Dioxin im importierten Sonderabfall?

05. März 2009 | Umweltgifte, Quellen und Bäche

BUND fordert Offenlegung des Kontrollverfahrens

Greenpeace hat erneut darauf hingewiesen, dass in den 17.000 Tonnen Sonderabfall, die von der Giftmülldeponie Hirschacker nach Rheinland-Pfalz importiert wurden, auch hochgiftige Substanzen enthalten sein können. Auch das Ultragift Dioxin wird nicht ausgeschlossen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.  fordert deshalb eine erneute Beprobung der importierten Abfälle. „Wir fordern die Landesregierung auf, die stattgefundenen Bebprobungen des Sonderabfalls detailliert offen zu legen. Es muss nun auf den Tisch, was an Proben durchgeführt wurde, worauf untersucht wurde und welche Methode der Beprobung angewandt wurde. Das gilt für alle Standorte, die beliefert wurden“ stellt Dr. Bernhard Braun, Landesvorsitzender des BUND Rheinland-Pfalz fest. „Die Auskünfte des Ministeriums und der SGD, vor allem aber der SAM sind bisher mehr als dürftig. Vertrauen wird so nicht hergestellt.“

Der BUND verweist auf Meldungen von Greenpeace, die nicht entkräftet seien. Es müssten nun Proben von unabhängigen Stellen genommen werden. Alle Unschuldserklärungen vor gründlichen Untersuchungen seien völlig fehl am Platze. „Die Sicherheit des Grundwassers und somit der Bevölkerung muss Vorrang haben. Abfallimporte müssen restriktiv gehandhabt werden. Wer nimmt denn schon Ausbaggerungen aus alten Chemiemülldeponien an? Das ist doch viel zu riskant“ fordert Braun die Umweltministerin auf, in Zukunft einen Riegel vor solche Importe zu schieben.

 

Für Rückfragen:

Dr. Bernhard Braun, 0621 5294080 bzw. 0177-4638793
Dr. E. Manz  06131 62706-0 bzw. 0151 12273866 

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