Bundesweites Netzwerk der Montagsspaziergänge und weiterer Initiativen gegen Atomkraft. Mit Unterstützung von BUND Rheinland-Pfalz und ausgestrahlt.
Initiativen aus über 50 Städten treffen sich am Sa, 15.01.2011 in Mainz zu ihrem
ersten Erfahrungsaustausch und Aktionstag
Presse und Medien sind sowohl zum bundesweiten Treffen um 14:00 Uhr in der BUND-Landesgeschäftstelle (Hindenburgplatz 3, Dachgeschoß, 55118 Mainz) sowie zum Anti-Atom-Sonderspaziergang um 17:30 Uhr am Gutenbergplatz in Mainz eingeladen.
Woche für Woche ziehen sie durch die Innenstädte vieler deutscher Städte, oft sogar bei eisigem Winterwetter – die „Anti-Atom-Montagsspaziergänge“. Über 50 sind es inzwischen, von Saarbrücken bis Dresden und von Sonthofen bis Schleswig. Mancherorts spazieren nur ein Dutzend, anderswo sind es hunderte von Menschen, die jeden Montag oder auch an anderen Tagen ihren Protest gegen die schwarzgelbe Atompolitik und ihre Forderungen pro Erneuerbare Energien regelmäßig auf die Straße tragen. Angefangen hatten die ersten Montagsspaziergänge bereits im vergangenen Juli in Koblenz, dort hat man inzwischen bereits 23 Mal demonstriert und die Idee schon früh weitergetragen. „ Es ist eine richtige Bewegung geworden“, so Initiator Egbert Bialk vom überparteilichen AntiAtomNetz Koblenz/nördliches Rheinland-Pfalz. „Wir bringen den Protest gegen die unverantwortliche Energiepolitik der Bundesregierung breit in die Fläche und es beteiligen sich viele Menschen aus sehr unterschiedlichen, auch konservativen Bevölkerungskreisen und Gruppierungen. Wir werden immer mehr, und an uns kommt die Parteipolitik jeglicher Couleur nicht vorbei.“
Am kommenden Samstag, 15.01.2011, trifft sich das nun in einem losen Netzwerk zusammengeschlossene Bündnis mit Unterstützung des rheinland-pfälzischen Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Initiative „.ausgestrahlt.“ in Mainz erstmals zu einem Erfahrungsaustausch. Neben dem Kennenlernen stehen der Austausch von Ideen, Erfahrungen oder Materialien sowie die Absprache gemeinsamer Aktionen auf dem Programm. Nach dem erfolgreichen Protest gegen die Castor-Transporte gelte es die Bevölkerung nun davon zu überzeugen, dass bei den bevorstehenden Landtags- und Kommunalwahlen Atompolitiker nicht wählbar sind. Von allen Politikern will man mehr Einsatz für eine Energiewende einfordern. Ferner will man für die geplanten bundesweiten Großdemonstrationen, etwa die Menschenkette AKW Neckarwestheim-Stuttgart am 12.03.11 und am Tschernobyl-Tag (Ostermontag) an vielen Atomstandorten sowie für einen Umstieg von Atom- und Kohlestrom zu Ökostrom mobilisieren. Ausgestrahlt hat im Norden und in Berlin dazu die Aktion „Tschüss Vattenfall“ gestartet. Die Montagsspazierer dehnen diese nun im Süden und Südwesten auch auf „Bye bye E.ON, bye bye RWE und bye bye EnBW“ aus.
Das Anti-Atom-Treffen schließt deshalb mit zahlreichen kreativen Aktionen auf einem Sonder-Samstagspaziergang in der Mainzer Innenstadt ab. Hier werden zum Beispiel antiatomare Ortschilder aller teilnehmenden Städte präsentiert, Liedermacher werden bekannte Songs covern („Montags gegen die Atommafia“ oder „Bye bye E.ON, Tschüss Vattenfall!“) und mehrere Redner werden in der Fußgängerzone zu den verschiedenen Aktionen aufrufen. Der etwa einstündige Samstagsspaziergang startet um 17.30 Uhr auf dem Gutenbergplatz. Die Bevölkerung ist herzlich zur Teilnahme eingeladen.
Weitere Informationen unter www.montagsspaziergang.de
Kontakt: BUND Rheinland-Pfalz, Tel. 06131-62706-22 (Michael Ullrich) oder AntiAtomNetz Koblenz, Tel. 0261-94249722 (Egbert Bialk).