BUND unterstützt Bezirkstagsbeschluss zur Windkraft im Pfälzerwald

22. Dezember 2014 | Energiewende, Naturschutz, Wälder

Der Beschluss des Bezirkstages, im Pfälzerwald keine Windkraft zuzulassen, findet die volle Unterstützung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. .

„Den Pfälzerwald von Windenergie freizuhalten, ist auch Ziel des BUND gemäß eines Beschlusses des Landesverbands“, so der stellvertretende Landesvorsitzende Dr. Holger Schindler. Für das grenzüberschreitende Biosphärenreservat sieht der Naturschutzverband eine eindeutige Priorisierung für Naturschutz und Naherholung. Er distanziert sich dabei deutlich von den Grünen, die den Pfälzerwald für Windkraft öffnen wollen.

Der Leiter des BUND Arbeitskreises Naturschutz Dr. Jürgen Ott betont: “Der BUND vertritt die gleiche Position wie das MAB-Komitee. Dieses fordert, die bewaldete Entwicklungszone von Windkraftanlagen freizuhalten.“ Der Pfälzerwald sei als einer der größten unzerschnittenen naturnahen Waldflächen Mitteleuropas prädestiniert dafür, so der Biologe, denn hier seien Biodiversität und landschaftliche Schönheit in einem außergewöhnlichen Maße vereint, und dies gelte es unbedingt zu erhalten. Im Norden und Westen des Biosphärenreservats sind wesentlich windhöffigere und naturschutzfachlich unkritischer zu sehende Flächen für den Ausbau der Windenergie vorhanden.

Der BUND stehe voll und ganz zur Energiewende, so die beiden BUND Vertreter, doch müsse es auch Räume ohne Windkraftanlagen geben und der Pfälzerwald sei zur Erreichung der Ziele der Energiewende absolut nicht notwendig. Zum einen sei das Gebiet nicht windhöffig und damit rentabel genug und zum anderen würde eine Windkraftnutzung sowohl dem Naturschutz, als auch dem sanften Tourismus weitaus mehr schaden als nutzen.

Verantwortlich:

Dr. Holger Schindler, Stellvertretender Landesvorsitzender
Dr. Jürgen Ott, Leiter AK Naturschutz

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