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BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

Auftaktveranstaltung „Blühendes Rheinhessen“

07. Oktober 2015 | BUND, Gärten, Gefährdete Tiere und Pflanzen, Wildbienen

BUND: Vortragsveranstaltung zum Projektstart im Museum der Stadt Alzey

Anlässlich des Jubiläums „200 Jahre Rheinhessen“ hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. das Projekt „Blühendes Rheinhessen“ ins Leben gerufen. Die feierliche Auftaktveranstaltung findet im Museum der Stadt Alzey statt.

Im trocken-warmen Klima Rheinhessens fühlen sich zahlreiche Wildbienenarten wohl. Doch vielerorts mangelt es an Bruthabitaten und geeigneten Blütenpflanzen, um die Grundbedürfnisse der kleinen Hautflügler zu befriedigen. Anlässlich des Jubiläums „200 Jahre Rheinhessen“ widmet sich der BUND der aktuellen Notlage der sympathischen Wildbienen.

Gemeinsam mit einem Netzwerk aus Ehrenamtlichen und engagierten Kommunen soll das Projekt „Blühendes Rheinhessen“ dazu beitragen, die biologische Vielfalt in Offenlandbiotopen zu erhöhen. Kurz gesagt: Mehr Blütenvielfalt und Lebensraumschutz. Die Wildbienen dienen dabei als Schirmarten für alle wildlebenden Pflanzen- und Tierarten des rheinhessischen Offenlandes. Gefördert wird das Projekt durch die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz aus Mitteln der Glücksspirale. Die Schirmherrschaft hat Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken übernommen.

Termin: Freitag, 16.10.2015, 19 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr) im Museum der Stadt Alzey, Antoniterstraße 41, 55232 Alzey. Hans-Jürgen Dechent, Biotopbetreuer und Vertragsnaturschutzberater des Kreises Mainz-Bingen und der Stadt Mainz, gibt einen Einblick in die Natur- und Kulturgeschichte von Rheinhessen: Wie sah die Landnutzung gestern und heute aus und welche Folgen hatte dies für die Vegetation? Im Anschluss referiert Rolf Witt über „Wildbienen und Menschen“. Witt ist freiberuflicher Biologe, Wildbienen- und Wespenspezialist und Autor eines Standardwerkes über Wespen. Der Vortrag entführt mit eindrucksvollen Bildern in die faszinierende Welt der Wildbienen. Wo leben die wilden Verwandten der Honigbiene, wie passen sie sich an ihre Lebensräume an und welche große Bedeutung haben sie in der heutigen Kulturlandschaft? Anhand anschaulicher Beispiele wird erläutert, wie gut gemeinte Schutzbemühungen ins Leere laufen können und was ein jeder zur Verbesserung der Lebensbedingungen beitragen kann.

Die Zweifleck-Pelzbiene Anthophora bimaculata ist etwa 8-9mm groß und in ganz Deutschland verbreitet, wobei sie allerdings auf Sandgebiete beschränkt ist. Auf der Roten Liste wird sie in Kategorie 3 (gefährdet) geführt. Die Zerstörung, Aufforstung oder Nutzung vegetationsarmer Sandbiotope machen der kleinen Pelzbiene – wie auch vielen anderen Arten, die auf diese Biotope angewiesen sind – das Leben schwer.


Anmeldung und Rückfragen

BUND Rheinland-Pfalz, Charlotte Dietrich, charlotte.dietrich(at)bund-rlp.de, Tel. 06131-62706-11.

Mehr zum Projekt unter www.blumenwiesen-rlp.de

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