Zukunft! Für unser Klima, für Demokratie, für soziale Gerechtigkeit!

Demo: Zukunft! Für unser Klima, für Demokratie, für soziale Gerechtigkeit! (Fotos: BUND)

Fahrt ab Mainz: Treffpunkt Infopoint Mainz HBF um 11:30 Uhr, Fahrt mit Rheinland-Pfalz-Tickets um 11:51 Uhr im RE.

Aufruf der aktiven demokratischen Zivilgesellschaft für eine Stärkung einer nachhaltigen, sozial gerechten Politik und gegen das Vordringen rassistischer, nationalistischer und autoritärer Kräfte
bei der Kommunal- und Europawahl

Wir fragen Sie, Bürgerinnen und Bürger, Jung und Alt, Wählerinnen und Wähler, insbesondere auch Politikerinnen und Politiker, die jetzt zur Europa- oder zur Kommunalwahl kandidieren, alle hier in unserer Stadt und Region lebenden Menschen:

Ist es unangemessen eine lebenswerte Zukunft zu fordern?

Eine klimaverträgliche Zukunft für kommende Generationen: Eine Zukunft, die Natur und Ressourcen schont, atomanlagenfrei ist und unser Klima nicht Jahr für Jahr weiter aufheizt? Weil ansonsten schlimme Opfer zu beklagen sein werden, wie schon jetzt hier in unserer Stadt und weltweit unübersehbar. Und künftig mit jedem Zehntel Grad jenseits der Pariser Klimaziele mehr und mehr unsere Kinder und Enkel betreffend, denn es sind gerade deren Lebensgrundlagen, die wir dabei sind zu vernichten.

Eine friedliche und tolerante Zukunft in Europa: Eine Zukunft, die nicht Nationalisten und Rassisten überlassen wird, ansonsten riskierend, dass es nach 74 Jahren ohne Weltkriege bei uns wieder gefährliche Konflikte zwischen Staaten gibt, und Diskriminierung von Volksgruppen, Kulturen, Religionen und Geschlechtern? Haben wir schon vergessen, dass wir dies in Europa doch schon einmal erlitten hatten, zwei Generationen zuvor?

Eine demokratische Zukunft: Eine Zukunft, in der die Menschenrechte - so großartig konkretisiert in unserem Grundgesetz und in vielen europäischen und UN-Übereinkünften - nicht weiter angegriffen, ausgehöhlt, ja weggeworfen werden? Obwohl wir doch wissen, dass in einem demokratischen Rechtsstaat alle Macht vom Volke ausgeht und Teilhabe und Mitgestaltung grundsätzlich rechtlich für alle garantiert sind?

Eine sozial und global gerechte Zukunft: Eine Zukunft, in der die Ungleichheiten und schreienden Ungerechtigkeiten zwischen Reich und Arm, hier und überall zur Sprache gebracht und systematisch abgebaut werden? Ist es nicht längst überfällig, dass Ausbeutung, Billigarbeit, Angst vor Verlust der Existenzgrundlage, soziale Entwurzelung, Flucht - sowohl in reichen Industrieregionen als auch in armen Ländern, etwa im globalen Süden - ersetzt werden durch Solidarität, gerechte Strukturen und ein gutes Leben für alle?

Wir kämpfen für eine lokal und global zukunftsfähige Politik: Wir, die aktive demokratische Zivilgesellschaft aus den verschiedensten, vielfältigen Bevölkerungsgruppen, Altersklassen und Verbänden sind uns einig, dass nur eine nachhaltige, klimaschützende, demokratische, friedliebende, sozial gerechte und diskriminierungsfreie Politik für unsere Kinder und Enkel zukunftsfähig ist – und in unserer Kommune, in unserem Land, in Europa und in der Welt Realität werden muss. Wir fragen die Politik und auch die Entscheider in der Wirtschaft: Was ist jetzt und hier euer Beitrag zur Verwirklichung dieser Zukunft?

Wir setzen auf Transparenz und Aufklärung und statt auf Lobbyismus, Hinterzimmerpolitik oder gar dumpfe Vorurteile: Wir wissen, dass es nicht reicht, die negativen Symptome zu bekämpfen, die Privilegierten und ihre Machtstrukturen weiterhin schützend, sondern dass wir unsere Gesellschaft schrittweise und insgesamt im Sinne des Gemeinwohls weiterentwickeln müssen, wo Profitinteressen und Lobbyismus von Konzernen nicht die Politik bestimmen. Wir kämpfen dafür in der ökologisch-sozialen Bewegung gemeinsam und mit der Kraft der Argumente statt der dumpfen Vorurteile.

Wir rufen vor diesem Hintergrund auf, gehen Sie am 26.5.2019 zur Wahl, nutzen Sie Ihre demokratischen Rechte und stärken Sie die Demokratie, Ökologie und soziale Gerechtigkeit.

Wir kämpfen gegen das Nichtstun der verantwortlichen Politiker und Politikerinnen: Das Haus brennt, sagt die mutige Greta Thunberg aus Schweden, die Veränderung wird darum kommen, aber nicht von allein und nicht aus Wohlwollen, sondern weil auch wir sie in die Hand nehmen müssen. ACT NOW!!!

Koblenz, 18.5.2019

Erstunterzeichner/innen:

Bund für Umwelt-und Naturschutz Deutschland eV BUND, Kreisgruppe Koblenz; Bendorfer Umweltinitiative; Bürgerinitiative gegen das Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich; Naturfreunde Kettig; Greenpeace Koblenz; Solarenergieförderverein Deutschland eV., Infostelle Koblenz; Katholische Arbeitnehmerbewegung KAB Mülhofen-Engers; Fridays For Future Koblenz; BUNDjugend Koblenz; Deutscher Gewerkschaftsbund DGB, Region Koblenz; Pulse of Europe Koblenz; Ökostadt Koblenz eV; … (und zahlreiche Privatpersonen)

 

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