen lang morgens und abends die in den Boden eingelassenen Eimer kontrolliert. Dabei wurden insgesamt über 900 Kröten eingesammelt und in die von Herrn Waltermann, dem Betreiber der Minigolfanlage, wieder zur Verfügung gestellten Teiche verbracht, wobei es einen „Abendhöchstwert“ von 183 gesammelten Kröten zu bestaunen gab. Verglichen mit der Anzahl der im letzten Jahr gesammelten Kröten konnte man eine leichte Zunahme verzeichnen, aber die Zahl der Rückwanderer  blieb unter den Erwartungen.

Eine Nachkontrolle der Teiche ergab, dass sich zahlreiche schwarze Krötenquappen, die von Fischen wegen ihrer Giftigkeit als Nahrung gemieden werden, im Uferbereich sonnten, so dass man mit dem Ergebnis der Bemühungen zufrieden sein kann.

Die Kreisgruppe des BUND hat sich zum Ziel gesetzt, für den Schutz der Kröten im Imhäuserbachtal eine Dauerlösung zu finden und regt den Bau von Tunneln mit Leiteinrichtungen in der Straße an, damit auch die kleinen Kröten nach Abbau der mobilen Zäune ihre Sommerquartiere erreichen können. Ein solch vorbildlicher Amphibienleitzaun des Landesbetriebes Mobilität findet sich an der Landesstraße 300 zwischen Westerburg und Guckheim und funktioniert zur Zufriedenheit der Amphibienfreunde sehr gut, da hier früher, als dieses System noch nicht installiert war, sehr viele Tiere überfahren wurden.

Die Verantwortlichen des BUND wollen sich nun diesbezüglich mit dem Straßenbauträger in Verbindung setzen und streben eine nachhaltige Lösung mit Hilfe der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz an.

Auf dem Foto oben sieht man einen prall gefüllten Eimer gesammelter Kröten!

"Krötenaktion" im Imhäuserbachtal

Bufo bufo - nun wandern sie wieder ... auch über die Straßen

Hier ein Teil der Helfergruppe

Da war der Vortrag von Peter Merzhäuser vom Verein „Ebertseifen Lebensräume e.V.“ über Amphibien als erste Veranstaltung der BUND Kreisgruppe Altenkirchen am 28. Februar im Imhäuserbachtal doch gerade passend, denn auch über die Erdkröte gab es Interessantes zu erfahren, und einige der unermüdlichen Helfer, die den Erdkröten schon seit Jahren mit tatkräftiger und notwendiger Hilfe zur Seite stehen, hörten gespannt zu.

In der Regel pflanzt sich ein Weibchen in seinem Leben nur ein einziges Mal fort und kehrt wie die männliche Kröte meist in das Gewässer seiner Geburt zurück, um nach erfolgreicher Paarung dort abzulaichen. Da ist es besonders tragisch, wenn vor allem die weiblichen Erdkröten, die gegenüber den Männchen in der Unterzahl sind, den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt sind und überfahren werden. Abertausende Kröten bezahlen diese Wanderung Jahr für Jahr mit ihrem Leben und enden platt gefahren auf dem Asphalt. Das muss nicht sein!

Am Freitag, dem 13. März, waren etwa 20 Helfer vom BUND und viele Freiwillige, die z.T. schon etliche Jahre dabei sind, zur Stelle, um bei der Minigolfanlage  im Imhäuserbachtal die Krötenzäune aufzubauen.  In  den nächsten Wochen werden dort die Kröten und Lurche morgens und abends über die Straße in die Teiche gebracht, was nicht ungefährlich ist. Das wird im Imhäuserbachtal schon seit Jahrzehnten praktiziert. Morgens zwischen 6 und 8 Uhr und abends gegen 22 Uhr muss man die Zäune abgehen und die Kröten aus den Eimern fischen, die alle paar Meter am Fangzaun eingebuddelt wurden. Dabei wird immer deutlicher, dass die Krötenpopulation seit einigen Jahren deutlich abnimmt, denn die Helfer führen Buch und haben eine Statistik erstellt. Sie appellieren an die Autofahrer, vor allem in diesen sensiblen Bereichen Rücksicht zu nehmen und langsam zu fahren.

Irgendwann müssen die Kröten und vor allem der Nachwuchs allerdings wieder zurück wandern. Die Entwicklung vom Ei bis zur Umwandlung von Quappe zu Jungkröte ist stark temperaturabhängig und dauert etwa 2 – 4 Monate. Meist gehen dann die Jungtiere zwischen Juni und Juli bei feuchter Witterung an Land, und auch sie sind stark gefährdet. Im Volksmund bezeichnet man solche Massenabwanderungen als „Froschregen“. Die Kreisgruppe des BUND hat sich zum Ziel gesetzt, für den Schutz der Kröten eine Dauerlösung zu finden. Für die Situation im Imhäuserbachtal regt sie den Bau von Tunneln mit Leiteinrichtungen in der Straße an, damit auch die kleinen Kröten nach Abbau der mobilen Zäune ihre Sommerquartiere erreichen können. Die Verantwortlichen des BUND wollen sich nun diesbezüglich mit dem Straßenbauträger in Verbindung setzen und streben eine nachhaltige Lösung mit Hilfe der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz an.

Mittlerweile (Stand 6. Mai 2020) ist die Krötenaktion im Imhäuserbachtal erst einmal abgeschlossen. Jürgen Lichte hat mit Herrn Waltermann, dem Grundbesitzer, ein Gespräch über die Perspektive für die nächsten Jahre geführt. Beim Inspizieren der Teiche konnten sie Quappen in großer Zahl beobachten, sodass man mit dem Quappenaufkommen zufrieden sein kann. Grasfrosch (graubraun) und Krötenquappen (tiefschwarz) verhielten sich sehr unterschiedlich. Während sich die Krötenquappen in den mit Fischen besetzten Teichen an den Rändern sonnten und im wesentlich dort umher schwammen, waren die Froschquappen in dem einen mit Rohrkolben besetzten naturnahen Teich überall verteilt zu sehen und knabberten an den Kolbenstängeln und losen Halmen. Am Rand waren aber selbst dort, wo die Sonne hinschien, keine zu sehen.

Ein vorbildlicher Amphibienleitzaun des Landesbetriebes Mobilität findet sich an der Landesstraße 300 zwischen Westerburg und Guckheim (Siehe Fotos). Das Projekt ist wegen der hohen Kosten allerdings auch umstritten. Doch dieses Leitsystem funktioniert zur Zufriedenheit der Amphibienfreunde, da hier früher, als dieses System noch nicht installiert war, sehr viele Tiere überfahren wurden.

Hier finden Sie Fotos der Quappen im Imhäuserbachtal und des Amphibienleitzauns an der L 300

Erdkröte - bufo bufo

Amphibien unserer Region

Vortrag von Peter Merzhäuser vom Verein Ebertseifen Lebensräume e.V. am 28. Februar 2020 im Imhäusertal

Nach Begrüßung und Erläuterung der Arbeit der Kreisgruppe AK zum Krötenschutz im Imhäusertal durch Jürgen Lichte konnten die etwa 20 interessierten Zuhörer einen außerordentlich detail- und kenntnisreichen Vortrag mit Präsentation von etwa eineinhalb Stunden genießen. Dem Vorsitzenden und Amphibienexperten Peter Merzhäuser vom Hof Ebertseifen (Ebertseifen Lebensräume e.V.) gelang es, die Zuhörer zu faszinieren, wobei leider deutlich wurde, dass die erforderlichen Lebensräume der Amphibien durch ganz unterschiedliche Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten immer weiter zurück gedrängt und auch zerstört werden, sodass auch ihre Populationen immer mehr abnehmen. Der Verein Ebertseifen Lebensräume e.V. hat es sich u.a. zum Ziel gesetzt, zum einen an Zuchtprogrammen und Auswilderungen teilzunehmen, aber auch eine Vernetzung von Biotopen durch Erwerb und Pflege geeigneter Flächen zu fördern.... Sie können den Hof Ebertseifen nach entsprechender Kontaktaufnahme auch besuchen, und einmal im Jahr findet Anfang August ein "Tag der offenen Tür" statt.

Einen Einblick in die Arbeit von "Ebertseifen" finden Sie hier: https://ebertseifen.de/

Spezielle Informationen über Amphibien und Fotos finden Sie hier: http://ebertseifen.de/tierwelt/amphibien/

 

Hier befinden wir uns seit vielen Jahren mit viel Engagement im Einsatz!

Auch im Auswald hat sich einiges getan, denn aus dem angesprochenen kleinen Tümpel konnte mehrfach Laich des Grasfrosches entnommen und auf andere Biotope verteilt werden, bevor er trocken gefallen ist.

Einen schönen Überblick über die Problematik, aber auch die Chancen des Lebensraums Sieg, bei dem auch das Wehr in Euteneuen thematisiert wird (Dr. Uwe Koenzen, S. 6f), finden Sie im Tagungsbericht der BUND-Naturschutztage 2019 ...

http://www.naturschutztageamrhein.de/fileadmin/naturschutztage/pdf-dokumente/2019/Tagungsbericht_BUND_NAR_2019_final.pdf

Wichtige Informationen zum "Gewässerschutz - von der Quelle bis zur Küste" und zur Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) finden Sie auf der BUND-Seite:

https://www.bund-rlp.de/themen/mensch-natur/fluesse-und-gewaesser/wasserrahmenrichtlinie/

 

 

Im Nachgang zur Vorstellung des neuen Insektenatlas beim Monatstreffen am 12. Februar 2020 durch die Vorsitzende Sonja Schütz hier zur Information ein Pressebericht in der Siegener Zeitung vom 13. Februar 2020, ebenso im Mitteilungsblatt AKTUELL der VG Kirchen (Sieg) Nr. 8/2020 vom 21. Februar 2020, S. 32/33


BUND fordert Strategien gegen das Insektensterben

Umfassende Datensammlung gibt's auch für Schulklassen

sz Kreis Altenkirchen. Die BUND-Kreisgruppe greift einmal mehr das Thema Insektensterben auf: In einer aktuellen Pressemitteilung weist Kreisvorsitzende Sonja Schütz auf eine neue Publikation des Bundsverbands hin - den Insekten-Atlas.

"75 Prozent unserer wichtigsten Kulturpflanzen sind von der Bestäubungs von Insekten abhängig. Doch global verzeichnen Insektenpopulatio-nen dramatische Rückgänge", schreibt die BUND-Kreisgruppe. Demnach gelten in Rheinland-Pfalz knapp die Hälfte der 420 Wildbienen- und der über 1000 Großschmetterlingsarten als gefährdet. Und das bleibe nicht ohne Folgen. "Insekten halten das ökologische System unseres Planeten am Laufen. So droht beim Wegfall tierischer Bestäubung einzelner Obst- und Gemüsesorten wie Äpfeln, Kirschen, Pflaumen oder Gurken ein  Ernterückgang von bis zu 90 Prozent. Insekten verbessern zudem durch das Zersetzen von Dung und abgestorbenen Pflanzenteilen die Bodenqualität und reduzieren Pflanzenschädlinge."

Hauptursachen des Insektenrückgangs sind laut Pressemitteilung Veränderungen des Lebensraums sowie Umweltbelastungen - die Intensiv-Landwirtschaft ist laut Insektenatlas die Nummer eins. "Denn obwohl Insekten unbestritten eine wichtige Grundlage der Landwirtschaft und unserer Lebensmittelproduktion sind, zerstört die intensiver Landwirtschaft mit ihren Folgen die Lebensgrundlage von Insekten in immer größerem Ausmaß: Große, monotone Felder ohne Hecken oder Grüninseln sowie Kunstdünger und Pestizide zerstören Rückzugsgebiete von Nützlingen und fördern die Ausbreitung von Schädingen." Mit Blick auf die Agrarpolitik betont Sonja Schütz, die zugleich Sprecherin des BUND-Arbeitskreises Landwirtschaft ist: "Von industrieller Landwirtschaft profitieren nur die großen Agrarkonzerne - auf der Strecke bleiben Kleinbauern, Konsumenten und eben auch die Insekten. Die Politik muss endlich ihrer Verantwortung gerecht werden und umsteuern."

Ganz praktisch arbeitet der BUND laut seinem Schreiben im "Modellvorhaben Kooperative EULLa-Maßnahmen" mit Bäuerinnen und Bauern zusammen. Die Erkenntnisse aus dem Modellvorhaben sollen in die Konzeption der Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen für die neue EU-Förderperiode einfließen, fordert der Umweltverband. "Die Landwirtschaft muss beim Schutz der Insekten Teil der Lösung werden. Wir haben im Dialog die Erfahrung gemacht, dass das viele wollen. Doch dafür brauchen sie mehr und bessere Beratung  und andere Fördermittel."

Aber es brauche auch klare gesetzliche Vorgaben, öffentliches Geld müsse zum Schutz der Insekten eingesetzt werden. "Die knapp 60 Milliarden Euro, die jährlich für Europas Landwirtschaft ausgegeben werden, müssen in der neuen Förderperiode an eine naturfreundliche, klimaschonende und tiergerechte Landwirtschaft gebunden werden."

Wer mehr wissen will: Der Insektenatlas steht unter  www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/insektenatlas-2020/   zum Download bereit. Er kann für Unterrichtszwecke auch klassensatzweise bei der Heinrich-Böll-Stiftung bestellt werden.


Der Link kann mit der linken Maustaste durch Anklicken sofort geöffnet werden!


 

POSITIONEN des BUND - Hier können Sie sich informieren!

1. Der Wald im Zeichen des Klimawandels.

Der Wald im Zeichen des Klimawandels - 08. August 2018  Wälder, Naturschutz, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Lebensräume

Was in der Waldwirtschaft schief läuft – und welche Auswirkungen das in der Klimakrise hat. Ein Beitrag von Dieter Kurzmeier (Sprecher) und Lutz Fähser (2. stellvertretender Sprecher) des BUND-Arbeitskreises Wald.

Die vergangenen Wochen mit extremer Hitze zeigen eine mehr oder weniger große Veränderung unserer Wälder durch sichtbare Trockenschäden. Einzelne Bäume sterben sogar ab. Diese hohe Anfälligkeit gegenüber Wetterextremen ist allerdings zu einem großen Anteil erst durch naturwidrige Maßnahmen der Forstwirtschaft selbst entstanden. Die meist übliche starke Holzentnahme, die Verdichtung der Waldböden durch schwere Ernte- und Transportmaschinen auf engen Wegenetzen und die naturferne Zusammensetzung der meisten Forste haben die natürliche Pufferkapazität unserer Wälder gegen Störungen erschöpft. In vielen Landesforsten wird mitten in der Frühjahrs- und Sommerzeit Holzernte betrieben, auch oft in den Setz- und Brutzeiten. Durch das angefallene Schlagreisig ist gerade im Sommer die Waldbrandgefahr stark erhöht, zusätzlich kann sich auch der Borkenkäfer besser entwickeln. Hinzu kommt, dass die Wälder auf rund die Hälfte der natürlichen Dichte der Wälder aufgelichtet sind. Dadurch erhitzt sich der sonst beschattete Boden und Humus. Das stets kühle und feuchte, natürliche Waldinnenklima ist verschwunden.

In der Forstwirtschaft wird also die Waldökologie als Leitfaden für angepasste und produktive Waldnutzung ignoriert. Um eine große und schnelle Holzernte zu erreichen, pflanzt man schnellwachsende amerikanische Douglasien und Küstentannen. Jetzt werden die vorhersehbaren "Schäden" sichtbar: zuerst das geringe Wachstum, dann das Absterben, später auch Feuer in Wäldern, die von Natur aus nicht brennen.

Mischwälder statt Nadel-Monokulturen

Die auf großen Flächenanteilen angelegten Nadelholz-Monokulturen müssten deshalb unbedingt mit einheimischem Laubholz zu artenreichen Mischwäldern umgebaut werden. Durch die Anreicherung mit Laubholz erfahren die Nadelwälder nicht nur eine ökologische Aufwertung. Sie sind dadurch auch in der Lage, die negativen Auswirkungen des Klimawandels abzumildern. Ihr Bestandsinnenklima wird kühler und feuchter und der Boden trocknet weniger aus. Dadurch bleibt auch die natürliche Diversität an Flora und Fauna weitgehend erhalten. Nadelwälder von Kiefer, Fichte und Douglasie leiden viel stärker unter der Hitze. Insbesondere die Fichten als Flachwurzler, die vielfach auch im Tiefland an-gebaut wurden und die besonders stark windwurfgefährdet sind, sind dieses heiße Klima nicht gewohnt. Wir müssen uns zukünftig in den Tief- und Mittellagen von ihnen verabschieden! Zudem sind diese Baumarten durch ihren hohen Harzgehalt stark waldbrandgefährdet. Ein abschrek- kendes Beispiel sind die großen Waldbrände Portugals, wo in der Vergangenheit statt einheimischer Eichenwälder Eukalyptus- und Kiefern- plantagen angepflanzt wurden, um vermeintlich schnelle EU-Gelder einzustreichen.

Naturwälder sind anpassungsfähig

Der Klimawandel wird vermutlich voranschreiten, Wetterextreme häufiger werden. Wälder können sich dann anpassen, wenn man ihnen die Bedingungen dazu lässt oder schafft. Diese bestehen darin, dass sie sich möglichst naturnah entwickeln können. Die Bewirtschaftung muss schonend erfolgen mit einem Minimum an Störungen im Waldökosystem. Forsttheoretiker*innen und Holzindustrie verlangen das Gegenteil: Forstplantagen aus exotischen schnellwachsenden Holzarten, die jung abgesägt und verwertet werden können. Das wäre das Ende eines biodiversen, klimastabilen und erholungswirksamen Waldes. Eine besondere Bedeutung zum Klimawandel kommt Wildnisgebieten aufgrund ihrer langfristigen und nachhaltigen Schutzperspektive zu. Wildnisgebiete können sowohl die Mitigation (Abmilderung, etwa im Sinne von Kohlenstoffspeicherung) der Effekte des Klimawandels als auch die Adaptation (Anpassung) an seine Auswirkungen unterstützen. Durch ihre wesentlich höheren Holzvorräte gegenüber den meisten Wirtschaftwäldern ist die CO2-Bindung dort viel höher und vor allem länger; sie beträgt teilweise mehrere Jahrhunderte. Durch den Umbau der Nadelholzplantagen in laubholzreiche Mischwälder wird die CO2-Bindung zusätzlich erhöht, weil das Laubholz eine höhere Dichte hat und daher mehr das klimaschädliche CO2 aufnehmen kann. Diese Kohlenstoffspeicher zu erhalten oder zu erhöhen, ist eine wichtige Maßnahme der Mitigation, die im Einklang mit den Naturschutzzielen in Verbindung mit den Klimaschutzzielen steht.

Hier finden Sie ein weiteres aktuelles Positionspapier zum Thema "Waldwende statt Waldsterben": https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/waelder/waelder_waldgipfel_forderungen.pdf

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Der BUND fordert

  • Zehn Prozent der Waldfläche in Deutschland zu "Urwäldern von morgen" machen! Mindestens die Hälfte davon bis 2020.
  • Wald ist mehr als Holz! Holzverbrauch senken!
  • Mindestens zehn Prozent der Fläche in öffentlichen Wäldern unbewirtschaftet lassen!
  • Kahlschlagverbot, Bodenschutz und hohen Anteil an Totholz im Bundeswaldgesetz vorschreiben!
  • Verkauf von Wäldern an private Investoren stoppen!

Innerhalb des BUND hat es sich der AK Wald zur Aufgabe gemacht, durch Publikationen und Positionspapiere über diese negativen und teil-weise zerstörerischen Zustände aufzuklären. Wir erarbeiten zudem konkrete Handlungsanweisungen zu einer vorbildlichen, forstlichen Wald-bewirtschaftung: naturnah, nachhaltig und umweltfreundlich. Die so entstandenen Richtlinien sollen dann in den kommenden Jahren in ein Bundeswaldgesetz einfließen, das für alle öffentliche Wälder verbindlich sein soll. Dazu sind verbandsübergreifende Gespräche und Verein-barungen nötig, damit der nötige Druck auf den Gesetzgeber aufgebaut werden kann.

Der Arbeitskreis "Wald" hat eine eigene Internetpräsenz! Dort finden Sie aktuelle Beiträge und Publikationen!

www.bund.net/ueber-uns/organisation/arbeitskreise/wald/

E-Bike-Tour Stegskopf

E-Bike rund um den Stegskopf

 


Zur mittlerweile dritten Umradelung des Stegskopf, veranstaltet durch die Kreisgruppe Altenkirchen des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), hatten sich am Startpunkt in Langenbach wieder zahlreiche Naturinteressierte eingefunden. Auf der rund fünfstündigen Rundtour mit einer Streckenlänge von 30 km genossen die Teilnehmer das wunderschöne Landschaftsbild mit dem Blick in das weite Umfeld (Siebengebirge bis Siegerland), aber auch das wechselnde Biotopumfeld direkt am Wegesrand bereicherte das Naturerlebnis. An verschiedenen Haltepunkten gab Wolfgang Stock gut recherchierte Informationen mit seiner persönlichen Note zum Thema Wolf, der Grünlandnutzung und im Besonderen zur Historie des ehemaligen Truppenübungsplatzes. Gerne dabei war auch der ehemalige Landrat Michael Lieber, der das Stegskopfgelände nun im Ruhestand näher kennenlernen wollte. Bei einer Rast am Kühfelder Stein mit Blick auf das Wiesengelände Richtung Stein-Neukirch kam man ins Gespräch über das Offenlandmanagement, wobei die BUND Vertreter sich eine stärkere Beweidung durch an Magerstandorte angepasste Schafe und Ziegen, mehr Ginsterentbuschung und die Wiedervernässung durch Entfernen von Drainagen wünschten. Einige Teilnehmer regten an, die Beschilderung des Rundkurses zu verbessern. Stark schottrige Gefällstrecken, wie an der Straße von Friedewald nach Nisterberg, sollten der sicheren Radführung wegen befestigt werden. Positive empfunden wurden neu geteerte Wege im Bereich von Lippe....

Wandererlebnis mit dem BUND im Giebelwald

25 Teilnehmer, darunter 7 Kinder von 5 bis 13 Jahren konnten mit Wanderführer Matthias Breuer BUND die Schönheit des Naturparadies Giebelwald auf einer 14KM Wandertour erleben. Die Strecke führte von der Hubertuskirche vorbei an vielen Spechthöhlen in mächtigen Bäumen über die S Kurve, wo das neu angelegte Biotop bestaunt wurde. Weiter vorbei an der 1. Schutzhütte zum Kurzkamptal. Dort wurden alte Grubeneingänge bestaunt, diese bieten heute Fledermäusen ein wichtiges Zuhause. Zudem  wurde  den Teilnehmern hier die Geschichte des Bergbau im Giebelwald erläutert. Schon die Kelten betrieben vor 2500 Jahren Erzbergbau mit Verhüttung in Lateneofen in dem Gebiet. Die Kinder konnten hier einen Erzstein mit Katzengold bestaunen. Weiter ging die Tour über die Soldatengräber, wo eine Rucksack-Pause eingelegt wurde. Dann führte der Weg über den Finsterberg 451m weiter zur Wasenecke mit einem wunderschönen Panoramablick über Niederfischbach und das Wildenburgerland. Von dort ging es zum Abstieg über die Totenbuche und die Freusburg weiter durch die Porze das letzte Stück über den Siegtalsteig zurück zur Hubertuskirche. Matthias Breuer ging aber auch auf die Schattenseiten wie das Waldsterben ein. Beileibe ist nicht nur der Fichtenbestand durch den Borkenkäfer gefährdet sondern auch die Eichen, Erlen, Kastanien und Ahorne sind allesamt zum Beispiel von Mehltau, Welke, Krebs und Feuerschwamm usw. bedroht. Im ersten Bereich der Wanderung über der Sruth ist zu beklagen das illegaler Gartenabfall  im Wald entsorgt wird, obwohl dieser vier mal im Jahr kostenlos abgeholt wird. Des weiteren werden hier vermehrt Hundekotbeutel aus Plastik an den Wegrand geworfen.

Auf dem letzten Teil der Strecke unterhalb der Porze auf dem Siegtalsteig ist der Wald auf einem ehemaligen Freizeitgrundstück  mit einer zerfallenen Hütte mit alten Matratzen, einem alten Ofen, alter Schubkarre Pflanzsteinen und weiterem Unrat überzogen, was alle Wander und Naturfreunde sehr betroffen zur Kenntnis nahmen. Alle Teilnehmer waren von der Wanderung mit den Informationen Begeistert

Elektrobefischung an dem Asdorferbach

BUND KG Altenkirchen zur diesjährigen Elektrobefischung in der Asdorf

Kirchen-Wehbach.- Einen lebendigen Fluss von den Strukturen in bester Ausführung mit Steilufern und Kiesbänken erfuhren die Teilnehmer der mittlerweile 6. Elektrobefischung des Bund für Umwelt- und Naturschutz an einem Abschnitt des Asdorfer Baches. In Aquarien und Eimern konnten die mit Keschern gefangenen Fische, während sie sich vom Elektroschlag leicht betäubt erholten, von Erwachsenen und Kindern genau und hautnah beobachtet werden. Der Forellenbestand wurde mit allen Altersgruppen als „top“ bewertet. Der Grundfisch Groppe wurde allerdings im Bestand als zu gering und die Elritzen als zu häufig bezogen auf die Äschenregion eingeschätzt. Sechs gefangene Äschen, die mittlerweile selten geworden sind, ließen die Anglerherzen höher schlagen. Mit Interesse wurde den Ausführungen zu den mit der Lupe betrachteten Stein- und Köcherfliegenlarven gelauscht. In einer seitlichen Flutmulde wurden zahlreiche Kaulquappen von Amphibien entdeckt.

Vorsitzender der Kreisgruppe Altenkirchen

Hans-Jürgen Lichte

Schwerpunkte: Gewässerschutz, die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, Beauftragter für Naturschutz und Biodiversität
Kolpingstraße 23 57518 Betzdorf E-Mail schreiben Tel.: 02741 4151

Stellvertretender Vorsitzender

Friedrich Klein

Öffentlichkeitsarbeit, erneuerbare Energien, v.a. Solarenergie
Hahnhof 7 57572 Niederfischbach E-Mail schreiben Tel.: 02741 9919010

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