BUND mahnt naturverträglichen und gesteuerten Windkraftausbau an

01. Juni 2012 | Energiewende, Naturschutz, Ressourcen & Technik

Diskussion zur Energiewende auf dem Rheinland-Pfalz-Tag

Auf einer Diskussionsveranstaltung am Rheinland-Pfalz-Tag in Ingelheim setzte sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. mit der Energiepolitik der Landesregierung auseinander.

Kritik äußerte BUND-Landesgeschäftsführerin Sabine Yacoub an der fehlenden Steuerung des Windenergieausbaus durch die Landesregierung. „Windkraft muss unbedingt weiter ausgebaut werden. Wenn aber nicht gesteuert wird kommt es zu Wildwuchs. Dann finden wir bald keine windkraftfreien Räume mehr in Rheinland-Pfalz. Sensible Naturräume und windkraftsensible Arten kommen zu Schaden“, so Yacoub. Deshalb forderte sie eine klare Steuerung des Ausbaus durch die Landes- und Regionale Raumordnungsplanung.

Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und deutlichen Einsparungen steht auch ein Umbau unserer Stromversorgung an. „Durch viele dezentrale Stromspeicher könnte man den erforderlichen Netzausbau stark reduzieren“, erläuterte Yacoub. „Wenn die Mittagsspitzen des Solarstroms und die Spitzenerträge der Windräder durch lokale Speicher aufgenommen und alle Anlagen über ein intelligentes Netz gesteuert werden, brauchen wir weniger neue Leitungen.“

Neben dem Strombereich wird oft der große Energieverbraucher Raumwärme vergessen. Hier ist es notwendig, neben regenerativen Heizquellen wie Sonne und Holz vor allem den hohen Bedarf unseres Gebäudebestandes zu verringern. Der BUND hat deshalb ein „Stufenmodell zur energetischen Gebäudesanierung“ ausgearbeitet und fordert die Landesregierung auf, dieses umzusetzen. Damit soll die jährliche Altbausanierungsquote von derzeit unter 1% auf dringend notwendige 2-3% angehoben werden. „Nur so schaffen wir die angestrebte Energiewende“, so Yacoub.

 

Für Rückfragen:

Sabine Yacoub, 06131-62706-0 oder 0174-9971892 

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