Austritt Harry Neumanns aus dem BUND ist folgerichtig

05. Januar 2016 | BUND, Energiewende

Neumann habe sich in den verganenen Jahren von einem Befürworter der Windenergie zu einem radikalen Windkraftgegner entwickelt, stellt der Vorstand des BUND Rheinland-Pfalz hierzu fest

Gestern erreichte den Vorstand des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. die Information, dass Harry Neumann aus dem BUND ausgetreten sei. Neumann habe sich in den verganenen Jahren von einem Befürworter der Windenergie zu einem radikalen Windkraftgegner entwickelt, stellt der Vorstand des BUND Rheinland-Pfalz hierzu fest. "Während Neumann noch im März 2014 etwa 1.000 neue Windkraftanlagen gefordert hatte (siehe www.bund-rlp.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/archiv/2014/maerz/artikel/bund-stellt-moeglichkeiten-fuer-naturvertraeglichen-ausbau-der-windenergie-sowie-anforderungen-an-di), bekämpft er die Windenergie nun komplett. Für diese Positionen fehlt ihm im BUND die Zustimmung. Vor diesem Hintergrund ist sein Austritt aus dem BUND nur folgerichtig", so Michael Carl, stellvertretender BUND Landesvorsitzender. Nicht der BUND habe sich verändert, sondern Neumann.

Der BUND Rheinland-Pfalz habe in den letzten Jahren in intensiven Diskussionen ein differenziertes Positionspapier zur Windenergie entwickelt, das zuletzt sogar verschärft worden sei. Dieses enthalte Forderungen zur Steuerung des Windkraftausbaus und klare Ausschlussgebiete. So setze sich der BUND z. B. für die Freihaltung des Pfälzerwalds, Soonwalds und des Giebelwalds von Windenergie ein. Gleichzeitig stehe der BUND dazu, dass für den Klimaschutz die Energiewende unumgänglich sei und auch bei starker Stromeinsparung Windenergie gebraucht werde. Hierfür seien im waldreichsten Bundesland (über 40 Prozent der Landesfläche ist Wald) auch Standorte im Wald erforderlich. Wertvolle Waldbereiche müssten allerdings ausgenommen werden. Diese Position wurde mit sehr großer Mehheit demokratisch von den Landesdelegierten beschlossen.

Für Rückfragen: Sabine Yacoub, Landesgeschäftsführerin: 06131-627062-0 oder 0174-9971892

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