Was ist in Zukunft wichtig für unsere Artenvielfalt? Wie können Naturschutz und Landwirtschaft an einem Strang ziehen und Rheinhessen für Menschen und Wildbienen gestalten? - Diesen Fragen stellt sich das Wildbienen-Team im Projekt des BUND unter dem Motto „Blühendes Rheinhessen - Wein, Weizen, Wildbienen“ von 2018 bis 2022. Im engen Dialog mit Landwirtschaft und Weinbau werden Modellprojekte in der Agrarlandschaft Rheinhessens umgesetzt, „Wildbienenbotschafter“ ausgebildet und Veranstaltungen zu Wildbienen angeboten. Das Projekt wird durch das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten aus Mitteln des Aktionsprogramms „Aktion Grün“ gefördert.
Umweltministerin Ulrike Höfken eröffnete heute Abend die Auftaktveranstaltung, in der über das Projekt und seine Ziele informiert wurde. Dabei warb sie nicht nur für die „Aktion Grün“, mit der Naturschutzprojekte zum Erhalt der Artenvielfalt in ganz Rheinland-Pfalz gefördert werden, sondern bedankte sich auch bei allen Beteiligten des Projekts für ihr Engagement. Jutta Schreiner aus dem BUND-Team stellte das Projekt vor. Sie betonte besonders, dass Naturschutz und Landwirtschaft an einem Strang ziehen müssen, um den Rückgang der Artenvielfalt aufzuhalten. Sie legte den Zuhörenden darüber hinaus das neu erschienene Standardwerk von Wildbienenforscher Paul Westrich ans Herz, in dem sich das umfassende bisherige Wissen zu Wildbienen in Deutschland wieder findet.
Einige fachbezogene und interessante Kurzvorträge folgten. Dr. Axel Schönhofer referierte über „Naturschutz und Botanik in Rheinhessen“. Julia Arndt vom DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück fasste die „Sicht der Landwirtschaft auf den Wildbienenschutz in der Agrarlandschaft“ zusammen und Winzer Johann Schnell informierte über die „Biodiversität im ökologischen Weinbau“.