BUND will Nachhaltigkeitsstrategie Rheinland-Pfalz verbessern

02. Dezember 2013 | Nachhaltigkeit, Suffizienz

SPERRFRIST bis 18:30 Uhr Einbezug gesellschaftlicher Gruppen und verbindliche Zielsetzungen erforderlich

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz hat anlässlich der heutigen Nachhaltigkeitsveranstaltung „Nachhaltigkeit vorantreiben - Wege in eine zukunftsfähige Gesellschaft“ im Landesmuseum mit Ministerin Eveline Lemke ein Positionspapier zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt.

Die rheinland-pfälzische Nachhaltigkeitsstrategie„kann ein wesentliches Instrument für den dringend erforderlichen Umbau unserer Gesellschaft sein. Es ist von großer Bedeutung, dass sie als politisches Instrument ernst genommen wird und zu zielgerichteten Veränderungen führt. Sie darf nicht zu einem Mittel reiner Ankündigungspolitik in Feigenblattfunktion verkümmern, sondern muss gelebt werden. Deshalb müssen wichtige gesellschaftliche Gruppen in die Weiterentwicklung einbezogen werden. Wir brauchen eine stärkere Berücksichtigung dessen, was gutes Leben auf der Basis unserer begrenzten natürlichen Ressourcen bedeutet“ so Vorstandsmitglied Matthias Boller.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat bereits frühzeitig eine Nachhaltigkeitsstrategie aufgelegt und regelmäßig fortgeschrieben. Doch im Unterschied zu anderen Bundesländern ist diese kaum mit verbindlichen Zielen hinterlegt, und zu ihrer Umsetzung steht kein eigenes Budget bereit. In seinem Positionspapier fordert der BUND daher neben einer Optimierung des Verfahrens zum Beispiel den Abbau umweltschädlicher Subventionen. Mit freiwerdenden Mitteln könnten Initiativen für ein klimaneutrales Rheinland-Pfalz durch Maßnahmen zur Verringerung des Energie- und Ressourcenverbrauchs und die Unterstützung einer Energieversorgung ohne Atom und fossile Energieträger unterstützt werden.

„Eine nachhaltige Gesellschaft braucht eine nachhaltige Wirtschaft. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wirtschaftsministerin Eveline Lemke haben sich wiederholt hierzu bekannt. Zur Begleitung dieses Veränderungsprozesses ist jetzt ein Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen erforderlich, der zu einer Nachhaltigkeitsstrategie führt, die ihren Namen auch verdient. „Der BUND ist zur aktiven Mitgestaltung und Unterstützung der Landesregierung bei der Umsetzung bereit und hat deshalb auch zu Beginn des Jahres einen Arbeitskreis Wirtschaft eingerichtet, der sich mit Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens beschäftigt“, betonte Matthias Boller.

Meldungen„Grundlage von echter Nachhaltigkeit ist ein grundlegendes Umdenken in unserem gesamten Konsumverhalten: in der Landwirtschaft, Ernährung, im Flächenverbrauch und Verkehr, in der Waldwirtschaft, im Energieverbrauch und in unserem ausufernden Lebensstil, der zum größten Teil für den Klimawandel und das Artensterben verantwortlich ist. Zu einer Politik der nachhaltigen sozialen und ökologischen Erneuerung gehört z.B., dass keine weiteren neuen Autobahnen und Bundesstraßen mehr gebaut werden und der Flächenverbrauch gegen Null gefahren wird“, betonte BUND Landesvorsitzender Harry Neumann.

Für Rückfragen:

Harry Neumann, BUND Landesvorsitzender, 02626-926441, 01577-95 75 158, harry.neumann@bund-rlp.de

Matthias Boller, BUND Vorstandsmitglied, 02621-61160, matthias.boller@bund-rlp.de

 

Das Positionspapier des BUND zur Nachhaltigkeitsstrategie RLP kann hier heruntergeladen werden.

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