Für NABU und BUND hat der Nationalpark insbesondere wichtige Naturschutzfunktionen. „Viele Tier-, Pilz- und Pflanzenarten können in Wirtschaftswäldern nicht vorkommen, sie brauchen die ungenutzten Wälder eines Nationalparks zum Überleben“, berichtet Sabine Yacoub, Landesgeschäftsführerin des BUND Rheinland-Pfalz. Mit Blick auf die Nationalparkgegner ergänzt Siegfried Schuch, Vorsitzender des NABU Rheinland-Pfalz: „Wer ‚Ja‘ sagt zur Natur als Ganzes, der muss auch ‚Ja‘ sagen zum Nationalpark. Nur mit seinen ungenutzten Waldbereichen kann die Schöpfung als Ganzes erhalten werden.“
In die Ausgestaltung des Nationalparks wollen sich beide Verbände aktiv einbringen und rechnen mit Beteiligungsmöglichkeit für die Bürger. Neben den kommunalpolitischen Vertretern müssten auch Vertreter der Naturschutzverbände sowie des Vereins „Freundeskreis Nationalpark Hunsrück“ <link>einen Sitz im geplanten Nationalpark-Beirat erhalten. „Wir erwarten, dass die Naturschutzverbände von der Landesregierung eng in den Prozess zum Nationalpark eingebunden werden. Der Sachverstand und die Ortskenntnisse der örtlichen Naturschutzverbände und Naturschützer aus der Region müssen genutzt werden und in die weiteren Konzeptionen einfließen“, betonte Harry Neumann, Landesvorsitzender des BUND Rheinland-Pfalz.
NABU und BUND halten den geplanten Nationalpark für eine historische Chance für die Region und die biologische Vielfalt, die unbedingt genutzt werden sollte. Den Nationalpark-Kritikern bieten sie einen offenen Dialog an und sind sich sicher, dass sie viele der Bedenken gegenüber dem Nationalpark ausräumen können.
Für Rückfragen:
Sabine Yacoub, BUND: 0174-9971892
Olaf Strub, NABU: 0176-99849796