Auch freut sich der BUND, dass sich mit dem Hochwald in einer Region eine starke Bewegung für einen Nationalpark gebildet hat. Dennoch betont Dr. Heinz Schlapkohl, Stellvertretender Landesvorsitzender: „Ein Nationalpark hat das Ziel, natürliche Entwicklungen zu fördern. Deshalb müssen bei der Auswahl neben der Akzeptanz der Bevölkerung besonders auch naturschutzfachliche Kriterien eine wichtige Rolle spielen. International anerkannte Kriterien wie eine Mindestgröße von 10.000 ha müssen bei der Auswahl zugrunde gelegt werden.“
Das Gebiet müsse kompakt und zusammenhängend sein und überwiegend naturnahe Lebensräume aufweisen, ergänzte Dr. Heinz Schlapkohl.
„Wir fordern das Umweltministerium auf, sich nicht übereilt festzulegen und weiter intensiv Überzeugungsarbeit in den Gebieten zu leisten, die aufgrund ihrer Naturausstattung sehr gut für einen Nationalpark geeignet sind“, fordert Sabine Yacoub, Landesgeschäftsführerin des BUND. „Die Gespräche und Bemühungen im Soonwald und im Pfälzerwald dürfen trotz Widerständen nicht eingestellt werden. Initiativen für einen Nationalpark in diesen Regionen müssen aufgegriffen und unterstützt werden.“
„Die Ausweisung eines Nationalparks erfordert ein mutiges Vorgehen sowie einen langen Atem und nicht nur Pragmatismus“, betont Schlapkohl. Der Soonwald und der Pfälzerwald seien hervorragend als Nationalpark geeignet. Akzeptanzprobleme vor Ort seien durch mehr Information, Flächentausch, Konzepte für Holzwerber und weitere Maßnahmen lösbar, ist er überzeugt. „Gerne unterstützen wir die Landesregierung bei Maßnahmen, die die Akzeptanz eines Nationalparks im Pfälzerwald und im Soonwald fördern“, bietet Schlapkohl an.
Für Rückfragen:
Dr. Heinz Schlapkohl: 06353-3318
Sabine Yacoub: 06131-62706-0 oder 0174-9971892