Die Verkehrswende ist unabdingbar
Stand: 22.10.2025
Rheinland-Pfalz ist ein Flächenland mit nur wenigen großen Städten und vielen ländlichen Strukturen. Das stellt uns beim Ausbau des Öffentlichen Verkehrs vor Herausforderungen. Doch es gibt Wege, wie der Öffentliche Nahverkehr in Rheinland-Pfalz noch deutlich verbessert werden kann, um die Verkehrswende im Sinne des Klimaschutzes voranzubringen.
Für die Eiligen: Hier unsere Kernforderungen in Kurzform.
Wer einen tieferen Einblick sucht, findet ihn in unserem Forderungspapier.
Unsere Argumente in der Schnellübersicht
Alle Beiträge auf- oder zuklappen
ÖPNV rechnet sich!
- Motorisierter Individualverkehr kostet den Einzelnen und die Gesellschaft. Jeder in den ÖPNV investierte Euro bringt der Volkswirtschaft einen Nutzen von drei Euro (Quelle).
Jeder Verkehr ist eine Belastung für Mensch und Umwelt
- Alle Verkehrsträger zusammen verbrauchen ein Drittel unseres Energiebedarfs
- Im Gegensatz zu anderen Branchen steigt der Energiebedarf weiter
- Fossil betriebene Verkehrsmittel sind Hauptproduzent von CO2, Lärm, Luftschadstoffen
- besonders der motorisierte Individualverkehr tötet Menschen und Tiere
- Flächenverbrauch für Straßen und Flughäfen ist erheblich
Allgemeine Forderung und Prioritäten
- weniger Individualverkehr, mehr öffentliche Verkehrsträger (Nah- und Fernverkehr)
- Ausbau der Bahninfrastruktur - nicht der Straßen- und Flugverkehrsinfrastruktur (Schweiz investiert in Bahnverkehr pro Kopf viermal so viel wie Deutschland)
- Mittel für Straßenverkehr nur zur Instandhaltung, nicht zum Neubau
- Verkehrsraum von Autoverkehr auf Rad- und Fußverkehr umwidmen
Vorteile des öffentlichen Verkehrs
- weniger Treibhausgase, weniger Lärm
- weniger Unfälle - vor allem mit Personenschäden
- weniger verlorene Zeit durch Staus (durchschnittlich je PKW 43 Stunden/Jahr)
Konsequenz: Abschaffung der Subventionierung
- Dienstwagenprivileg
- Pendlerpauschale
- kostenlose Parkräume auf öffentlichen Flächen
- Kerosinsteuer
Stattdessen: Förderung sozialer Verkehrsmittel
- Verbesserung Rad- und Fußwege: Oberflächen, Beleuchtung
- Förderung Car-Sharing, Anrufsammeltaxis außerhalb der Stoßzeiten
- Subventionierung der ÖPNV-Kosten der Kommunen (findet schon statt)
- Verkehr als kommunale Pflichtaufgabe verankern
- Verknüpfung Rad-/ÖP-Verkehr (Radgaragen, e-Bike-Ladestationen u.ä.)
- Verkürzung der Reisezeiten durch bessere Beschleunigung von E-Fahrzeugen
- Widmung von Nebenstraßen und Wirtschaftswegen als Radwege => bessere Instandhaltung
Schwerpunkt Bahn
- Reaktivierung von stillgelegten Schienenstrecken
- Elektrifizierung aller Strecken: weniger Schadstoffe, weniger Lärm, kürzere Reisezeiten
- Regional- oder Deutschlandticket, besser noch: Mobilitätsticket incl. Car-Sharing
- Stundentakt, bzw. 2-Stundentakt an Sonn-, Feiertagen, Nachtstunden
- Modernisierung der Wagen: barrierefreie Zugänge, Klimaanlagen, Radmitnahmemöglichkeiten, Gepäckablagen
- Modernisierung der Bahnhöfe: barrierefreie Zugänge an jedem(!) Bahnhof, wettersichere Wartemöglichkeiten, ausreichend Sitzplätze an Bahnhöfen
- Einsatz von Oberleitungsbussen wo Straßenbahnen nicht möglich
- Überwachte/gesicherte kostenlose Radabstellmöglichkeiten