Mainz. Seit über 72 Stunden demonstrieren rheinland-pfälzische Milchbauern im Mainzer Regierungsviertel für einen Richtungswechsel in der europäischen Agrarpolitik. Eine ihrer Kernforderungen ist die Senkung der Milchquote, damit die Bauern kostendeckend produzieren können. Andernfalls würden viele Höfe die nächsten Monate nicht überleben.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband Rheinland-Pfalz unterstütz die Milchbauern in dieser Forderung. Denn: „Die bäuerliche Landwirtschaft hat eine zentrale Bedeutung für den Erhalt unserer kleinstrukturierten Landschaft und der Artenvielfalt“, so Sabine Yacoub, Naturschutzreferentin des BUND Rheinland-Pfalz, heute Mittag auf einer Kundgebung der Milchbauern vor dem rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministerium. Außerdem fordert Yacoub die Abschaffung der EU-Exportsubventionen: „Der Milchexport zerstört die Lebensgrundlage von Bauern in den sogenannten Dritte-Welt-Ländern und nutzt in Deutschland und der EU lediglich den Molkereien und wenigen Großbetrieben.“
Der BUND fordert eine generelle Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik: Die Massenproduktion in industriellen Agrarfabriken, darf nicht weiter unterstützt werden. Sie führt zur Verarmung der Landschaft, verstärkt das Artensterben und hat negative Auswirkung auf den Weltmarkt. Stattdessen muss die Produktion von qualitativ hochwertigen Produkten gefördert werden, die umweltschonend und unter fairen Bedingungen produziert werden.
Für Rückfragen:
- Sabine Yacoub, 06131 62706-20 oder 0174-9971892
- Dr. Erwin Manz, Meldungen06131 62706-0